Die U21-Nati steht unter Druck. In Frankreich ist sie zum Siegen verdammt, wenn sie den zweiten Platz und damit die Playoffs für die EM-Qualifikation aus eigener Kraft sichern will. Verliert sie und gewinnt gleichzeitig Island gegen die Färöer, ist es Tatsache, dass man zum zweiten Mal in Folge das Turnier verpasst.
Vor dem wichtigen Duell in Orléans gibt sich Trainer Alex Frei (47) wortkarg. Aus gesundheitlichen Gründen sagt er gar die Online-Pressekonferenz ab. Antworten gibt es nur schriftlich. «Es ist Alles-oder-Nichts-Spiel». Wir alle sind uns dessen bewusst», sagt er zu Blick über das bevorstehende Frankreich-Spiel.
«Im Nachhinein wäre es besser gewesen...»
Dabei gehen die Franzosen als klare Favoriten in die Partie. Was stimmt Frei trotzdem zuversichtlich, dass seine Mannschaft das nötige Resultat für die Playoff-Qualifikation einfährt? «Wir haben dann eine Chance, wenn alle einen Top-Tag haben. Wir wissen auch um die Konstellation der anderen Spiele», sagt der Nati-Rekordtorschütze.
Dass die U21 überhaupt in einer solchen Situation steckt, hat viel mit der 1:5-Klatsche in Island zu tun. Kaum etwas funktionierte auf der Insel mitten im Nordatlantik. «Im Nachhinein wäre es besser gewesen, auf das Resultat zu spielen, statt auf die positive Dynamik aus dem Luxemburg-Spiel zu setzen.»
Keine Hilfe von Yakin
Hätte, hätte, Fahrradkette: Das gilt auch für Sascha Britschgi, Winsley Boteli und Zachary Athekame, die allesamt noch für die U21 spielen könnten, aktuell aber bei Murat Yakin zum Einsatz kommen. Für Frei ist das aber überhaupt kein Problem. «Das ist Teil meiner Aufgabe und eine Chance für andere. Ich bin sehr glücklich darüber, dass drei Spieler aus der U21 ihre Einsätze in der A-Nati haben.»
Um Hilfe hat Frei bei Yakin also nicht nachgefragt. Der Basler muss es mit den Spielern richten, die ihm zur Verfügung stehen. Und dafür sorgen, dass die U21 nicht zum zweiten Mal in Folge eine EM verpasst.