«Alle elf Spieler müssen giftiger sein.»
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Di Giusto über Niederlage:«Alle elf Spieler müssen giftiger sein.»

«Mich ärgert es extrem»
FCL-Defensive versagt auch gegen Lugano

Fünf Gegentore gegen Lugano! Der FC Luzern erleidet eine herbe Pleite zum Jahresstart. Die Defensive zerfällt, und die Mannschaft verabschiedet sich geschlagen vom heimischen Rasen.
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Mario Frick und der FC Luzern verlieren gegen Lugano.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Luzern kassiert fünf Gegentore. Fünf! Und das, obwohl Trainer Mario Frick (51) vor dem Spiel eine defensive Steigerung angekündigt hatte. Davon war am Samstagabend jedoch wenig zu sehen. «Mich ärgert es extrem, dass wir fünf Tore kassieren. Der Fokus liegt klar darauf, dass wir in diesem Jahr besser verteidigen», sagt Frick nach Spielschluss.

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Die Gründe für die löchrige Abwehr gegen ein starkes Lugano sind vielfältig. Sie liegen nicht alle auf derselben Ebene. Bereits beim Blick auf die Startelf rieben sich einige Beobachter verwundert die Augen und fragten sich, weshalb Vize-Captain Stefan Knezevic (29) zunächst nur auf der Bank Platz nahm. Für Frick ist diese Personalentscheidung jedoch keine Frage.

Fricks Begründung

«Mit Bajrami haben wir einen Nationalspieler und mit Freimann den besten Innenverteidiger. Wir haben das wiederholt, was in Lausanne aufgegangen ist», erklärt der Liechtensteiner. Die Gegentore hätten zudem weniger mit der Defensivarbeit zu tun gehabt als mit der Qualität des Gegners.

Diese Einschätzung lässt sich zumindest teilweise teilen. Lugano zeigte sich in Luzern äusserst effizient – das belegt auch der Expected-Goals-Wert, der für die Tessiner lediglich rund 1,5 Tore ausweist. Dafür muss man, wie Frick richtig sagt, den Hut ziehen. Hinzu kommen zwei sehenswerte Treffer vor der Pause durch Uran Bislimi (26) und Kevin Behrens (34). Dennoch können und dürfen diese Faktoren nicht als alleinige Erklärung für die deutliche Niederlage herhalten.

Im Wallis ist der FCL unter Druck

Zumal der FCL bis zur 40. Minute sein Spiel durchzog und sogar in Führung lag. Das Blackout unmittelbar vor der Pause gibt Rätsel auf – nicht nur beim Trainer, sondern auch bei den Spielern. Einig sind sich aber alle: In einer Woche gegen Sion soll es besser werden.

Im Wallis steht Luzern bereits unter Druck. «Es ist keine Krise, wenn man gegen Lugano verliert», sagte Captain Pius Dorn kürzlich im Blick-Interview. Sollte jedoch auch gegen Sion eine Niederlage folgen, werden auf der Luzerner Allmend schnell wieder unangenehme Fragen laut.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
20
8
36
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
FC Sion
FC Sion
19
6
30
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
20
-2
29
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
20
3
27
8
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
9
FC Luzern
FC Luzern
20
-3
21
10
Servette FC
Servette FC
19
-7
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
19
-29
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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