Diese zehn Super-League-Transfers haben voll eingeschlagen
Viele Überraschungen – ein 19-Jähriger ist jeden Franken wert

Während bei Leader Lugano gleich drei Neuzugänge voll eingeschlagen haben, warten die neuen YB-Spieler noch auf ihren Durchbruch. Der beste Transfer der Liga ist sogar ein Spieler, der die Berner in diesem Sommer verlassen hat.
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Fussball-Redaktion

Über 80 neue Spieler haben die Super-League-Klubs in diesem Sommer verpflichtet. Nach dem ersten Viertel der Saison nennt Blick die zehn besten Transfers. Spieler wie Sions Winsley Boteli (20), die bereits in der vergangenen Saison leihweise bei ihren Klubs unter Vertrag standen und im Sommer fest verpflichtet wurden, sind im Ranking nicht berücksichtigt worden. Das Gleiche gilt für Nachwuchsspieler wie FCZ-Juwel Leandro Schödler (20), die diese Saison den Sprung in die Profi-Mannschaft ihres Klubs geschafft haben. 

1

Lutfi Dalipi (20, Mittelfeldspieler, Vaduz)

In der vergangenen Saison noch von YB an Wil in die Challenge League verliehen, mischt der Spielmacher jetzt die Super League auf. Drei Tore und acht Vorlagen in neun Spielen, so die irren Zahlen des Fribourgers – und das in Diensten von Aufsteiger Vaduz! In der vergangenen Saison war Matteo Di Giusto mit zwölf Assists der beste Vorlagengeber der Liga gewesen. Diese Marke dürfte Dalipi pulverisieren. Dass die Liechtensteiner keine Kaufoption für die Berner Leihgabe besitzen, wird am Ende verschmerzbar sein, wenn der erstmals für die Schweizer U21 aufgebotene Überflieger Vaduz in der Super League halten sollte.

Lutfi Dalipi ist hinter YB-Stürmer Samuel Essende der beste Skorer der Liga.
Foto: keystone-sda.ch
2

Asane Sow (20, Flügelspieler, Basel)

Beim FCB hatte man den Plan, den senegalesisch-italienischen Doppelbürger schrittweise an die erste Mannschaft heranzuführen. Doch nach den ersten neun Runden ist Sow gemeinsam mit Zan Celar bereits der beste Basler Skorer. Mit dem schnellen und abschlussstarken Flügelspieler hat der FCB ein Mega-Schnäppchen an Land gezogen: Etwas mehr als eine halbe Million Franken hat man für ihn an Pro Vercelli aus der dritten italienischen Liga überwiesen. Dafür hat man drei Tore und vier Vorlagen in sieben Spielen bekommen. Einziger Makel: Aktuell schlägt sich Sow mit einer Sprunggelenksverletzung herum.

In sieben Spielen hat Asane Sow dreimal getroffen und vier Tore vorbereitet.
Foto: Zamir Loshi/freshfocus
3

Daniel Mikolajewski (20, Stürmer, Luzern)

Keine Minute hat Daniel Mikolajewski gebraucht, um in St. Gallen sein erstes Tor im FCL-Trikot zu erzielen. Inzwischen steht er dank seines Hattricks gegen GC bereits bei sieben Skorerpunkten. Der Pole ist einer der Spektakel-Spieler dieser Liga. Sein Start zeigt zudem, dass überdurchschnittlich gute Spieler aus der Primavera in der Super League sofort funktionieren können. In der vergangenen Saison erzielte Mikolajewski 20 Tore in 29 Einsätzen. Ärgerlich für den FCL: Anders als beim Deal mit Aleksandar Stankovic vor zwei Jahren haben die Zentralschweizer keine Kaufoption. Dafür ist der Klub über eine Weiterverkaufsbeteiligung am künftigen Erfolg von Mikolajewski beteiligt.

Gegen GC hat Daniel Mikolajewski dreifach getroffen.
Foto: keystone-sda.ch
4

Dereck Moncada (19, Stürmer, Lugano)

Er ist der erste Honduraner in der Super League. Und die Bianconeri haben sich ihn rund 3 Millionen Franken kosten lassen. Doch schon jetzt lässt sich sagen: Moncada ist jeden Franken wert. Er bringt alles mit, was es für eine internationale Karriere braucht. Zudem hat er Lugano mit seinem Tor gegen Maccabi Tel Aviv die Teilnahme an der Ligaphase der Conference League gesichert. Längst ist Moncada auch den Spielerberatern aufgefallen. Mehrere grosse Agenturen wollen ihn unter Vertrag nehmen. Für wen er sich entscheidet, ist noch offen. Sicher ist aber: Sein grosser Traum ist die Premier League. Und wenn seine Entwicklung so weitergeht, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis dieser Traum Realität wird.

Dank Dereck Moncada haben sich die Tessiner für die Conference League qualifiziert.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus
5

Bekhruz Karimov (19, Rechtsverteidiger, Lugano)

Wenn man einen WM-Teilnehmer verpflichtet, war das früher fast immer ein Gütesiegel. Bei einem Teilnehmerfeld von 48 Nationen ist das heute etwas weniger aussagekräftig – erst recht, wenn der Spieler aus einem WM-Neuling wie Usbekistan kommt. Bei Karimov ist die Geschichte allerdings eine andere. Kaum in Lugano angekommen, musste er den angeschlagenen Mattia Zanotti ersetzen – und löste diese Aufgabe auf Anhieb bravourös. Dabei spricht er die Sprache noch nicht und kannte seine Mitspieler kaum. Trotzdem hat er sich sofort eingefügt und ist bereits auf bestem Weg, sich als Stammspieler zu etablieren. Und das für eine Ablöse im mittleren sechsstelligen Bereich.

Bekhruz Karimov hat im Tessin Mattia Zanotti auf die Bank verdrängt.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
6

Zan Celar (27, Stürmer, Basel)

Mit dem ehemaligen Super-League-Torschützenkönig hat der FCB endlich wieder einen verlässlichen Mittelstürmer in seinen Reihen. Sechsmal hat der slowenische Nationalspieler bereits zugeschlagen, nur YB-Angreifer Samuel Essende hat noch häufiger getroffen. Damit haben sich die 1,5 Millionen Euro, für die man Celar von den Queens Park Rangers verpflichtet hat, bereits ausbezahlt. Dass der Stürmer die Hälfte seiner Tore vom Penaltypunkt erzielt hat, spricht eher für als gegen ihn. Schliesslich versemmelten die Basler in der vergangenen Super-League-Saison rekordverdächtige sechs Elfmeter.

Beim FCB trifft Zan Celar wieder regelmässig – auch vom Penaltypunkt.
Foto: Toto Marti
7

Juan Cabrera (23, Mittelfeldspieler, Vaduz)

Laut Blick-Infos hat Vaduz keinen einzigen Franken für den Deutsch-Uruguayer ausgegeben. Lediglich eine Weiterverkaufsbeteiligung hat Ex-Klub Greuther Fürth bekommen. Dort kam er in der vergangenen Saison in der Zweiten Bundesliga nur dreimal zum Einsatz. Beim Super-League-Aufsteiger startet der einstige Schalke-Junior jetzt aber voll durch. Cabrera stand in allen neun Spielen in der Startelf und traf bereits vier Mal.

Juan Cabrera hat schon viermal für Aufsteiger Vaduz getroffen.
Foto: Michael Zanghellini/freshfocus
8

Kingstone Mutandwa (23, Stürmer, Servette)

Anfang September haben die Grenats auf der Mittelstürmer-Position noch einmal nachgelegt und den sambischen Nationalspieler von Cagliari geliehen. In der vergangenen Saison erzielte er für den SV Ried 14 Saisontreffer und war damit der zweitbeste Torschütze der österreichischen Bundesliga. Auch in Genf hat der Angreifer den Tritt schnell gefunden. Nach fünf Spielen steht er bei drei Toren, zuletzt traf er dreimal in Folge. Servette besitzt eine Kaufoption für Mutandwa, die sich bei einer bestimmten Anzahl von Einsätzen in eine Kaufpflicht verwandeln soll.

Servette ist mit Kingstone Mutandwa ein Upgrade auf der Stürmerposition gelungen.
Foto: Pascal Muller/freshfocus
9

Albian Ajeti (29, Stürmer, Lugano)

Lugano hat lange nach einem Back-up für Kevin Behrens gesucht. Fündig wurde Sportchef Sebastian Pelzer beim FC Basel. Albian Ajeti kam in der letzten Transferwoche auf Leihbasis ins Tessin – und schlug bei den Bianconeri sofort ein. Bereits vier Punkte hat der Ex-Bebbi seinem neuen Klub mit seinen Toren gesichert. Und nach der Nati-Pause dürfte Ajeti noch besser in Form sein. Zudem dürfte er mit Behrens besser harmonieren als zuvor Georgios Koutsias. Ajeti ist damit für Lugano ein rundum gelungenes Sturm-Upgrade.

Mit Albian Ajeti hat sich Lugano einen torgefährlichen Joker geangelt.
Foto: Michela Locatelli/freshfocus
10

Leon Frokaj (21, Mittelfeldspieler, St. Gallen)

In der vergangenen Saison war der Luzerner beim FC Aarau die grosse Entdeckung der Saison. Bereits Anfang Mai stattete der FC St. Gallen den U21-Nationalspieler Kosovos mit einem Vierjahresvertrag aus und zog damit ein Schnäppchen an Land. Nur 450’000 Franken plus Weiterverkaufsbeteiligung mussten die Ostschweizer für den polyvalenten Mittelfeldspieler auf den Tisch legen. Bei den Espen hat Frokaj den Tritt schnell gefunden: Wettbewerbsübergreifend 14 Einsätze und vier Tore hat der ehemalige FCB-Nachwuchsspieler bereits auf dem Konto.

Mit Leon Frokaj haben die Espen ein echtes Schnäppchen gemacht.
Foto: Roger Albrecht/freshfocus
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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Lugano
FC Lugano
9
20
25
2
BSC Young Boys
BSC Young Boys
9
13
19
3
FC Sion
FC Sion
9
9
19
4
FC Basel
FC Basel
9
0
13
5
FC St. Gallen
FC St. Gallen
9
-3
13
6
FC Luzern
FC Luzern
9
-1
12
7
FC Zürich
FC Zürich
9
-6
11
8
Servette FC
Servette FC
9
-2
10
9
FC Thun
FC Thun
9
-8
10
10
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
9
-11
8
11
FC Vaduz
FC Vaduz
9
-3
6
12
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
9
-8
6
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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