Hier verschiesst Rodriguez den Penalty gegen Frankreich
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Das tut den Schweizern weh:Hier verschiesst Rodriguez den Penalty gegen Frankreich

So war es wirklich
Ricardo Rodriguez packt über Penalty-Drama aus

Nach seinen Ferien auf Ibiza redet Ricardo Rodriguez (28) über seine Zukunft bei Torino, verschossene Penaltys und über Verantwortung und Druck.
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Noch geniesst Ricardo Rodriguez die Ferien nach der EM.
Foto: keystone-sda.ch
Michael Wegmann

Blick: Ricardo Rodriguez, konnten Sie in den Tagen auf Ibiza abschalten?
Ricardo Rodriguez:
Ja. Es war top, und das Wetter im Gegensatz zur Schweiz fantastisch. Aber die Ferien sind schon wieder fast vorbei. Am 23. Juli werde ich wieder beim FC Torino ins Training einsteigen. Doch wenn ich sehe, dass Seferovic und Gavranovic schon wieder gespielt haben, hatte ich ja gerade noch Glück.

Bleiben Sie bei Torino? Immerhin sassen Sie vor der EM dort ja mehrheitlich auf der Bank.
Davon gehe ich jetzt mal aus, ich habe ja noch drei Jahre Vertrag. Nicole und ich fühlen uns sehr wohl in Turin. Aber falls es anders kommen sollte, werde ich sicher informiert. Grundsätzlich gibt es aber sicher schlimmere Schicksalsschläge, als einen Fussballer, der ein paar Wochen auf der Bank sitzen muss. Auch wenn das für die EM nicht die besten Voraussetzungen waren.

Wie meinen Sie das?
Von null auf hundert und dann zu liefern, ist nicht so einfach. Ich finde, dass ich an dieser EM meinen Job gut gemacht habe.

Ziehen Sie eine kurze persönliche EM-Bilanz.
Solide bis gut gegen Wales. Weniger gut, wie die ganze Mannschaft, gegen Italien. Und dann gegen die Türkei, Frankreich und Spanien war ich sehr zufrieden. Mit Ausnahme des verschossenen Penaltys gegen Frankreich natürlich.

Um den Penalty kommen wir nicht drumherum.
Das habe ich mir gedacht. Was wollen Sie wissen?

Warum sind Sie überhaupt angetreten, nachdem Sie zwei in Serie verschossen hatten?
Weil ich vom Trainer als Schütze nominiert wurde und weil ich mich gut gefühlt habe.

Was heisst nominiert?
Vladimir Petkovic schreibt vor dem Spiel jeweils zwei, drei Namen auf, die als Penaltyschützen in Frage kommen.

Persönlich

Ricardo Rodriguez (28) wächst als Sohn einer Chilenin und eines Spaniers in Zürich-Schwamendingen auf – als der mittlere von drei Brüdern, allesamt Fussballer. Er ist der erfolgreichste. Er wird beim FC Zürich gross, bevor er ins Ausland wechselt. Mit Wolfsburg gewinnt er den DFB-Pokal und den Supercup. Er spielt danach für die AC Milan, PSV Eindhoven und seit letztem Jahr für Torino. Mit seinem Kumpel Granit Xhaka gewinnt er 2009 die U17-WM. Für die A-Nati spielt er 86-mal. Rodriguez besticht meist mit abgeklärtem Auftritt und galt lange als sicherer Penaltyschütze – bis er dreimal in Serie scheiterte, zuletzt gegen Frankreich.

Ricardo Rodriguez (28) wächst als Sohn einer Chilenin und eines Spaniers in Zürich-Schwamendingen auf – als der mittlere von drei Brüdern, allesamt Fussballer. Er ist der erfolgreichste. Er wird beim FC Zürich gross, bevor er ins Ausland wechselt. Mit Wolfsburg gewinnt er den DFB-Pokal und den Supercup. Er spielt danach für die AC Milan, PSV Eindhoven und seit letztem Jahr für Torino. Mit seinem Kumpel Granit Xhaka gewinnt er 2009 die U17-WM. Für die A-Nati spielt er 86-mal. Rodriguez besticht meist mit abgeklärtem Auftritt und galt lange als sicherer Penaltyschütze – bis er dreimal in Serie scheiterte, zuletzt gegen Frankreich.

Welche Namen standen noch auf dem Zettel?
Ich glaube Shaqiri. Aber meiner stand zuoberst und wie gesagt: Ich fühlte mich gut, sonst wäre ich nicht angetreten. Und man muss sagen: So schlecht war der Penalty ja nicht getreten, Hugo Lloris hat das im Tor auch sehr gut gemacht.

Und was ging Ihnen nach dem Fehlschuss durch den Kopf?
Ich war sauer auf mich, dass ich das wohl vorentscheidende 2:0 vergeigt habe. Aber ich habe nicht den Kopf hängen lassen und weitergekämpft. Danach war ich natürlich glücklich, dass wir es geschafft haben, den 1:3-Rückstand noch aufzuholen. Nach dem Penaltyschiessen redete dann keiner über meinen Fehlschuss, dafür über denjenigen von Kylian Mbappé. Nur von den Teamkollegen musste ich mir Sprüche anhören.

Danach haben Sie entschieden, keine Penaltys mehr zu schiessen?
Nein, das stimmt nicht. Ich habe keine Angst, egal wie viele ich verschiesse. Wissen Sie was: Im Penaltyschiessen gegen Spanien hätte ich den fünften geschossen, leider ist es nicht mehr dazu gekommen.

Nach drei Fehlschüssen in Serie haben Sie sich nochmals gemeldet?
Ja. Ich verstecke mich nicht. Ich würde mich schlechter fühlen, wenn ich mich vor der Verantwortung drücken und mich verschlaufen würde, als wenn ich verschiesse. Ich bin seit zehn Jahren in der Nati, ich kann mit Druck und Kritik umgehen. Ich habe schon einige wichtige Penaltys verwandelt und ein paar verschossen.

Und warum ausgerechnet den Letzten?
Eigentlich war ich als vierter Schütze vorgesehen und Ruben Vargas als Fünfter. Dann habe ich mich gefragt: Wieso muss der Jüngste den letzten Penalty schiessen? Das ist sehr viel Verantwortung für einen 22-Jährigen. Deswegen habe ihm dann angeboten, dass ich den Letzten übernehme. Lieber stecke ich die Prügel ein, wenn ich verschiesse. Dass ich die Kritik wegstecken könnte, wusste ich ja. Leider war dann schon nach dem vierten Schuss Schluss.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
Mexiko
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0
0
2
Südafrika
Südafrika
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0
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Südkorea
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0
0
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4
Tschechien
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K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
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1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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3
Katar
Katar
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Schweiz
Schweiz
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K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
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PT
1
Brasilien
Brasilien
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0
0
2
Marokko
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Haiti
Haiti
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Schottland
Schottland
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K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
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USA
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0
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0
2
Paraguay
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3
Australien
Australien
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0
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4
Türkei
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K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
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1
Deutschland
Deutschland
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0
2
Curacao
Curacao
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Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
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Ecuador
Ecuador
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K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
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Niederlande
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Japan
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Schweden
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Tunesien
Tunesien
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Gruppe G
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Belgien
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Ägypten
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Neuseeland
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Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
Uruguay
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K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
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Frankreich
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Senegal
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Irak
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Norwegen
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Mannschaft
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Argentinien
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Algerien
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Österreich
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Jordanien
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K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
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Portugal
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0
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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K.o.-Phase
Gruppe L
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