Ex-FCB-Star Janko über FCZ-Trainer
«Foda tat mir manchmal fast etwas leid»

Er kennt die Super League und er kennt Franco Foda. Der ehemalige Basel-Star Marc Janko kam unter dem neuen Zürich-Trainer im österreichischen Nationalteam zum Einsatz.
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Erster Arbeitstag letzten Sonntag in Thalwil: Der neue FCZ-Trainer Franco Foda (r.) macht Fabian Rohner für den Einsatz im Testspiel heiss.
Foto: Marc Schumacher/freshfocus
Matthias Dubach

Na sowas! Als der neue FCZ-Trainer Franco Foda (56) im März seine Abschieds-Pressekonferenz als Ösi-Nationaltrainer gibt, redet er auch namentlich über Marc Janko (38). Dabei ist der 70-fache Internationale (28 Tore) da schon längst als Profi zurückgetreten und folglich seit zwei Jahren nicht mehr unter Foda im Nationalteam gewesen.

Was war denn da los? Foda konterte bei seiner Abschluss-PK die Kritik von Janko, die der Ex-Nationalspieler einst als TV-Experte von «Sky» geübt hatte. Es ging um eine Aussage vor der EM, als der Ex-Basel-Stürmer die Stimmung im Nationalteam als schlecht bezeichnete. Als Blick nun Janko nach der FCZ-Verpflichtung seines ehemaligen Nationaltrainers anruft, sagt er, dass der damalige Wirbel längst abgehakt sei.

«Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit»

Doch wie kam Foda allgemein in Österreich an? Janko: «Es hat bei Foda im Laufe der Zeit in der Öffentlichkeit immer etwas mitgeschwungen, dass er mit dieser Mannschaft eigentlich mehr rausholen müsste. Viele Beobachter waren der Meinung, dass mit den vorhandenen Spielertypen ein anderer Fussball möglich wäre. Es gab eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit und deshalb auch oft Kritik.»

Aber Janko ist bemüht, die fünfjährige Amtszeit des Deutschen beim ÖFB ins rechte Licht zu rücken. «Foda tat mir manchmal fast etwas leid. Denn die Summe der Kritik war angesichts seiner Erfolge zu gross. Man hatte unter ihm erstmals überhaupt eine EM-Gruppenphase überstanden. Aber andere Trainer waren trotz deutlich kleinerer Erfolge beliebter. Es war oft eine schwierige Beziehung zwischen Foda und den Leuten im Land.»

Foda hatte Janko als Lugano-Spieler noch sechs Mal aufgeboten und vier mal als Joker eingewechselt. Wie tickt der neue FCZ-Mann als Chefcoach? «Ein absoluter Fachmann, immer höchst korrekt und höflich. Beim Klub in Graz hatte er viel Erfolg. Deshalb denke ich, dass Foda auch in Zürich funktionieren kann. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute für die neue Aufgabe in der Super League!»

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
25
19
46
3
FC Lugano
FC Lugano
25
11
43
4
FC Basel
FC Basel
25
7
40
5
FC Sion
FC Sion
25
7
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
25
-2
30
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
25
-7
27
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
25
-43
14
Meisterschaftsrunde
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