Derby mit besonderer Brisanz
Hediger oder Scheiblehner? Welcher Trainer gerät ins Wanken?

Das dritte Zürcher Derby der Saison zwischen GC und dem FCZ verspricht besondere Brisanz. GC muss gewinnen, um den Anschluss im Kampf am Barrage-Strich nicht zu verlieren, derweil sich der FCZ im freien Fall befindet. Für beide Trainer heisst es: verlieren verboten.
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Dennis Hediger steht nach nur einem Sieg aus den letzten neun Spielen unter Druck.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Zürcher Derby zwischen GC und FCZ findet am Samstag statt
  • GC seit sieben Spielen ohne Sieg, FCZ nur ein Sieg aus neun
  • GC auf Rang 11, FCZ mit 1.07 Punkten pro Spiel 2026
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Das 293. Zürcher Derby zwischen GC und dem FCZ verspricht aufgrund der Tabellensituation zusätzlich Brisanz. Es ist das Duell der beiden neben Schlusslicht Winterthur formschwächsten Teams des Jahres.

Besonders im Fokus: die Trainer Gerald Scheiblehner (48) und Dennis Hediger (39). Denn für den Verlierer am Samstag könnte es langsam, aber sicher ungemütlich werden. Weniger als einen Punkt pro Spiel haben beide in der Super League bisher geholt, mit Ausnahme von Patrick Rahmen die schwächste Bilanz aller Trainer in der Liga.

GC ist seit sieben Spielen ohne Sieg, die längste Negativserie seit der Abstiegssaison 2018/19. Mit einer weiteren Niederlage würde die Lücke zu Rang 10 immer grösser, die dritte Barrage-Teilnahme in Folge immer wahrscheinlicher, trotz der getätigten Verstärkungen. Und der FCZ? Ein Sieg (gegen Winterthur) aus den letzten neun Spielen. Negativer Höhepunkt: das 1:4 gegen Luzern vor einer Woche. Das Ziel, einen Platz in Europa zu erreichen, wurde revidiert, der Blick in der Tabelle geht vorerst nach unten.

Scheiblehner: «Ein Rauswurf wirft mich nicht aus der Bahn»

Angesprochen auf ihre persönlich heikle Situation geben sich beide – zumindest gegen aussen – gelassen. «Ich definiere mich nicht über Fussball, sondern mache meinen Job, der mir Riesenspass macht», sagt Scheiblehner. Für ihn hat das Wort Druck eine positive Konnotation. «Keiner will bei einer Mannschaft sein, bei der es keinen Druck gibt, denn sonst bist du in der 5. Liga im Mittelfeld. Wir alle wollen Druck – also müssen wir auch damit umgehen können.»

Als Trainer laufe man jede Woche Gefahr, dass man den Job verlieren könne, so der Österreicher «Aber ein Rauswurf wirft mich nicht aus der Bahn.» Im Leben gebe es schlimmere Situationen. «Als Vater von drei Kindern hat man teilweise mehr Stress.» Sein grosser Pluspunkt: GC steht zwar nur auf Rang 11, aber im Cup-Halbfinal und hat Chancen, die erste Trophäe seit 2013 zu gewinnen. Zudem hat er Vertrauen in die Verantwortlichen, die in der Winterpause ein Angebot für ihn von Sturm Graz abgelehnt hatten. «Sie können die Situation gut einschätzen.»

Hediger: «Ich bin nicht naiv und kenne das Business»

Auch für Hediger gehören Kritik und Spekulationen zum Teil des Geschäfts. Er sei nicht naiv und kenne das Business. «Aber: Es geht hier nicht um mich.» Nach einem neuerlichen Umbruch sei es wichtig, das Team wieder zu stabilisieren und die nötigen Punkte zu holen. «Das würde wieder mehr Ruhe geben – auch um meine Person.» Angst, seinen Job zu verlieren, hat er keine. Im Fussball könne es schnell gehen. «Ich weiss, was passiert, wenn wir die nächsten fünf Spiele verlieren – aber auch, wenn wir die nächsten fünf Spiele gewinnen.»

Dass ein Trainerwechsel kein Garant für bessere Resultate ist, weiss der FCZ aus eigener Erfahrung. Hedigers Vorgänger Mitchell van der Gaag hatte einen deutlich besseren Punkteschnitt. Auch die anderen Trainerwechsel in der Liga hatten in dieser Saison nicht den gewünschten Effekt. Und doch: Während der Derby-Sieger kurz durchschnaufen kann, steht dem Verlierer eine ungemütliche Woche bevor.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
25
29
58
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
25
19
46
3
FC Lugano
FC Lugano
25
11
43
4
FC Basel
FC Basel
25
7
40
5
FC Sion
FC Sion
25
7
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
25
2
36
7
FC Luzern
FC Luzern
25
1
30
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
25
-2
30
9
FC Zürich
FC Zürich
25
-12
28
10
Servette FC
Servette FC
25
-7
27
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
25
-12
21
12
FC Winterthur
FC Winterthur
25
-43
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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