Darum gehts
- FC Winterthur verliert am Samstag 1:2 gegen St. Gallen
- Umstrittener VAR-Penalty in Nachspielzeit sorgt für Diskussionen
- Winterthur bleibt Tabellenletzter der Super League mit 14 Punkten
«Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss.» Dieses berühmte Zitat trifft am Samstagabend im Kybunpark auch auf den FC Winterthur zu. Der Tabellenletzte der Super League zeigt seine seit Wochen beste Leistung, wird aber wegen eines umstrittenen Penaltys in der Nachspielzeit nach Eingriff des VAR um die Früchte seiner Arbeit gebracht und tritt nach dem 1:2 die Heimreise ohne Punkte im Gepäck an.
Während für St. Gallens Trainer Enrico Maassen alle drei umstrittenen Entscheide des Abends, die zwei für das Heimteam gepfiffenen Penaltys sowie das wegen Hands aberkannte Tor von Doppeltorschütze Alessandro Vogt beim Stand von 0:1, seine Richtigkeit haben, muss sich sein Gegenüber Patrick Rahmen auf die Lippen beissen, als er auf die Szenen angesprochen wird. «Ich sage nichts dazu. Ich sage es denjenigen, die es direkt betrifft», so der Winti-Coach.
Dass Rahmen angefressen ist, ist spürbar. Und man kann es verstehen. Denn beim ersten Penalty vor der Pause, den Carlo Boukhalfa verschiesst, gibt es keinen Grund, dass der VAR eingreift, da es kein klarer Fehlentscheid ist. Und bei der Szene in der Nachspielzeit, als Luca Zuffi der Ball im Luftkampf im Duell mit Alessandro Vogt an die Hand springt, wird der Winterthurer von seinem Gegenspieler leicht gestossen. Schiedsrichterin Désirée Blanco sieht am Bildschirm allerdings nur Bilder, die das Handspiel, aber nicht den möglichen Schubser zeigen.
«Ein wichtiges Lebenszeichen»
Doch Winti scheitert an diesem Abend nicht nur am fehlenden VAR-Glück, sondern auch am eigenen Unvermögen. Kurz nach dem Ausgleich von Vogt bietet sich Joker Nishan Burkart die Riesenchance, den Underdog wieder in Führung zu bringen, als er allein auf Zigi zuläuft. Und nach dem verwandelten Penalty von Vogt vergibt Mirlind Kryeziu mit der letzten guten Szene einer intensiven, aber von vielen Duellen und Fouls geprägten Partie den Ausgleich, als er den Ball über das Tor hämmert.
Trotz der bitteren Pille und den fehlenden Punkten schöpft Rahmen aber auch Mut aus dem Auftritt. «Die letzten Wochen waren hart, deswegen war es wichtig, dass wir ein Lebenszeichen von uns gegeben haben.» Seine Mannschaft, die nach den vier Kanterniederlagen zuletzt auch medial ziemlich Prügel einstecken musste, nimmt er in Schutz. «Sie arbeitet sehr gewissenhaft und ist solidarisch.» Die Hoffnung haben die Winterthurer noch nicht aufgegeben. «Wir werden uns bis zuletzt gegen den Abstieg stemmen.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 27 | 33 | 64 | |
2 | FC St. Gallen | 27 | 20 | 50 | |
3 | FC Lugano | 26 | 12 | 46 | |
4 | FC Sion | 27 | 9 | 41 | |
5 | FC Basel | 26 | 5 | 40 | |
6 | BSC Young Boys | 26 | 0 | 36 | |
7 | FC Luzern | 27 | 2 | 33 | |
8 | FC Zürich | 26 | -11 | 31 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 26 | -3 | 30 | |
10 | Servette FC | 27 | -7 | 29 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 26 | -13 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 27 | -47 | 14 |


