Das Basler Transferzeugnis
Was der FCB bereuen könnte und was überrascht

FCB-Sportchef Daniel Stucki hat seine Hausaufgaben gemacht, trotzdem stellt sich die eine oder andere Frage. Hätte nicht eher ein Innenverteidiger geholt werden müssen? Und wie stark ärgert man sich über den Sanches-Transfer zu YB? Die Transferbilanz des FCB.
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Tobias WedermannFussballchef

Der Königstransfer

Ganz neu ist Metinho (22) nicht. Schon im letzten Wintertransferfenster war er der Königstransfer im Meisterrennen – dies allerdings ohne Kaufoption. Nach langen Verhandlungen mit der City Group und dem unbedingten Willen des Spielers, fix nach Basel zu wechseln, hat es der FCB dennoch geschafft, Metinho zu verpflichten. In Sachen Balleroberung, defensiver Stärke, Laufbereitschaft und Passgenauigkeit gehört der im Kongo geborene Brasilianer schon jetzt zu den besten der Liga – und ist die ideale Ergänzung zu Xherdan Shaqiri (33).

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Moritz Broschinski (24) hat bislang beim FCB noch keine grossen Stricke zerrissen.
Foto: TOTO MARTI

Der schmerzhafteste Abgang

Da gibt’s wohl keine zwei Meinungen: Leon Avdullahu (21). Der neue kosovarische Nationalspieler hat seinen Jugendklub in Richtung Hoffenheim verlassen. Unaufgeregt, teils gar unauffällig, war Avdullahu im defensiven Mittelfeld der Meistermannschaft einer der ganz grossen Leistungsträger – und hinterlässt mit seinem Abgang und Spielerprofil eine Lücke im FCB-Mittelfeld.

Der Ladenhüter

Juan Gauto (21) hat etwas geschafft, was nur wenige Spieler beim FCB in den letzten Jahren geschafft haben: Er hat seinen Marktwert geviertelt. Dem einstigen argentinischen Toptalent ist es auch in diesem Sommer nicht gelungen, sich nur schon in die Nähe des Kaders zu spielen oder sich für einen Leihklub anzubieten. Ganz im Gegenteil: Er steht nicht einmal auf der aktuellsten Kontingentsliste der Basler.

Die ungelöste Frage

Auf diversen Positionen ist man doppelt und dreifach besetzt. Doch reicht das Sturmzentrum für die Titelverteidigung und Europa? Kevin Carlos (24) machte den Abflug in Richtung Nizza. Albian Ajeti (28) war in der Rückrunde gesetzt, hat allerdings leichte Ladehemmungen. Moritz Broschinski (24) hatte in seiner bisherigen Profikarriere eine sehr dürftige Torausbeute. Eine weitere Möglichkeit wäre etwa, Philip Otele (26) auch mal im Sturmzentrum laufenzulassen. Doch ist es der Anspruch des FCB, auf Experimente angewiesen zu sein – oder wird man die dünne Besetzung noch bereuen?

Die Sportchef-Note: 5

Über den ganzen Sommer forderte Xherdan Shaqiri Erfahrung in der Innenverteidigung. Gekommen ist sie lange nicht. Erst kurz vor Transferschluss verpflichtete man Flavius Daniliuc (24), der immerhin bereits 59 Serie-A- und 49 Ligue-1-Spiele absolviert hat. Unbedingt halten wollte man die Star-Flügel Otele und Bénie Traoré (22), zudem sollte Metinho fest verpflichtet werden. Vor allem im Falle der beiden Flügel ist das etwas überraschend gelungen. Hinzu kommt ein absolut solider Transfer von Keigo Tsunemoto (26) und Spieler mit vielversprechendem Potenzial wie Ibrahim Salah (24) oder Jeremy Agbonifo (19). Einzig bei Koba Koindredi (23) gibt es nach dem Saisonstart noch Fragezeichen, ob er die Erwartungen erfüllen kann – und ob man sich nicht doch ärgern wird, dass man bei Toptalent Alvyn Sanches (22) nicht zugeschlagen hat.

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals am 10. September 2025.

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TD
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1
FC Thun
FC Thun
35
35
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2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
34
25
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3
FC Lugano
FC Lugano
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13
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4
FC Basel
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6
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FC Sion
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34
18
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6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
34
4
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
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TD
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1
FC Luzern
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35
6
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2
Servette FC
Servette FC
34
2
43
3
FC Lausanne-Sport
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35
-9
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4
FC Zürich
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35
-21
35
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
34
-26
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
35
-53
20
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