Visum-Experte kritisiert das Vorgehen des SFV
«Diese Feuerwehrübung hätte verhindert werden können»

Aufgrund der nicht genehmigten Einreisebewilligung verspätet sich die Ankunft von Breel Embolo im Nati-Camp in San Diego weiter. Der auf Visafragen spezialisierte Rechtsanwalt Lorenz Wolffers kritisiert den SFV und erklärt, wie der Fall hätte verhindert werden können.
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Der Abflug von Breel Embolo in die USA verzögert sich weiter.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Breel Embolo (29) darf wegen Visaproblemen nicht in die USA reisen
  • Sein ESTA wurde wegen einer Verurteilung von 2018 für ungültig erklärt
  • SFV hätte frühzeitig ein Visum beantragen können, sagt ein Rechtsexperte
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Der Fall Breel Embolo (29) zieht sich weiter in die Länge. Auch am Donnerstag konnte der Nati-Stürmer noch nicht in die USA fliegen, nachdem der Nati-Stürmer am Dienstag stehengeblieben war und nicht mit dem Nati-Tross nach Los Angeles hatte reisen können.

Embolo wurde dabei von seiner Vergangenheit eingeholt, ist er doch seit April dieses Jahres wegen eines auf 2018 zurückgehenden Falls rechtmässig verurteilt. Sein im letzten Mai beantragtes und genehmigtes ESTA war nicht mehr gültig, sodass er am Mittwoch persönlich bei der US-Botschaft in Bern ein Visum beantragen musste. Noch ist der Fall hängig.

Die Frage, die sich stellt: Wer trägt die Schuld, dass der beste Schweizer Stürmer erst mit Verzögerung in die USA reisen darf? Hätte das ganze Theater verhindert werden können? Und welche Rolle spielt der Schweizerische Fussballverband?

Klar ist, dass der SFV auf dem falschen Fuss erwischt worden ist und die Tragweite des Falls unterschätzt hat. Am Dienstag, noch bevor die Mannschaft abgeflogen ist, war man guten Mutes, dass Embolo innerhalb von 24 Stunden nachreisen würde. Dass dieser erst am Check-In-Schalter gestoppt worden ist, hat damit zu tun, dass die Airline einige Stunden vor Abflug die Passagierdaten an die amerikanischen Behörden schickt und das System einen Datenabgleich vornimmt.

SFV hätte proaktiv handeln müssen

Lorenz Wolffers (63), ein in New York domestizierter und auf Visa-Fragen spezialisierter Rechtsanwalt, sagt, dass der Verband proaktiv hätte handeln müssen: «Der SFV hätte schon vor Monaten bei der Botschaft in Bern einen Antrag für ein B-1-Visum stellen können. Dabei hätte das Problem mit dem Strafverfahren offengelegt werden müssen. Und da es sich bei der WM um einen Spezialfall handelt, wäre der Visumsantrag mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gutgeheissen worden», so der schweizerisch-amerikanische Doppelbürger gegenüber Blick.

Laut Wolffers raten US-Botschaften und Konsulate weltweit ausdrücklich davon ab, für die Einreise in die USA ein ESTA zu verwenden, wenn jemand verhaftet oder verurteilt worden ist. «Jeder Anwalt, der sein Geld wert ist, würde in einem solchen Fall klar von einem ESTA abraten und stattdessen darauf drängen, dass sein Klient ein Visum beantragt, weil das mehr Sicherheit und Klarheit bedeutet», so Wolffers. «Warum dies bei Embolo nicht geschehen ist, ist mir schleierhaft. Wäre das mit der notwendigen Sorgfalt angegangen worden, bräuchte es nun nicht diese Feuerwehrübung, denn mit einem Visum hätte er ohne weitere Probleme mit der Mannschaft in die USA reisen können.»

Keine Schikane

Auch die Aussagen von SFV-Medienchef Adrian Arnold am Mittwoch an der Pressekonferenz in San Diego sieht Wolffers kritisch. Arnold hatte gesagt, dass die Frage auf dem ESTA-Formular, ob eine Person jemals verhaftet oder wegen einer Straftat verurteilt worden sei, die zu erheblichen Sachschäden oder zu schwerem Schaden an einer anderen Person oder einer staatlichen Behörde geführt habe, bei Embolo aus Sicht des Verbandes noch immer mit Nein beantwortet werden könne.

Die Fragestellung auf dem ESTA-Formular sei zwar in der Tat wenig erhellend und für Laien praktisch unverständlich, so Wolffers. «Insbesondere, weil nicht klar definiert ist, was «serious harm» (schwerer Schaden) bedeutet. Aber mit formaljuristischen Argumenten schiesst man keine Tore, weder auf dem Fussballplatz noch bei der US-Einwanderungsbehörde.»

Wäre es auch möglich, dass der SFV aufgrund der politischen Spannungen bewusst schikaniert wird oder dass die USA an Embolo ein Exempel statuieren will? Wolffers Antwort: «Herr Embolo wird nicht anders behandelt als viele andere, weniger prominente Personen.»

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Gruppe B
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Kanada
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2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
Schottland
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K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
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USA
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Ecuador
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K.o.-Phase
Gruppe F
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Niederlande
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Tunesien
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Ägypten
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Iran
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Spanien
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Kap Verde
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Uruguay
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Irak
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Algerien
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Österreich
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Gruppe K
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
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Kolumbien
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