Darum gehts
- Luzern verliert 2:4 gegen Basel nach 1:0-Führung auf der Allmend
- Trainer Udo Portmann kritisiert Passivität seines Teams und lobt Shaqiris Leistung
- Shaqiri erzielt ein Tor, Luzern verschenkt durch Fehler mehrere Chancen
Um 16.31 Uhr herrscht auf der Luzerner Allmend eitel Sonnenschein. Alles scheint für einen Luzerner Sieg angerichtet. Der FCL führt 1:0, der FC Basel wirkt angeschlagen. Schliesslich haben die Gäste eine turbulente Woche inklusive Trainerentlassung hinter sich. Doch im Fussball kommt es bekanntlich oft anders als erwartet.
90 Minuten später pfeift Schiedsrichter Urs Schnyder die Partie beim Stand von 2:4 ab. Luzern verliert gegen den FCB. Dabei machen die Bebbi keineswegs einen übermächtigen Eindruck. Doch sie nehmen die vielen Geschenke der Luzerner dankend an. Auch Trainer Udo Portmann (49) sieht das so und redet die Niederlage keineswegs schön.
Portmann vom Start enttäuscht
Besonders ärgern ihn die Startminuten. «Statt die Euphorie vom 1:0 zu nutzen, hat man eher dem Gegner das Gefühl gegeben, dass er heute problemlos etwas ausrichten kann.» Tatsächlich ist das Basler 1:1 in der 4. Minute bereits die zweite grosse Chance der Gäste. Und auch danach ändert sich an der Passivität der Luzerner wenig.
Besonders bitter ist das, wenn auf der anderen Seite ein Spieler wie Xherdan Shaqiri (34) auf solche Einladungen wartet. Auch wenn der Zauberwürfel in dieser Saison bislang nur eine Randfigur war: Kicken hat er definitiv nicht verlernt. Das sieht auch Portmann so. «Wenn einer ein Näschen hat, zwischen die Linien zu kommen, dann ist es er. Das tut weh.»
Portmann lobt Shaqiri
Dass man bei den zweiten Bällen nicht so konsequent verteidigt habe und zu lange zu wenig kompakt gewesen sei, habe sich gerächt. Zumal ein Shaqiri genau auf solche Situationen wartet und schnell bestraft. «Schlussendlich ist er aber auch ein aussergewöhnlicher Spieler und das muss man anerkennen», so der FCL-Coach.
Für Portmann ist die Niederlage im Grossen und Ganzen eine Lektion. «Es ist ein Lehrblätz. In dem Sinne, dass wir an diesen Dingen, die nicht funktioniert haben, unbedingt arbeiten müssen. Gleichzeitig ist die Niederlage auch kein Weltuntergang. Es ist einfach ein Weg des Prozesses, in dem wir uns befinden.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 7 | 13 | 19 | |
2 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
3 | FC Sion | 7 | 6 | 15 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 7 | -2 | 10 | |
6 | FC Zürich | 8 | -6 | 10 | |
7 | FC Luzern | 8 | -5 | 9 | |
8 | Grasshopper Club Zürich | 7 | -4 | 8 | |
9 | Servette FC | 7 | -3 | 7 | |
10 | FC Thun | 7 | -7 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |

