Der neue Super-Boss der Nati, Marinko Jurendic, hat sich erstmals den Fragen der Medien gestellt. Der 48-Jährige sprach über seine Vorstellungen und Pläne in seiner neuen Funktion.
Bis Ende Jahr wolle er alles analysiert haben und die Organisation mit den richtigen Personen besetzen. Ob es auch weiterhin einen klassischen Nati-Direktor gibt, sei aktuell noch unklar: «Wir wollen uns die Möglichkeit offenlassen. Zuerst müssen wir die Strukturen regeln. Wir haben die Strategie, jetzt folgen die Strukturen und erst dann kommen die Personen.»
Wie von Blick angekündigt, dreht Pierluigi Tami eine Extrarunde. Der langjährige Nati-Direktor steht Jurendic mit seinem Wissen bis zum Ende der Nations League zur Seite.
Jurendic zur Doppelbürger-Thematik
Auch zur Doppelbürger-Thematik äussert sich Jurendic. Er will in Zukunft früh anfangen, die Talente an die Schweiz zu binden: «Man muss verstehen, dass es bereits früh losgeht. Spätestens in der U15 beginnt die Arbeit mit Eltern und Familien. Wir wollen frühzeitig binden und Vertrauen aufbauen. Wir möchten jedem Talent die Möglichkeit aufzeigen, was die Schweiz ihm bietet. Den Entscheid können wir am Ende nicht beeinflussen. Doch wenn wir unsere Hausaufgaben machen, dann muss es die logische Konsequenz sein, dass das Talent für die Schweiz spielt. Das ist unsere Aufgabe.» Zudem müssen die Vereine «mehr Vertrauen in unsere eigene Jugend haben».
Zu Alessandro Romano (20) und Winsley Boteli (20), den zwei aktuell heissesten Doppelbürgern, sagt er: «Der aktuelle Stand ist, dass wir beide Spieler auf dem Schirm haben. Wir werden das Aufgebot für die Nations League zeitnah versenden und dann wird eine Entscheidung fallen.»