Hier gehen die FCB-Chaoten auf die Sicherheitsleute los
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FCB rechtfertigt Fan-Rausschmiss
«Angreifer nahmen das Schlimmste in Kauf»

Der FC Basel greift nach den Ausschreitungen beim letzten Cup-Spiel zu einer unpopulären Massnahme. Dies rechtfertigt er mit klaren Worten. Die Opfer der Fan-Attacken hatten derweil wohl Glück im Unglück.
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Beim nächsten Heimspiel des FC Basel gegen YB bleibt die Muttenzerkurve (hinten) leer.
Foto: Pius Koller
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Sebastian WendelReporter Fussball

Drei Schwerverletzte, wobei zwei am Mittwoch das Spital wieder verlassen konnten, sind die Bilanz der Fan-Ausschreitungen nach dem Cupspiel zwischen Basel und YB am Dienstag.

Die Opfer hatten Glück im Unglück. «Die Brutalität und Gewaltbereitschaft legen nahe, dass die Angreifer das Schlimmste in Kauf nahmen» sagt FCB-Kommunikationsdirektor Remo Meister zu Blick. «Wir kennen nicht alle Details der Verletzungen, doch es handelt sich teilweise um Kopfverletzungen. Lebensgefahr besteht gemäss unseren Infos bei keinem der Opfer.»

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Darum müssen auch YB-Fans draussen bleiben

Als Sofortmassnahme werden fürs nächste Heimspiel – ausgerechnet wieder gegen die Young Boys – die Muttenzerkurve und der Gästesektor gesperrt. Zu Beginn der Krisensitzung, initiiert von der Basler Sicherheitsdirektorin Stephanie Eymann, stand auch eine Komplettsperrung des St. Jakob-Parks zur Debatte. Die Polizei, die alle Heimspiele des FCB bewilligen muss, und der FC Basel einigten sich danach auf den Ausschluss der Hardcore-Fans. Auf die Frage, warum am 16. April auch die YB-Fans draussen bleiben müssen, sagt Meister: «Unter anderem aus Sicherheitsüberlegungen war es undenkbar, unsere eigene Kurve auszuschliessen, gleichzeitig aber Gästefans zuzulassen.»

Während die einen den Fan-Rausschmiss beklatschen, sorgt er vor allem bei den friedlichen Basler Matchbesuchern für Unmut. Denn auch der Vorverkauf für alle anderen Zuschauersektoren für das YB-Heimspiel ist per sofort gestoppt. «Die Teilsperrung tut uns für alle Unbeteiligten leid. Ob das die bestmögliche Massnahme ist, kann jeder für sich entscheiden.»

Hier attackierten FCB-Chaoten Securitys
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Nach Cup-Halbfinal:Hier attackierten FCB-Chaoten Securitys

«Konnten nicht einfach zur Tagesordnung übergehen»

Gleichzeitig sei man sich bewusst, dass mit den Sanktionen die Ursache des Gewaltproblems nicht gelöst werde. Warum tut man es dann trotzdem? «Zur Tagesordnung übergehen, als sei nichts passiert, kam jedoch nicht infrage. Solche Ausschreitungen gehen in den allermeisten Fällen von den Fankurven aus. Dass man dort dann auch sanktioniert, ist zwingend. Wir mussten ein Zeichen setzen.», so Meister, der betont, dass der FCB nicht unter Druck der Behörden gehandelt habe, sondern voll und ganz hinter der Massnahme stehe.

Auf die Frage, was man sich beim FC Basel von den Sanktionen erhoffe, sagt er: «Dass die Verantwortlichen für die Ausschreitungen sich hinterfragen. Dass sie zum Schluss kommen, dass sie weit über die Grenze hinausgegangen sind. Und dass sie künftig darauf verzichten, um ihren geliebten FCB wieder im Stadion zu unterstützen und spielen zu sehen.»

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