Ex-FCSG-Sportchef Sutter äussert sich erstmals zur Trennung
«Das schmerzt nach der Entlassung am meisten»

Zum ersten Mal, nachdem Alain Sutter beim FC St. Gallen Knall auf Fall seine Sachen packen musste, spricht er über sein Engagement in der Ostschweiz und bedankt sich für die spezielle Zeit.
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Alain Sutter äussert sich auf Instagram zu seiner Entlassung beim FC St. Gallen.
Foto: TOTO MARTI

Nach einer hervorragenden Vorrunde hat der FC St. Gallen unter der Woche die sofortige Trennung von seinem Ex-Sportchef Alain Sutter (55) bekanntgegeben. Ein Knall ohne Ansage, galten Sutter und Präsident Matthias Hüppi (65) während der langjährigen, gemeinsamen Zeit in der Ostschweiz doch als Dream-Team. 

«Wir selber haben uns nie als Dreamteam bezeichnet»
2:50
Hüppi zur Trennung von Sutter:«Wir selber haben uns nie als Dreamteam bezeichnet»

Einige Tage nach dem Schock äussert sich Sutter erstmals zur Entlassung. «Ich bin traurig über den Entscheid des VR, mich freizustellen, aber ich respektiere diesen ohne irgendwelche negativen Gefühle», schreibt er auf seinem Instagram-Profil. 

Ein grosses Danke

Böses Blut vergiesst der Ex-Sportchef nicht – im Gegenteil. Stattdessen empfinde er tiefe Dankbarkeit dafür, dass er sich sechs Jahre als Sportchef in einem Traditionsverein wie dem FC St. Gallen beweisen durfte. «Ich habe in meinem Leben schon viel Wertschätzung erfahren. Aber das, was ich seit meiner Freistellung erfahren habe, habe ich noch nie in diesem Ausmass erlebt. Das ist der wahre Lohn meiner Arbeit der letzten sechs Jahre.»

Was Sutter anspricht, sind die Reaktionen der Fans, die sich nach der Entlassung auf allen möglichen Kanälen dazu geäussert haben. Die meisten Kommentare waren Pro-Sutter. Der heutige Erfolg des FCSG sei zum grössten Teil dem Engagement von ihm verdanken, meinten viele Nutzer. Ein Fan meinte sogar: «Es war eine legendäre Zeit.»

«Mir sind viele Menschen ans Herz gewachsen»

Neben der tiefen Dankbarkeit, die auf Gegenseitigkeit beruht, ist anhand des Abschiedsposts von Sutter zu spüren, dass es dem 55-Jährigen nicht einfach fällt, loszulassen. In seinen sechs intensiven Jahren hat er den FC St. Gallen zusammen mit Präsident Matthias Hüppi (65) sportlich weiterentwickelt.

Der Klub, die Region und die Fans haben es Sutter angetan. «Ein riesengrosses Dankeschön an jeden einzelnen Mitarbeiter, der in den letzten sechs Jahren beim FCSG tätig war. Wir haben unglaublich viele Menschen beim FCSG, die mir unglaublich ans Herz gewachsen sind. Der Verlust dieser zwischenmenschlichen Beziehungen schmerzt nach der Entlassung am meisten.» 

Weil der Abschiedspost der einzige Beitrag auf Sutters Instagram-Profil ist, gab es zunächst Zweifel, ob der Post wirklich von ihm stammt. Gegenüber «20 Minuten» bestätigte Sutter nun, dass es sich um sein Profil handelt. Seine letzten Worte im Beitrag an die St.-Gallen-Familie: «Auf Wiedersehen. Herzlichst Alain.» (par)

FCSG-Präsident Hüppi verkündet Sutter-Entlassung
1:11
Knall in St. Gallen:FCSG-Präsident Hüppi verkündet Sutter-Entlassung
Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
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