Darum gehts
- Timothé Cognat bleibt trotz Wechselwunsch bei Servette, sagt Trainer Jocelyn Gourvennec
- Cognat deutet nach 0:1 gegen Basel erneut möglichen Abgang an
- Servette-Coach überrascht: «Für mich ist das kein Thema»
Alles klar zwischen Servette und Timothé Cognat (28). Der Mittelfeldspieler, der Ende letzter Saison mit aller Macht wegwollte von Genf, spielt diese Saison bei den Grenats. So erzählte es Trainer Jocelyn Gourvennec (54) vor dem Start der neuen Saison.
Dann sind etwas mehr als 90 Minuten gespielt. Und es stellt sich heraus: Alles unklar zwischen Servette und Timothé Cognat!
Cognat giesst Öl in ein Feuer, das gelöscht schien
Cognat trägt beim 0:1 gegen den FC Basel zwar wie in der Vorbereitung die Captain-Binde. Aber dann wird er nach Spielschluss von den lokalen Medien hoffnungsfroh gefragt, ob er damit ganz sicher ein Genfer bleibe. Und sagt: «Im Moment bin ich da. Ich hatte im letzten Jahr ein Gespräch mit dem Klub. Wir haben vor dieser Saison noch einmal miteinander geredet. Aber man weiss, dass es im Fussball schnell gehen kann.»
Es sind Aussagen, die nur eine Interpretation zulassen: Cognat ist einem Wechsel zumindest nicht abgeneigt. Er giesst Öl in ein Feuer, von dem die meisten gemeint haben, es sei längst gelöscht.
Der Trainer wirkt überrascht
Nachfrage bei Jocelyn Gourvennec. Es hiess doch, Cognat bleibe bis Saisonende. Jetzt redet er von einem möglichen Abgang. Was gilt denn nun? Es ist eine Frage, die den Servette-Trainer an der Medienkonferenz sichtlich überrascht. «Wann hat er das gesagt? Jetzt eben? Nein, nein! Er ist Captain. Ich habe das am Anfang der Saison mit Timo besprochen. Das ist für uns kein Thema.»
Nachfrage: Aber für ihn ja offensichtlich schon? «Vielleicht für ihn», stellt Gourvennec fest, «aber nicht für mich.» Es ist ihm anzusehen, dass er die Baustelle gerade gar nicht braucht.
Schliesslich hat der Servette-Coach genügend Baustellen, um die er sich nach diesem Startspiel kümmern muss: Verteidiger, die dem Gegner Elfmeter schenken wie Houboulang Mendes (28). Ein Mittelfeld, in dem Neuzugang Pedro Naressi (28) zwar schon dirigiert wie einst Karajan, aber dafür das Tempo immer wieder verschleppt. Dazu einen Angriff, der ungefährlicher wirkt als eine gezähmte Weinbergschnecke.
Und jetzt also noch ein Captain, der sich als Fan der Band The Clash outet und entsprechend fragt: «Soll ich bleiben – oder soll ich gehen?» Gourvennec und Servette haben sich den Saisonstart sicher gemütlicher vorgestellt.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 1 | 2 | 3 | |
2 | FC Basel | 1 | 1 | 3 | |
3 | Grasshopper Club Zürich | 1 | 0 | 1 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 1 | 0 | 1 | |
5 | FC Lugano | 0 | 0 | 0 | |
5 | FC Sion | 0 | 0 | 0 | |
5 | FC St. Gallen | 0 | 0 | 0 | |
5 | FC Vaduz | 0 | 0 | 0 | |
5 | FC Zürich | 0 | 0 | 0 | |
5 | BSC Young Boys | 0 | 0 | 0 | |
11 | Servette FC | 1 | -1 | 0 | |
12 | FC Luzern | 1 | -2 | 0 |
