«Einer der letzten Anführer»
Bajramis Achterbahn der Gefühle mit der Captain-Binde

Adrian Bajrami erlebt gegen Servette ein spezielles Spiel: Überraschend darf er beim FC Luzern als Captain auflaufen – und durchlebt dabei eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle mit Eigentor, Ausgleich und viel Verantwortung in der Defensive.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Mario Frick (51) ist immer für eine Überraschung gut – und sorgt auch in seinem zweitletzten Heimspiel als Luzern-Coach wieder für eine. Diesmal betrifft es das Captainamt. Da Pius Dorn (29) gesperrt fehlt, muss die Binde gegen Servette neu vergeben werden. Zuletzt hatte Frick sie in Dorns Abwesenheit dem Eigengewächs Tyron Owusu (22) anvertraut – entsprechend rechneten viele auch diesmal mit dieser Lösung. Doch Frick entscheidet sich anders und übergibt sie an Adrian Bajrami (24).

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War am Samstagabend Luzern-Captain: Adrian Bajrami.
Foto: keystone-sda.ch

«Ich war selber überrascht, als ich es am Tag vor dem Spiel erfahren habe», sagt Bajrami. Stolz sei er schon gewesen – gross verändert habe sich dadurch aber nichts. «Ich gehe immer mit derselben Einstellung ins Spiel, ob mit oder ohne Bändeli. Am Ende geht es darum, das Herz auf dem Platz zu lassen», betont er.

Gegen Servette tut er genau das. Zwar lenkt er den Ball beim 0:1 unhaltbar für Goalie Pascal Loretz (22) ins eigene Tor ab – «wäre ich noch zum Coiffeur gegangen, hätte ich ihn vielleicht nicht mehr berührt», scherzt er später. Danach findet der Innenverteidiger aber stark in die Partie zurück, verteidigt viel weg und trifft in der zweiten Halbzeit per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.

«Einer der letzten Führungsspieler»

«Es war eine Achterbahn der Gefühle – für mich und die ganze Mannschaft. Zum Glück konnte ich dem Team noch mit dem Tor helfen», sagt Bajrami. Am Tabellenbild ändert sich durch das 3:3 nichts. Luzern führt die Relegation Group weiterhin punktgleich vor Servette an. Und will die Saison auch so beenden. «Jetzt müssen wir uns gut erholen und uns sofort auf den FCZ fokussieren.»

FCL-Bajrami zu seinem Debüt als Captain
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«Ist egal, wer das Bädeli hat»:FCL-Bajrami zu seinem Debüt als Captain

Sicher ist, dass Bajrami am Dienstag wohl wieder ohne «Bändeli» auflaufen wird, da Dorn zurückkehrt. Frick hatte bei seiner Entscheidung für Bajrami am Samstag aber keine Zweifel – und sieht sich darin bestätigt: «Adrian ist einer der letzten Führungsspieler und Lautsprecher auf dem Platz, die wir haben, wenn Dorn fehlt und Knezevic auf der Bank sitzt. Dazu kommen seine Form und seine Ausstrahlung in den letzten Wochen», so der Liechtensteiner.

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Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
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35
35
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
2:1
36
23
66
3
FC Lugano
FC Lugano
1:2
36
13
63
4
FC Sion
FC Sion
35
21
58
5
FC Basel
FC Basel
35
6
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
35
3
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
36
6
47
2
Servette FC
Servette FC
36
4
47
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
36
-10
42
4
FC Zürich
FC Zürich
36
-20
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
36
-29
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
36
-52
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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