Flattern im Wallis die Nerven?
Der FC Sion hat nun erstmals etwas zu verlieren

Die Walliser haben es sich 2026 in den Top sechs bequem gemacht. Doch nun sind sie seit drei Spielen sieglos und können nicht mal mehr Winterthur im Tourbillon schlagen. Flattern die Nerven?
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Wird die Championship Group für Sion-Trainer Didier Tholot (l.) und Sportchef Barthélémy Constantin noch zur grossen Zitterpartie?
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Sion droht nach nur zwei Punkten in drei Spielen das Abrutschen
  • Sportchef Constantin verteidigt den Coach trotz Kritik an der Aufstellung und den Entscheidungen
  • Zwölfmal unentschieden: Sion teilt mit Servette den Spitzenwert in der Super League
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Alain KunzReporter Fussball

Sechs Punkte Vorsprung bei vier ausstehenden Matches scheint auf den ersten Blick eine komfortable Reserve zu sein. In Tat und Wahrheit ist sie gefährlich. Wie ein Zwei-Tore-Vorsprung in einem Spiel. Nur scheinbar sicher. Denn wehe, der Gegner trifft. Dann ist er nur noch ein Tor vom grossen Umsturz entfernt. Sion kennt das diese Saison bestens aus dem Cup, als man GC im Letzigrund zeitweise vorführte, 2:0 führte, den Ausgleich kassierte und am Ende ausschied. Die bitterste Niederlage in dieser Saison.

Und nun? Drei Spiele, nur zwei Punkte. Zuletzt bloss ein 1:1 gegen Schlusslicht Winterthur. Die ganze Saison über hatten die Walliser nur etwas zu gewinnen gehabt: die Championship Group, für die der FC Sion nicht vorgesehen war. Nun, da man die gesamte Rückrunde über dem Strich verbracht hat, hat man erstmals etwas zu verlieren. Diesen Platz. Und den Kampf um Platz vier, der bei einem St. Galler Cupsieg für Europa reichen würde. Da beträgt der Rückstand vier Punkte. War die miserable erste Halbzeit gegen Winti dafür symptomatisch? Sportchef Barthélémy Constantin wiegelt ab: «Die ersten 45 Minuten waren überhaupt nicht gut. Aber wir richten den Blick einzig auf unsere noch nicht beendete Mission. Und da kann ich keinerlei Panik ausmachen.»

Die Zuversicht sei ungebrochen, sagt Barth. Zumal die Mentalität im Team passe. «Auch wenn es mal eine schlechte Halbzeit gibt wie gegen Winterthur – die Attitüde bei den Jungs stimmt. Die geben immer alles. Aber natürlich müssen wir den nächsten Schritt machen, um nicht ins Zittern zu kommen. Am besten schon am Samstag beim FCZ.»

Leise Kritik an Tholot aus dem Oberwallis

Und immer, wenn es Phasen der Sieglosigkeit gibt bei den Unentschieden-Königen – gemeinsam mit Servette steht die Elf von Didier Tholot bei zwölf Remis: Spitzenwert! –, gibts aus dem Oberwallis vom «Walliser Boten» leise Kritik am Coach. So setze er seit Wochen nicht mehr auf den talentierten Benjamin Kololli (33) in der Startelf: acht Spiele, immer Ersatz, gerade mal 140 Einsatzminuten. Théo Berdayes (23), der derzeit den Vorrang vor Kololli erhält, habe den Nachweis nicht erbracht, zu Recht in der Startelf zu stehen, heisst es.

Und auch Winsley Boteli habe trotz fünf Jokertoren nicht einmal ein Spiel von Beginn weg absolviert. Boteli ist immerhin derjenige Spieler, der in der Super League mit Abstand am wenigsten Einsatzzeit für einen Treffer braucht. Der Genfer trifft alle 74 Minuten. Da kann nicht mal der neue Lausanne-Star Omar Janneh (19) mithalten. Beim Mann aus der Jugend von Atlético Madrid sind es 89 Minuten.

Doch Constantin junior lässt solche Gedankenspiele kein bisschen zu. Sein Vater hätte dem Coach wohl den einen oder anderen Wechsel beliebt gemacht. Der Filius nicht. «Der Coach entscheidet. Und zwar nur er! Wir diskutieren zwar viel. Aber Didier macht die Aufstellung. Und da redet ihm niemand drein.»

Wenn Sion verliert und Luzern gewinnt …

Und was Boteli anbelange: Der sei erst 19 und müsse sich erst noch entwickeln, so Constantin weiter. Man spürt es: Das ist eine Diskussion, die der Sportchef kein bisschen führen will. Aber eine Niederlage beim noch formschwächeren FCZ – nur zwei Siege gegen Winterthur und GC aus den letzten 13 Spielen mit 9 Niederlagen – sowie der erwartete Sieg von Luzern zu Hause gegen Winterthur, und die vor einer Runde scheinbar sichere Reserve von sechs wäre auf drei Punkte zusammengeschrumpft. Mal schauen, wie es dann um die Ruhe im Wallis bestellt sein wird.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
29
34
68
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
29
8
42
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
29
-16
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
29
-14
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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