Darum gehts
- Shaqiri glänzt bei FCB-Sieg gegen Winterthur trotz längster Durststrecke seit 2024
- FCB-Captain mit 39 Ballkontakten und Ursprung des entscheidenden 2. Tores
- Basel gewinnt vier der letzten fünf Spiele, bleibt im Europakampf dran
Knapp eine Stunde nach dem Abpfiff posiert FCB-Captain Xherdan Shaqiri (34) hinter der Haupttribüne für Selfies mit Winti-Fans. Der 125-fache Nationalspieler, der dem Land unzählige magische Momente beschert hat, ist und bleibt ein Sympathieträger.
Dabei müssten die FCW-Fans eigentlich hässig auf ihn sein. Weil Shaqiri gegen keinen anderen Verein eine bessere Quote hat. Zwölf Skorerpunkte sinds in sechs Spielen. Umso überraschender, dass Coach Stephan Lichtsteiner (42) zu Beginn auf seine Nummer 10 verzichtet. Der FCB-Coach begründet die Reservistenrolle damit, dass sein Captain unter der Woche nicht alle Trainingseinheiten habe absolvieren können. «Wir wollten kein Risiko eingehen, es kommen noch schwere Wochen auf uns zu.»
Von den letzten fünf Spielen hat Lichtsteiner vier gewonnen. Bei allen Siegen spielte Shaqiri bloss eine Nebenrolle. Beim 2:1 gegen Lausanne steht er bloss 20 Minuten auf dem Platz, beim 1:0-Sieg gegen GC muss er zur Pause raus, nur beim Erfolg gegen Servette darf er von Beginn an ran.
Shaqiri am Ursprung des zweiten FCB-Tors
Seit sieben Spielen wartet der Basler Topskorer auf ein Tor oder einen Assist, es ist seine längste Durststrecke, seit er im Sommer 2024 zu seinem Herzensklub zurückgekehrt ist. Zuvor war der 34-Jährige in dieser Saison mit zehn Treffern und zehn Vorlagen die Lebensversicherung der Basler.
Dass der Captain dies in Zukunft wieder werden kann, beweist er nach seiner Einwechslung gegen Winterthur in der einen oder anderen Situation. Zur Pause kommt «Shaq» für den schwachen Andrej Bacanin und darf auf seiner Lieblingsposition im offensiven Mittelfeld ran. Insgesamt kommt er auf 39 Ballkontakte, ist meist anspielbar, hat eine Passquote von 78 Prozent und steht am Ursprung des zweiten Treffers. Seine stark getretene Hereingabe kann der FCW nur ungenügend klären. Traoré sagt Danke und macht den Deckel drauf.
Lichtsteiner will nichts von einem Pflichtsieg wissen
Mit dem Sieg setzt der FCB ein Ausrufezeichen im Kampf um die internationalen Plätze. Restlos zufrieden ist Coach Lichtsteiner aber trotz der drei Punkte nicht. «Ich will über weite Strecken einen anderen Fussball sehen. Es war hier nicht einfach, Winterthur ist ein aggressiver Gegner. Aber mit einem Sieg in die Nati-Pause zu gehen, ist einfacher.»
Auf die Frage, ob man einfach die Pflicht erfüllt habe, sagt der siebenfache italienische Meister: «Pflicht gibts nicht im Fussball. Ich habe allerhöchsten Respekt vor Winterthur. Sie haben in letzter Zeit immer gute Resultate gehabt. Es war ein Mentalitätssieg von uns.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 31 | 37 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 31 | 23 | 56 | |
3 | FC Basel | 31 | 8 | 52 | |
4 | FC Lugano | 31 | 10 | 51 | |
5 | FC Sion | 31 | 9 | 46 | |
6 | BSC Young Boys | 31 | 5 | 46 | |
7 | FC Luzern | 31 | 6 | 39 | |
8 | Servette FC | 31 | -3 | 36 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 31 | -8 | 36 | |
10 | FC Zürich | 31 | -16 | 34 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 31 | -23 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 31 | -48 | 19 |
