Die Kritiker werden lauter
Steht FCL-Frick schon vor seinem Schicksalsspiel?

Mario Frick steht beim FCL in der Kritik. Nach der deutlichen 2:5-Schlappe gegen Lugano und enttäuschender Defensivleistung droht dem Trainer eine ungewisse Zukunft, sollten die kommenden Spiele weiter schiefgehen.
Kommentieren
1/5
Für Mario Frick ist die laufende Saison ziemlich ungemütlich.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

  • Luzern verliert 2:5 gegen Lugano, Trainer Mario Frick unter Druck
  • Fans verlassen Stadion beim Stand von 1:5 nach 60 Minuten
  • Am 10. März 2024 verlor Luzern in Lausanne mit 1:2
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
RMS_Portrait_AUTOR_909.JPG
Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Die Ungeduld in Luzern wächst. Wer nach dem 4:0 in Lausanne kurz vor Weihnachten auf die Wende hoffte, wurde zum Rückrundenstart enttäuscht. Die 2:5-Pleite gegen Lugano hat die bestehenden Probleme gnadenlos offengelegt. Vor allem kurz vor und nach der Pause lief beim FCL überhaupt nichts mehr zusammen.

Dabei hatte Trainer Mario Frick (51) vor dem Spiel betont, dass man in der kurzen Winterpause den Fokus klar auf die Defensivarbeit gelegt habe.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Zu erkennen war davon wenig – eher das Gegenteil. Die Abstände zwischen der Defensive und der Offensive waren teils gigantisch. Dennoch erklärte der Liechtensteiner nach der Partie: «Ich glaube, die Gegentore haben nicht gross mit Defensivarbeit zu tun, sondern vor allem mit der Qualität des Gegners.»

Fans verlassen das Stadion

Eine Aussage, die für Stirnrunzeln sorgte. Überhaupt mehren sich in der Zentralschweiz die kritischen Stimmen gegenüber Frick. Geschlossen hinter dem langjährigen Erfolgstrainer steht das Umfeld längst nicht mehr. Das zeigte sich auch am Samstagabend, als ein Teil der Zuschauer bereits nach 60 Minuten und beim Stand von 1:5 die ohnehin spärlich besuchte Swissporarena verliess.

Captain Pius Dorn (29) hatte Anfang Januar im Blick-Interview noch betont, dass eine Niederlage gegen Lugano keine Krise darstelle. Die Art und Weise, wie Luzern dieses Spiel jedoch aus den Händen gab, lässt einen anderen Schluss zu. Sollten sich Auftritte und vor allem Resultate in den kommenden Wochen nicht verbessern, wird sich Sportchef Remo Meyer (45) ernsthaft mit der Trainerfrage befassen müssen.

Klubintern noch keine Diskussion

Dabei galt eine Vertragsverlängerung von Frick im Spätherbst noch als praktisch beschlossene Sache – es ging lediglich um letzte Details. Zu einer Einigung kam es jedoch nicht, weil man gemäss Blick-Infos unterschiedliche Ansichten bezüglich der Vertragsdauer hatte. Inzwischen hat der Wind gedreht, das Thema ist auch aufgrund der Resultate vorerst auf Eis gelegt worden. Klubintern soll Frick zwar (noch) nicht zur Diskussion stehen. Das dürfte auch aus der monatlichen VR-Sitzung hervorgehen, die in dieser Woche ansteht. Doch was, wenn Luzern auch die nächsten beiden Super-League-Partien gegen Sion (auswärts) und St. Gallen (daheim) verliert?

Sollte es tatsächlich zu zwei weiteren Niederlagen kommen, könnte der Cup-Viertelfinal gegen Stade Lausanne-Ouchy zu einer Art Schicksalsspiel werden. Ausgerechnet auf der Pontaise – einem Ort, an den Luzern unter Frick keine guten Erinnerungen hat. Am 10. März 2024 verlor man dort 1:2 und erlitt im Kampf um die Championship Group einen entscheidenden Rückschlag. In den Tagen danach kam es zu einer internen Aussprache zwischen Trainer und Mannschaft – dabei wurde in der Kabine auch ein Tisch zerschmettert.

Schmeisst Frick hin?

Dass wieder ein Tisch in Mitleidenschaft gezogen wird, ist zwar nicht zu erwarten. Doch sollten sich die Resultate nicht schleunigst bessern, drohen bald andere Konsequenzen. Eine solche hat Frick selbst schon angesprochen: «Wenn ich merke, dass ich die Mannschaft nicht mehr erreiche, dann bin ich der Erste, der sagt: Das wars.»

Noch ist das ein Worst-Case-Szenario. Dreht sich die Abwärtsspirale beim FCL jedoch weiter, könnte es schneller Realität werden, als man im Spätherbst noch gedacht hat.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
20
18
43
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
20
8
33
5
FC Sion
FC Sion
20
6
31
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
20
-7
25
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
20
-7
21
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
20
-11
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen