Basel leidet an Lausanne-Fluch
FCB-Trainer Lichtsteiner steht schon unter Zugzwang

Lausanne bleibt dank eines Traumtors der Angstgegner des FC Basel. Coach Stephan Lichtsteiner (42) steht nach dem zweiten Spiel schon unter Druck.
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Basel verliert gegen Lausanne mit 1:0.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

Nach Abpfiff brüllen die Lausanner ihre eigene Kabine zusammen und feiern, als hätten sie sich soeben für das internationale Geschäft qualifiziert. Dabei ists ein Mini-Mini-Mini-Sieg. Mit nur einem Torschuss entführen die Waadtländer drei Punkte aus Basel. Weil Metinho kurz vor Schluss nach einem Eckball direkt in die Füsse von Florent Mollet klärt. Und dieser am 1. August einen richtigen Kracher zündet. Mit links in den linken Winkel.

Es ist ein Traumtor, der die über 24 000 Fans im Joggeli nach Abpfiff zu einem gellenden Pfeifkonzert animiert. Erst werden die Anhänger 90 Minuten lang mit einem gähnend langweiligen Spiel gefoltert, dann kriegen sie kurz vor Schluss auch noch aufs Dach. Und mit dieser Niederlage geht der fast schon unheimliche Fluch des FCB weiter. Aus den letzten neun Spielen gegen Lausanne resultierte nur ein rotblauer Heimsieg. 

Fehlende Automatismen

Vor dem Spiel hatte sich FCB-Coach Lichtsteiner «ein aufschlussreiches Spiel für uns» erhofft, hinterher spricht er von «fehlenden Automatismen.» Und die bräuchten Zeit.

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Zeit, die der Jung-Trainer nicht hat. Nach nur vier Torschüssen in den ersten beiden Spielen und nur einem Penaltytor steht Lichtsteiner bislang nicht für offensiven Hurra-Fussball. Im Gegenteil. Die Defensive scheint Trumpf zu sein. Und sie lässt weder gegen Servette noch gegen Lausanne kaum etwas zu.

Umso ärgerlicher, dass die Waadtländer das Spiel mit nur einem Torschuss gewinnen. Oder um es mit Basel-Rückkehrer Jonas Omlin zu sagen: «Sie hatten eine halbe Chance und machen ein Tor. Ich hatte nicht viel zu tun. Das ist frustrierend.»

FCB braucht Leistungssteigerung

So frustrierend wie es für die beiden jungen Spieler Ludwig Malachwoski (21) und Kazeem Olaigbe (23) gewesen sein muss, bereits in der Pause von Lichtsteiner ausgewechselt zu werden. «Wir hatten nicht die Kontrolle, die ich mir vorstelle. Und wir haben die Positionen nicht gehalten», antwortet der FCB-Trainer auf die Gründe der Auswechslung.

Mit Asane Sow kommt zwar ein Spieler mit Drive, der zu Beginn die eine oder andere gute Aktion hat. Am Ende aber ists zu wenig, was der FCB dem eigenen Anhang bietet.

Dessen dürfte sich auch Lichtsteiner bewusst sein. Am nächsten Sonntag kommt der Meister aus dem Berner Oberland ins Joggeli. Zeigen die Bebbi erneut einen derart uninspirierten Auftritt, der Druck auf den FCB-Trainer nähme noch einmal gehörig zu.

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FC Lugano
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FC St. Gallen
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FC Zürich
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FC Basel
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