Darum gehts
- Die Trainerwechsel in fünf Super-League-Klubs brachten kaum Punkteschnittverbesserungen
- Dennis Hediger beim FC Zürich scort mit lediglich 0,94 Punkten pro Spiel
- YB-Coach Gerardo Seoane holt 1,11 Punkte – bei Vorgänger Contini waren es 1,83 Punkte
Es ist eine Bilanz, die den Trainerstuhl (fast) jedes Super-League-Coaches mächtig ins Wackeln bringen müsste: Seit 16 Spielen steht Dennis Hediger beim FCZ an der Seitenlinie, und gerade einmal 15 Punkte schauten dabei heraus. So bringt es der Berner nur auf einen Schnitt von 0,94 Zählern pro Partie – eigentlich zu wenig für die Ansprüche des FCZ. Vor allem aber liegt Hediger damit deutlich hinter dem Punkteschnitt seines Vorgängers Mitchell van der Gaag, der im Oktober gehen musste. Der Holländer sammelte mit den Zürchern in elf Spielen einen Punkt mehr als Hediger in seiner bisherigen Amtszeit. Damit kommt Van der Gaag auf einen Punkteschnitt von 1,45.
Doch der FCZ ist nicht der einzige Super-League-Klub, bei dem der neue Trainer seinem Vorgänger punktemässig hinterherhinkt. Am deutlichsten ist der Unterschied beim FCB. Am vergangenen Wochenende spielten die Basler unter Stephan Lichtsteiner das erste Mal ein Unentschieden, wodurch der neue Coach seinen Punkteschnitt sogar noch verbessern konnte. Lichtsteiners Startbilanz: Sechs Spiele, ein Sieg, ein Remis, vier Pleiten. Das ergibt 0,67 Zähler pro Partie. Vorgänger Ludovic Magnin sammelte in seinen 33 Spielen im Schnitt 1,58 Punkte.
Wie in Basel und Zürich sprechen die Zahlen auch in Bern gegen den neuen Trainer Gerardo Seoane und für den entlassenen Giorgio Contini. Der aktuelle YB-Coach kommt nach 19 Partien an seiner alten Wirkungsstätte auf 1,11 Punkte pro Partie. Damit liegt er nicht nur unter seiner Punkteausbeute in Gladbach (1,22), sondern auch deutlich unter Continis Wert. Contini wurde Ende Oktober nach 18 Spielen entlassen. In diesen holte er im Schnitt 1,83 Punkte.
Nur Rahmen ist besser als sein Vorgänger
Auch bei Servette hat sich der Trainerwechsel nur auf den ersten Blick bewährt. Jocelyn Gourvennec liegt mit seiner Ausbeute von 1,11 Punkten pro Spiel zwar klar vor seinem Vorgänger Thomas Häberli (0,75). Allerdings gilt es festzuhalten, dass der Luzerner bereits Anfang August nach nur vier Partien entlassen wurde. Nimmt man bei Häberli die Vorsaison ebenfalls in die Rechnung, kommt er auf einen Schnitt von 1,52 Punkten pro Spiel.
Der fünfte Super-League-Klub, der in dieser Saison bereits den Trainer ausgetauscht hat, ist der FC Winterthur. Und auch beim Tabellenschlusslicht ist nach der 1:5-Klatsche gegen St. Gallen zumindest punktemässig keine Verbesserung zu sehen. In den ersten elf Spielen unter Uli Forte holte Winterthur 0,73 Punkte pro Spiel. Unter dessen Nachfolger Patrick Rahmen sind es 0,71. Was man dem aktuellen Winti-Coach aber zugutehalten muss: Ohne den Cup hat Rahmen (0,8) im Duell mit Forte (0,22) die Nase deutlich vorne.
Der erfolgreichste Trainer der Saison ist wenig überraschend Thuns Mauro Lustrinelli, der es auf unglaubliche 2,32 Punkte pro Spiel bringt. Dahinter folgen Espen-Coach Enrico Maassen (1,96) und Giorgio Contini (1,83). Mit Ludovic Magnin (1,58) schafft es sogar noch ein zweiter entlassener Trainer in die Top fünf.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 25 | 29 | 58 | |
2 | FC St. Gallen | 25 | 19 | 46 | |
3 | FC Lugano | 25 | 11 | 43 | |
4 | FC Basel | 25 | 7 | 40 | |
5 | FC Sion | 25 | 7 | 37 | |
6 | BSC Young Boys | 25 | 2 | 36 | |
7 | FC Luzern | 25 | 1 | 30 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 25 | -2 | 30 | |
9 | FC Zürich | 25 | -12 | 28 | |
10 | Servette FC | 25 | -7 | 27 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 25 | -12 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 25 | -43 | 14 |












