«Wir haben Worten Taten folgen lassen»
Glückskind Yakin – sogar der improvisierte Matchplan ging auf

Die Schweiz hat Historisches erreicht – und das, obwohl die Vorzeichen für das Spiel gegen Kolumbien nach dem Manzambi-Schock alles andere als ideal waren. Nicht alles, was Yakin machte, funktionierte, doch am Schluss ging dank Penalty-Held Kobel alles auf.
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Murat Yakin hat sein Strahlen wiedergefunden.
Foto: TOTO MARTI

Da sitzt Murat Yakin. Sein Lächeln ist sanft. Seine Augen leuchten. Man spürt, dass er den Moment geniesst, als er an der Pressekonferenz die verrückten 120 Minuten sowie das nervenaufreibende Penaltyschiessen Revue passieren lässt. Die Schweiz hat Historisches erreicht. Endlich ist der Fluch der Achtelfinal-Niederlagen an Weltmeisterschaften besiegt. «Wir haben den Worten Taten folgen lassen», so Yakin.

Der Nati-Trainer gibt ausführlich Antwort: zu Penalty-Held Gregor Kobel, zum Innenverteidiger Nico Elvedi, der ein überragendes Spiel gemacht hat, zu dem Penalty-Workshop, den sie vor der WM abgehalten haben, und über seinen Matchplan, «von dem vieles aufgegangen ist».

Nati-Coach Yakin nach Achtelfinal-Sieg gegen Kolumbien
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«Historischer Moment»:Nati-Coach Yakin nach Achtelfinal-Sieg gegen Kolumbien

Nach Manzambi-Schock war Innovation gefragt

Gut 24 Stunden zuvor war die Laune des Nati-Trainers noch eine ganz andere. Yakin wirkte extrem angespannt, die Verletzung, die sich Johan Manzambi im Abschlusstraining zugezogen hatte, drückte auf die Stimmung. «Es war für uns alle ein Schock, wir haben alle gelitten», so Yakin.

Kommt hinzu: Da die Verletzung erst ganz am Ende des Trainings passierte, blieb dem Coach in der Praxis keine Möglichkeit mehr, ein neues System bzw. eine neue Taktik auf dem Platz einzustudieren. «Wir mussten den Matchplan anpassen. Und wir wussten, dass das Spiel vielleicht nicht schon nach 90 oder 120 Minuten entschieden sein wird.» Innovation war gefragt.

Yakins Wahl in der Startaufstellung fiel neben Fabian Rieder auf Ardon Jashari, da Ruben Vargas ebenfalls angeschlagen war und deswegen nicht von Beginn an spielen konnte. Doch dem Mittelfeldspieler von Milan war in seinem zehnten Länderspiel anzumerken, dass er an der WM erst ein paar Minuten im Startspiel gegen Katar zum Einsatz gekommen war. Jashari wirkte, mal als zweite Sturmspitze, mal im offensiven Mittelfeld, oft wie ein Fremdkörper.

Yakins Plan funktionierte nicht. Die Nati fand bis zur ersten Hydration Break gar nicht ins Spiel, was vor allem auch bei Captain Granit Xhaka für Frust sorgte. Auch wenn es danach etwas besser lief, gestand der Nati-Trainer in der Pause den Fehler ein («Die Statik hatte nicht gepasst»), indem er Jashari durch Djibril Sow ersetzte. Dieser fand sofort ins Spiel und zeigte eine gute Leistung. 

Drei Penaltyschützen eingewechselt

Yakin setzte seine Strategie der frühen Wechsel auch danach fort, nahm bereits vor Ende der regulären Spielzeit fünf Auswechselungen vor und Rodriguez, Embolo, Zakaria und Ndoye vom Platz. Den zusätzlichen sechsten und letzten Wechsel vollzog er bereits in der 103. Minute, als er mit Zeki Amdouni wie zuvor mit Cedric Itten und Ruben Vargas einen dritten später erfolgreichen Penaltyschützen brachte. Stilsicher wirkte dabei nicht alles. Die Nati brauchte in einigen Szenen in der Verlängerung auch das Glück des Tüchtigen, um in diesem Abnützungskampf am Ende obenauf zu schwingen.

Am Schluss interessierte das im Schweizer Lager aber niemanden. Auch die Abschlussfrage eines kolumbianischen Journalisten, ob der Sieg der Schweiz verdient war, konnte an Yakins guter Laune nichts mehr ändern. «Ob verdient oder nicht, am Ende sind wir eine Runde weiter, das ist das Entscheidende.» Und sein improvisierter Matchplan ging doch irgendwie auf.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
3
6
9
2
Südafrika
Südafrika
3
-1
4
3
Südkorea
Südkorea
3
-1
3
4
Tschechien
Tschechien
3
-4
1
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
3
4
7
2
Kanada
Kanada
3
5
4
3
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
3
-1
4
4
Katar
Katar
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
3
6
7
2
Marokko
Marokko
3
3
7
3
Schottland
Schottland
3
-3
3
4
Haiti
Haiti
3
-6
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
3
4
6
2
Australien
Australien
3
0
4
3
Paraguay
Paraguay
3
-2
4
4
Türkei
Türkei
3
-2
3
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
3
6
6
2
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
3
2
6
3
Ecuador
Ecuador
3
0
4
4
Curacao
Curacao
3
-8
1
K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
3
6
7
2
Japan
Japan
3
4
5
3
Schweden
Schweden
3
0
4
4
Tunesien
Tunesien
3
-10
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
3
4
5
2
Ägypten
Ägypten
3
2
5
3
Iran
Iran
3
0
3
4
Neuseeland
Neuseeland
3
-6
1
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
5
7
2
Kap Verde
Kap Verde
3
0
3
3
Uruguay
Uruguay
3
-1
2
4
Saudi Arabien
Saudi Arabien
3
-4
2
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
8
9
2
Norwegen
Norwegen
3
1
6
3
Senegal
Senegal
3
2
3
4
Irak
Irak
3
-11
0
K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
3
7
9
2
Österreich
Österreich
3
0
4
3
Algerien
Algerien
3
-2
4
4
Jordanien
Jordanien
3
-5
0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kolumbien
Kolumbien
3
3
7
2
Portugal
Portugal
3
5
5
3
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
3
1
4
4
Usbekistan
Usbekistan
3
-9
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
3
4
7
2
Kroatien
Kroatien
3
0
6
3
Ghana
Ghana
3
0
4
4
Panama
Panama
3
-4
0
K.o.-Phase
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