Topnote für den Nati-Trainer
Das ist das Jahreszeugnis von Murat Yakin

Das Nati-Jahr ist vorbei. Zeit, um Trainer Murat Yakin in sechs Fächern seine Noten zu verteilen.
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Zum zweiten Mal unter Murat Yakin qualifiziert sich die Nati ungeschlagen für eine WM, dementsprechend positiv fällt auch das Zeugnis des Nati-Trainers aus.
Foto: TOTO MARTI

Resultate: Note 6

Erstmals seit 1946 blieb die Nati in einem Kalenderjahr ungeschlagen. Die schwierige Quali-Gruppe überstand sie wider Erwarten sehr souverän und ohne Niederlage, womit die Nati unter Yakin weiterhin in WM-Quali-Spielen ohne Niederlage ist. Die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmt, die Nati zeigte attraktiven Fussball, fiel aber nie aus seiner defensiven Organisation.

Taktik und Coaching: Note 6

Yakin kehrte zum 4-2-3-1-System zurück und lag damit goldrichtig. Der Nati-Trainer setzte auf Kontinuität und nahm kaum Wechsel vor, weil mit Ausnahme von Remo Freuler im letzten Zusammenzug die Stammspieler im Herbst gesund und in Form waren. Yakin schenkte Nico Elvedi, zuvor ein Wackelkandidat, wieder das Vertrauen, was sich auszahlte. Auch mit anderen Entscheiden lag der Nati-Trainer fast immer richtig. Johan Manzambi entwickelte sich zum Super-Joker und traf in beiden Spielen gegen Schweden kurz nach seiner Einwechslung. Der Coaching-Staff hat zudem intensiv bei Standards angesetzt, die den perfekten Start in die WM-Quali lanciert haben.

Entwicklung: Note 4

Zwar hat Yakin im ersten Zusammenzug im März viele Spieler getestet, doch das Gerüst dieser Nati hat sich seit der EM 2024 nicht verändert. Miro Muheim, Isaac Schmidt, Luca Jaquez, Aurèle Amenda und Simon Sohm sind nun zwar regelmässig mit dabei, der Einzige, der sich in diesem Jahr aber zu einer valablen Option entwickelt hat, ist Manzambi. Ardon Jashari sowie Alyvn Sanches, Überflieger im Frühjahr, kehren zudem zurück nach langer Verletzung. Mit Leon Avdullahu sowie Albian Hajdari hat man aber verpasst, zwei vielversprechende und einheimische Talente zu binden, während man lieber in Argentinien oder Dänemark nach Doppelbürgern gesucht hat.

Kommunikation: Note 5

Der perfekte Kommunikator wird Yakin nie werden. Noch immer verliert er an Pressekonferenzen gelegentlich den roten Faden. Im Fall von positiven Resultaten ist das kein Problem, da Yakin Coolness und Gelassenheit ausstrahlt und vieles weglächelt. Mit ein Grund für inexistente Nebengeräusche. Auch als Xherdan Shaqiri nach seiner Meistersaison bei Basel wieder zum Thema wurde und dieser den Nati-Trainer kommunikativ auszudribbeln versuchte, liess sich Yakin nicht aus seiner Ruhe bringen. In den Bemühungen um Avdullahu und Hajdari, die sich für den Kosovo entschieden, wirkte Yakin kommunikativ etwas alleingelassen vom Verband. Bei Noah Okafor hätte womöglich eine frühere Kommunikation des Nati-Trainers dazu führen können, dass dieser nicht einen Hilferuf zur Unzeit absetzte.

Personalentscheide: Note 6

Mit Davide Callà holte Yakin als Nachfolger von Giorgio Contini die perfekte Ergänzung an Bord. Dieser ist ein klassischer Assistenztrainer, hält sich im Hintergrund, trägt dank seiner positiven und humorvollen Art aber viel zum guten Klima im SFV-Tross bei. Auch der Rest des Staffs ist näher zusammengerückt. Zudem scheint der Mentalcoach im Rahmen der USA-Reise kein Fehlgriff gewesen zu sein.

Führungsstärke: Note 5

Yakin hat nach dem Krisenherbst 2023 begriffen, dass er die Führungsspieler und allen voran Captain Granit Xhaka ins Boot holen muss. Diese Philosophie setzte er auch 2025 fort. Xhaka, Manuel Akanji und Breel Embolo sind die klaren Chefs dieser Nati, ihr Wort hat grosses Gewicht. Yakin schätzt ihre Meinung und zieht sie bei Entscheiden mit ein. Auch Gregor Kobel und Remo Freuler sind Führungsspieler. Sie alle haben das Vertrauen, das Yakin ihnen schenkt, mit Leistung zurückbezahlt.

Gesamtnote: 5,33 

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WM-Quali Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
6
13
15
2
Slowakei
Slowakei
6
-2
12
3
Nordirland
Nordirland
6
1
9
4
Luxemburg
Luxemburg
6
-12
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
6
12
14
2
Kosovo
Kosovo
6
1
11
3
Slowenien
Slowenien
6
-5
4
4
Schweden
Schweden
6
-8
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schottland
Schottland
6
6
13
2
Dänemark
Dänemark
6
9
11
3
Griechenland
Griechenland
6
-2
7
4
Belarus
Belarus
6
-13
2
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
6
12
16
2
Ukraine
Ukraine
6
-1
10
3
Island
Island
6
2
7
4
Aserbaidschan
Aserbaidschan
6
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
6
19
16
2
Türkei
Türkei
6
5
13
3
Georgien
Georgien
6
-8
3
4
Bulgarien
Bulgarien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
6
13
13
2
Irland
Irland
6
2
10
3
Ungarn
Ungarn
6
1
8
4
Armenien
Armenien
6
-16
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
8
23
20
2
Polen
Polen
8
7
17
3
Finnland
Finnland
8
-6
10
4
Malta
Malta
8
-15
5
5
Litauen
Litauen
8
-9
3
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Österreich
Österreich
8
18
19
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
8
10
17
3
Rumänien
Rumänien
8
9
13
4
Zypern
Zypern
8
0
8
5
San Marino
San Marino
8
-37
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
8
32
24
2
Italien
Italien
8
9
18
3
Israel
Israel
8
-1
12
4
Estland
Estland
8
-13
4
5
Moldawien
Moldawien
8
-27
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
8
22
18
2
Wales
Wales
8
10
16
3
Nordmazedonien
Nordmazedonien
8
3
13
4
Kasachstan
Kasachstan
8
-4
8
5
Liechtenstein
Liechtenstein
8
-31
0
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
8
22
24
2
Albanien
Albanien
8
2
14
3
Serbien
Serbien
8
-1
13
4
Lettland
Lettland
8
-10
5
5
Andorra
Andorra
8
-13
1
Qualifiziert
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kroatien
Kroatien
8
22
22
2
Tschechien
Tschechien
8
10
16
3
Färöer
Färöer
8
2
12
4
Montenegro
Montenegro
8
-9
9
5
Gibraltar
Gibraltar
8
-25
0
Qualifiziert
Playoffs
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