Schafft es Lichtsteiner in den September?
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Frage um FCB-Trainer:Schafft es Lichtsteiner in den September?

FCB-Bosse mit Kader-Klartext
«Nur Basler zu sein, reicht eben nicht»

Wenige Tage vor dem Saisonstart geben FCB-Präsident David Degen und der neue technische Direktor, Andreas Herrmann, Einblicke in die neue Kaderplanung. Es geht um Verhandlungen mit Chris Bedia, den Abgang von Andrin Hunziker und das Thema Identifikation.
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David Degen (r.) und der neue technische Direktor, Andreas Herrmann (Mitte), geben im klubeigenen Podcast einen Einblick in den aktuellen Transfersommer.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FCB-Bosse David Degen und Andreas Herrmann sprechen über das Kader
  • Transfers: Fokus auf junge, athletische Spieler mit Wiederverkaufswert
  • Chris Bedia wurde «hohe, hohe Summe» geboten, entschied sich für Dubai
Fussballredaktion

Der Integrationsprozess des neuen technischen Direktors beim FC Basel, Andreas Herrmann, schreitet in Windeseile voran. Schon nach wenigen Wochen versteht er den Basler Dialekt – auch aufgrund der zahlreichen Transferdiskussionen in «verschiedenen Lautstärken» mit David Degen.

Der wiederum schwärmt von seinem Mitarbeiter und beteuert sein hundertprozentiges Vertrauen in seine Kaderplanung: «Er hat die Werte und das Know-how, das wir brauchen.» Der FCB-Präsident und der von Manchester United geholte Herrmann geben in der neusten Folge des klubeigenen Podcasts «Achzädreyenünzig» einen Einblick in die aktuelle Kaderplanung der Saison.

Über das Kader der letzten Saison

Herrmann: «Das Kader letztes Jahr war relativ erfahren und wir wollten es ein Stück weit verjüngen. Auch bei den Punkten Resilienz und Verantwortungsbewusstsein wollten wir ansetzen. Das war letzte Saison ein Thema, dass Spieler Mühe hatten, gegen Widerstände anzukämpfen, wenn es nicht lief. Typen haben auf dem Platz gefehlt, die Verantwortung übernehmen wollten, in Kombination mit der fehlenden Abschlussstärke.»

Degen: «Trotz viel Erfahrung und Identifikation haben wir von A bis Z gestruggelt. Das müssen die Leute auch mal sehen. Wir hatten letzte Saison enorm viele Identifikationsfiguren, aber ich habe nicht so viele Spieler gesehen, die gegen Widerstände gekämpft haben. Nur Basler zu sein, reicht eben nicht. Das hat man letzte Saison gesehen. Wir brauchen elf Spieler, die alles geben, bis der Schiedsrichter abpfeift.»

Über das Scouting der neuen Transfers

Herrmann: «Wir haben klare Kennzahlen pro Positionsprofil festgelegt. Aus fussballerischer Sicht, aber mit besonderem Fokus auf die athletische Perspektive der Spieler. Es geht darum, Spieler zu verpflichten, die einen Wiederverkaufswert haben. Im gesamteuropäischen Fussball liegt ein grosser Fokus auf Athletik. Deshalb sind die athletischen Daten für uns unheimlich wichtig, um einen Indikator zu haben, wie gut ein Spieler künftig in eine Top-5-Liga passt. Wir haben charakterlich einwandfreie Jungs dazugeholt, die sich überhaupt nicht vor Verantwortung scheuen.»

Degen: «Wieso reden wir immer von Jung und Alt? Ich rede von Gut und Schlecht. Wir halten auch Ausschau nach Ex-FCB-Spielern oder Ex-Super-League-Spielern, aber wir müssen Spieler holen, die Charakterzüge haben, um uns besser zu machen. Wir brauchen eine Säule von drei bis vier Spielern mit einer Top-Mentalität. Dann können alle rundherum wachsen.»

Über die Stürmersuche

Herrmann: «Es ist kein Geheimnis, dass wir uns intensiv mit Chris Bedia beschäftigt haben. Wir hätten es gerne gemacht, aber wir wollten die finanziellen Möglichkeiten des Klubs nicht überstrapazieren und Chris hatte dann ein sehr gut dotiertes Angebot und sich dafür entschieden. Bei Zan Celar war es der Fall, dass er jetzt nur rund die Hälfte verdient von dem, was er bei den Queens Park Rangers verdient hat, und für den Verein brennt.»

Degen: «Wir haben Chris Bedia eine hohe, hohe Summe geboten. Für uns wäre das ein Riesen-Investment gewesen. Am Schluss hat er sich trotzdem für Dubai entschieden. Man kann ihm nicht böse sein, aber ihm war das Geld wichtig. Jetzt haben wir einen hochmotivierten Celar, der die Liga kennt und weiss, was es heisst, in der Super League viele Tore zu schiessen.»

Über den Abgang von Andrin Hunziker

Herrmann: «Wir hatten einen sehr guten Austausch mit seinen Beratern. Wir wollten gerne mit ihm weitermachen innerhalb eines Stürmertrios, doch sie haben früh klargemacht, dass er Stürmer Nummer 1 sein will und sie dafür den Markt sondieren.»

Degen: «Ich hätte ihn sehr gerne bei uns gesehen. Er ist ein Super-Junge. Wir haben ihm aber immer offen kommuniziert, dass wir zwei Stürmer holen. Wir brauchen diese Konkurrenz und die Tore. In St. Gallen bekommt er die Rolle der klaren Nummer 1 und ich wünsche ihm nur das Beste.»

Über das Thema Identifikation

Degen: «Ich weiss nicht, wieso man beim FCB immer von Identifikation spricht. Welche Mannschaft in Europa hat denn noch eigene Spieler? Wir sind verwöhnt von der Vergangenheit, aber diese Generationen gibt es nicht mehr. Ausser bei Leon Avdullahu und Giacomo Koloto waren wir zuletzt nicht so erfolgreich mit eigenen Jungen, obwohl wir die U-Nationalmannschaften mit Spielern dominiert haben. Es gibt viele Gründe, wieso sich die jungen Spieler ganz oben nicht durchsetzen können, und dem müssen wir auf den Grund gehen. Mein Anspruch wäre es, ein bis drei Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft zu integrieren.»

Herrmann: «Es ist natürlich immer leichter, einen Bezug zu Spielern herzustellen, deren Namen man kennt. Wir haben beispielsweise auch mit Charles Pickel gesprochen. Das grundsätzliche Problem bei Schweiz-Rückkehrern ist, dass die Gehaltsforderungen nicht wirklich in Relation zur Leistung auf dem Platz stehen und dann macht es als Gesamtpaket für uns keinen Sinn.»

Über die Kaderplanung der nächsten Wochen

Herrmann: «Wir sind auf der Zielgeraden. Es kommen noch ein paar Verstärkungen dazu, da haben wir grundsätzliche Einigungen mit Spielern, aber noch nicht mit den Klubs. Wir haben aber keinen sofortigen Handlungsdruck, sind auf jeder Position doppelt besetzt. Allerdings müssen wir auch noch Abgänge abwarten. Metinho und Philip Otele sind beides absolute Leistungsträger, wir würden gerne mit beiden weitermachen. Doch die Spieler und Berater haben auch Vorstellungen, den nächsten Karriereschritt zu gehen. Stand jetzt gibts aber nichts zu vermelden und es gibt auch noch keine Dynamik auf dem Markt.»

Degen: «Stand heute, wenn es so bleibt mit Metinho und Otele im Kader, würde es aus meiner Sicht noch einen Stürmer und einen Flügel benötigen.»

Über Trainer Stephan Lichtsteiner

Degen: «Ich stehe nach wie vor zu hundert Prozent hinter Stephan, aber auch er kennt das Geschäft. Wir müssen Punkte einfahren, auf die Erfolgsspur zurückkehren und vor allem die Mentalität auf den Platz bringen. Da ist er mit seinem Team gefordert.»

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