«Wir selber haben uns nie als Dreamteam bezeichnet»
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Hüppi zur Trennung von Sutter:«Wir selber haben uns nie als Dreamteam bezeichnet»

Nur in einem Fach war er ungenügend
Das ist das Zeugnis von Alain Sutter

Alain Sutter ist seit dieser Woche seinen Job als Sportchef von St. Gallen los. Blick bewertet seine Amtszeit in der Ostschweiz.
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Alain Sutter erhält von Blick ein überwiegend positives Zeugnis ausgehändigt.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Der geschasste Sportchef Alain Sutter (55) hinterlässt einen gut aufgestellten FC St. Gallen. Das zeigt auch das Zeugnis, das aus fünf Fächern besteht, das Blick dem früheren Nati-Star für seine gelieferte Arbeit aushändigt. 

Erfolg

Unter Sutter wurde St. Gallen einmal Vizemeister und erreichte zweimal den Cupfinal. Das liest sich gut und ist angesichts der finanziellen Möglichkeiten beachtlich. Was aber fehlt, ist das Pünktchen auf dem i. Denn gleich beide Cupfinals (gegen Luzern und Lugano) gingen verloren, und europäisch verpasste man zweimal die Qualifikation für eine Gruppenphase. Eine 4 wäre aber zu wenig. Denn Sutter hat zusammen mit Präsident Matthias Hüppi (65) und Trainer Peter Zeidler (61) dafür gesorgt, dass in der Ostschweiz wieder für den Klub gelebt wird. Das ist mindestens so wichtig wie der blosse sportliche Erfolg.

Blick-Note: 4,5 

Trainer-Wahl

Im Sommer 2018 wählte Sutter nach einem wilden ersten Halbjahr (mit Giorgio Contini und Boro Kuzmanovic) seinen ersten Trainer. Die Wahl fiel auf Zeidler. Sechs Jahre später ist der Deutsche immer noch im Amt. Wer bei seiner ersten Station als Sportchef so lange mit demselben Trainer arbeitet, hat vieles richtig gemacht. Sutter hat stets an Zeidler festgehalten. Auch dann als es wie in der letzten Saison in der Rückrunde mal richtig schlecht lief. Andere hätten die Reissleine gezogen. Sutter nicht. Dieser Mut und dieses Vertrauen scheinen sich in dieser Saison auszuzahlen. 

Blick-Note: 5 

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Knall in St. Gallen:FCSG-Präsident Hüppi verkündet Sutter-Entlassung

Spielertransfers

Rund 70 Spieler hat Sutter während seiner Zeit in der Ostschweiz verpflichtet. Das Fazit davon fällt mehrheitlich positiv aus. Denn neben wenigen Transferflops haben sich viele Spieler zu langfristigen Leistungsträgern gemausert. Einer davon ist der heutige Captain Lukas Görtler. Ein guter Sportchef muss aber auch gut verkaufen. Aber, weil Sutter immer wieder viele Spieler auf Leihbasis holte, konnte er aus ihnen keinen Profit schlagen. Die Transfererlöse hat er nachhaltig nicht steigern können.

Blick-Note: 4 

Nachwuchs

Vergleicht man den FC St. Gallen in dieser Kategorie mit dem FC Luzern, fällt schnell auf, dass es in der Ostschweiz in den letzten Jahren nur wenige Eigengewächse ins Profiteam geschafft haben. Da sind zwar Christian Witzig, Leonidas Stergiou, Betim Fazliji oder Patrick Sutter. Doch im Vergleich zum FCL sind das klar weniger. Das steht etwas im Kontrast dazu, dass der Klub derart stark in der Region verankert ist.

Blick-Note: 3,5 

Kommunikation

Im Vergleich zum lauten Präsidenten Hüppi ist Sutter bekannt für seine ruhige Art. Dafür ist er intern geschätzt worden. Den Spielern war er dementsprechend nah. Er wolle die Spieler spüren, pflegte er zu sagen. Kaum ein Training hat er verpasst. Und wenn er vor die Medien trat, tat er das ohne Probleme. Wer zu Amtsbeginn Zweifel hegte, dass sich Feingeist Sutter scheut, klare Kante zu zeigen, ist eines Besseren belehrt worden.

Blick-Note: 5 

Sutter erhält von Blick die mehr als genügende Gesamt-Note 4,4. 

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1
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FC Thun
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2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
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25
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3
FC Lugano
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17
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4
FC Sion
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38
23
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6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
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-14
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38
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