«Zeigt, dass ich in dem Verein was bewirkt habe»
2:26
Brecher über Fan-Choreo:«Zeigt, dass ich in dem Verein was bewirkt habe»

FCZ-Captain Brecher erklärt seinen Rücktritt
«Ein Jahr als Nummer zwei, das tut mir nicht gut»

Nach 367 Spielen tritt Yanick Brecher als Goalie des FC Zürich zurück. Warum er kein Abenteuer im Ausland sucht. Und wann ihm auf dem Feld die Tränen gekommen sind.
Kommentieren
1/11
Sie lassen ihn hochleben. Die Spieler des FC Zürich katapultieren Yanick Brecher zum Abschied in die Luft.
Foto: Roger Albrecht/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Torhüter Yanick Brecher beendet nach 20 Jahren seine Karriere beim FC Zürich
  • Brecher lehnte Rolle als Ersatzgoalie ab, entschied sich für Karriereende
  • Beim letzten Spiel wurde er vor der Südkurve von Tränen übermannt
Florian_Raz_Fussball-Reporter_Ringier_1-Bearbeitet.jpg
Florian RazReporter Fussball

Yanick Brecher, Ihre Karriere ist soeben zu Ende gegangen. Haben Sie das schon realisiert?
Ich glaube nicht. Es braucht sicher noch ein paar Tage, wenn nicht sogar eine Woche. Was ich aber weiss, ist, dass ich sicher den richtigen Entscheid getroffen habe. Dass ich happy bin mit diesem Entscheid und dass ich ihn nicht bereuen werde. Und ich bin mega dankbar, dass ich heute so einen Abschluss erleben konnte, dass ich noch einmal auf dem Platz stehen durfte. Da bin ich dem Verein gegenüber wirklich dankbar.

Sie hatten einen Vertrag, der noch ein Jahr gelaufen wäre. Da muss ja etwas in Ihrem Kopf passiert sein, dass Sie sagen: Ich hänge jetzt meine Handschuhe an den Nagel.
Es ist relativ einfach. Vor ein paar Wochen hat ein Gespräch stattgefunden, in dem ich gefragt wurde, ob ich als Nummer zwei bleiben würde. Ich wusste recht schnell, dass ich das nicht mache. Weil ich einfach wusste: Ein Jahr als Nummer zwei, das tut mir nicht gut. Da wäre ich ein Jahr lang nicht glücklich gewesen und hätte der Mannschaft auch nicht das geben können, was sie von einem Ersatzgoalie braucht.

Und noch einmal etwas Neues?
Es war die Frage, ob ich noch ein Abenteuer erleben will. Oder, ob ich meine Karriere beenden werde. Aber als ich 2022 einen Fünfjahresvertrag unterschrieben habe, habe ich auch gesagt, dass ich mein Karriereende wirklich in Zürich erleben werde. Das wollte ich einhalten.

Sie haben damals in einem Interview gesagt: «Es ist absolut fine, die Karriere beim FCZ zu beenden.» Es fühlt sich jetzt also immer noch so an?
Ich bin auch nach diesem Spiel noch glücklich über diesen Entscheid. Wenn man das Stadion sieht bei meiner Auswechslung, die Choreo vor dem Spiel – und dass der Präsident vor dem Spiel noch etwas sagt: Ich glaube, das passiert nicht oft. Das zeigt doch, dass ich etwas bewirkt habe in diesem Verein, dass ich etwas geleistet habe. Ich blicke auf eine sehr schöne Karriere zurück mit Höhen und Tiefen. Ich nehme unglaublich viele Erinnerungen mit. Und es ist schön, dass ich diesem Verein gegenüber so lange loyal war – was heutzutage im Fussball nicht ganz so üblich ist.

Ihr Debüt haben Sie vor knapp 13 Jahren gegeben. Wenn Sie Ihrem 19-jährigen Ich von damals etwas sagen könnten, was wäre das?
Müssen wir am letzten Abend noch philosophisch werden (lacht)? Ich glaube, er kann sich auf eine schöne Zeit freuen. Auf viele Erlebnisse, auf gute, aber auch schwere Zeiten. Ich würde ihm sagen, dass auch die schweren Momente vorbeigehen und dass man aus ihnen extrem viel lernt. Ich bin extrem dankbar dafür, was mir der Fussball gegeben hat. Wie er mich geformt hat als Mensch und als Persönlichkeit. Es war ein langer Weg, ein steiniger Weg – aber er hat sich definitiv gelohnt.

Worauf freuen Sie sich jetzt?
Darauf, zum ersten Mal ohne Trainingsplan in die Ferien zu gehen – und ohne auf die Waage stehen zu müssen. Natürlich freue ich mich auf die Zeit mit meinen Kindern. Und dann beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Mal schauen, wie ich den noch gestalten werde.

Haben Sie auf dem Feld eigentlich ein paar Tränen verdrückt?
Bis auf die Bank habe ich es ohne geschafft. Aber nachher vor der Südkurve sind dann doch noch ein paar Tränen gekommen. Es war ein emotionaler Tag. Aber ich bin mega happy und gehe sehr glücklich ins Bett.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
37
28
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
37
25
69
3
FC Lugano
FC Lugano
37
13
64
4
FC Sion
FC Sion
37
23
62
5
FC Basel
FC Basel
37
1
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
37
11
54
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Meistgelesen