«Du bist eine Zumutung»
Das steckt hinter der Fan-Kritik an FCB-Büchi

FCB-Fans greifen den Delegierten des Verwaltungsrates, Dani Büchi, öffentlich an. Dieser weist die Kritik von sich.
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Mit einem Transparent kritisiert die Muttenzerkurve die Klubführung.
Foto: Twitter

Mit einer fantastischen, überdimensionalen Choreografie empfängt die Muttenzerkurve am Donnerstagabend ihre Mannschaft im Joggeli. «In Europa kennt uns jeder», steht geschrieben, darüber ist ein riesiger Wimpeltausch samt Handschlag zu sehen. Beeindruckend, wie die Fans das Spiel gegen Marseille lancieren. Das Bild geht um die Welt.

«Büchi, du bist eine Zumutung»

Massiv kleiner, dafür umso heftiger sind die drei zusätzlichen Transparente, die während der ersten Hälfte ausgerollt werden. Und die den Delegierten des Verwaltungsrates der FCB-Holding, Dani Büchi, betreffen: «Ein weiteres Mal auf erfahrene Leute verzichtet. Ein weiteres Mal ist es nach hinten losgegangen. Büchi, du bist eine Zumutung.»

Mit ein Grund für die Fan-Kritik ist laut «bz Basel» die Schliessung des Gästesektors beim Rückspiel und dem daraus resultierenden Chaos betreffend Tickets, Umplatzierungen und dem Protest aus Marseille.

Wut gründet tiefer

Doch die Wut der Anhänger in Basel gründet offenbar tiefer. So heissts, dass es um «grundsätzliche Positionen im Umgang mit den Fans beziehungsweise den organisierten Gruppen» gehe. Und um die «Erwartung der Muttenzerkurve an den FCB, den Kräften, die derzeit die Politik der Repression wieder befeuern, deutlicher die Stirn zu bieten».

Nach den Krawallen rund ums Hinspiel in Südfrankreich und der darauffolgenden Schliessung des Joggeli-Gästesektors durch die Basler Polizeibehörde würden die Fans sogar befürchten, dass dieses Vorgehen Schule machen könnte. Dies, weil die Schliessung bis auf wenige kleinere Vorkommnisse ja «den gewünschten Effekt hatte», heisst es im Bericht weiter.

FCB hätte es besser machen können

Am Freitag weist Dani Büchi die Kritik der Fans per Twitter von sich: «Man wirft uns/mir wohl vor, dass wir die Fanarbeit zu wenig einbezogen haben. Sowohl bei den Thematiken rund um das gestrige Spiel als auch beim Fall YB. Wir teilen diese Meinung nicht – sind aber selbstkritisch genug, um zu wissen, dass wir es besser hätten machen können.»

Der FC Basel schreibt in einer Stellungnahme: «Wir durften im Joggeli, trotz des Ausscheidens, ein tolles Fussballfest erleben. Der FCB hat die ganze Woche abteilungsübergreifend intensiv an Lösungen gearbeitet, um trotz der Sperrung des Gästesektors und der daraus resultierenden Herausforderungen, möglichst viele Fans im Stadion begrüssen zu können – auch Gäste aus Frankreich. Nicht zuletzt auch dank der Mithilfe und des Verständnisses unserer eigenen Fans, können wir einigermassen zufrieden auf den Donnerstagabend zurückblicken.»

Bei der Muttenzerkurve aber scheint sich das Verständnis in Grenzen zu halten. (wst)

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
35
35
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
35
22
63
3
FC Lugano
FC Lugano
35
14
63
4
FC Sion
FC Sion
35
21
58
5
FC Basel
FC Basel
35
6
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
35
3
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
36
6
47
2
Servette FC
Servette FC
36
4
47
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
36
-10
42
4
FC Zürich
FC Zürich
36
-20
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
36
-29
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
36
-52
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
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