«Die Schweiz ist noch besser als an der EM»
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Die Nati dominiert Gruppe B:«Die Schweiz ist noch besser als an der EM»

Lehren aus der Baisse gezogen
So kams zum goldenen Herbst von Murat Yakin

Wenn die Tage kürzer werden und die Blätter von den Bäumen fallen, schlitterte die Nati zuletzt jeweils in eine sportliche Krise. Nicht so in diesem Jahr. Murat Yakin und sein Team erleben einen goldenen Herbst.
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Murat Yakin hat gut lachen.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Am Freitag schloss sich für Murat Yakin (51) ein Kreis. Im Oktober 1994 hatte er kurz nach seinem 20. Geburtstag in der EM-Quali gegen Schweden (4:2) sein erstes Pflichtspiel für die Nati bestritten, gut 30 Jahre und 100 Länderspiele (als Spieler und Trainer) später stösst ein neuerlicher Sieg gegen die Skandinavier die Tür zur WM 2026 weit auf. 

Die Nati erlebt nach den sportlichen Krisen 2023 und 2024 gegen Jahresende für einmal wieder einen goldenen Herbst – und mit ihr Murat Yakin. Am Montagabend kann sie in Ljubljana mit einem weiteren Sieg das WM-Ticket eintüten, sollte der Kosovo nicht wider Erwarten in Schweden gewinnen. Das Erstaunliche daran wäre nicht nur die Rekordzeit von 39 Tagen, sondern auch die Art und Weise, wie man sie in dieser Form nur von ganz grossen Fussball-Nationen kennt: souverän, überzeugend, diskussionslos.

Das steckt hinter der aktuellen Nati-Dominanz
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Keine Probleme beim Pressing:Das steckt hinter der aktuellen Nati-Dominanz

«Die Schweiz hat eine sehr reife Mannschaft, die den Ball hervorragend zirkulieren lässt, und wesentlich weiter ist als wir», sagte Schwedens Trainer Jon Dahl Tomasson am Freitag schon fast bewundernd. Das Kompliment des Dänen galt in erster Linie seinem Gegenüber, Murat Yakin. «Das Team harmoniert und sprüht vor Spielfreude, das sieht man in jedem Training», so der Nati-Coach. «Das Vertrauen ist gegenseitig da, es macht Freude, der Mannschaft zuzuschauen.»

Einmal mehr hat es der Basler geschafft, aus einer sportlichen Baisse die richtigen Lehren zu ziehen. Wenn es wirklich zählt, dann liefern er und seine Mannschaft ab – und Nebenschauplätze wie mögliche Versäumnisse bei der Doppelbürger-Thematik rücken in den Hintergrund. Nicht wenige hatten nach der Auslosung Zweifel daran, ob die Nati die schwierige Gruppe mit Schweden, Slowenien und Kosovo als Gruppenerster abschliessen würde. Nun winkt die schnellste WM-Quali der Geschichte.

Rückbesinnung auf Bewährtes

Seit gut vier Jahren ist Yakin im Amt. In seiner Ära hat er schon so manchen Sturm überstanden. Erstmals angezählt wurde er nach dem 1:6-Debakel im WM-Achtelfinal 2022 gegen Portugal in Katar. Ein Jahr später schienen nach einer schwachen Quali und offensichtlichen Dissonanzen zwischen Trainer und Team seine Tage gezählt. Doch Yakin reagierte. Er holte nicht nur mit Giorgio Contini einen erfahrenen Cheftrainer als Assistenten ins Boot, sondern – und vor allem – auch die Führungsspieler um Captain Granit Xhaka. Bis heute Yakins wichtigster Schachzug.

Der Nati-Coach schaffte damit den persönlichen Turnaround und belehrte mit der starken EM alle Kritiker eines Besseren. Doch auch auf die EM-Euphorie folgte schnell der Blues. Die Rücktritte von Xherdan Shaqiri, Yann Sommer und Fabian Schär standen am Anfang eines schwierigen Herbstes 2024, der im erstmaligen Abstieg aus der Nations League gipfelte. «Wir haben zu lange nicht akzeptiert, dass dieser Generationenwechsel stattgefunden hat», sagt Yakin rückblickend.

Er testete, pröbelte und rief im Frühjahr sogar ein Casting aus. Letztlich besann er sich zusammen mit seinem neuen Assistenten Davide Callà im Hinblick auf die USA-Reise im Juni aber wieder auf das Altbewährte. Das Gros der Startelf, die in allen drei Quali-Spielen auf dem Platz stand, gleicht demjenigen von der EM 2024. Sommer wurde durch Gregor Kobel ersetzt, Nico Elvedi rückte für Schär wieder in die Mannschaft - that's it. «Wir haben die richtige Analyse gemacht», sagt Yakin. «Und diese Reise nach Amerika hat uns sehr gutgetan. Dass wir etwas weg sind und wegen der Zeitumstellung bei allen nicht ständig das Handy geklingelt hat.»

Bald auf den Spuren von Kuhn und Petkovic?

An der Qualifikation für die sechste Schweizer WM-Teilnahme in Folge zweifelt niemand mehr. Diese wäre gleichbedeutend damit, dass die Zusammenarbeit zwischen Yakin und dem SFV bis zur EM 2028 fortgesetzt würde. Denn löst die Nati das WM-Ticket, verlängert sich Yakins Vertrag automatisch um zwei weitere Jahre.

Macht Yakin bis 2028 weiter, wäre er dann gleich lang im Amt wie seine Vorgänger Vladimir Petkovic und Köbi Kuhn (2001 bis 2008), zwei der erfolgreichsten Nati-Trainer der Geschichte – und ein Jahr länger als Ottmar Hitzfeld. Nur der legendäre Karl Rappan, der Mitte des letzten Jahrhunderts die Nati mehrmals trainiert hatte, wäre dann noch länger im Amt gewesen. Bei der Ernennung Yakins im August 2021 hatte an dieses Szenario kaum einer geglaubt – wohl nicht einmal er selbst. Auch deshalb sind es für einmal goldene Tage im Herbst – für die Nati, aber besonders auch für Nati-Coach Murat Yakin.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
0
0
0
2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
Südkorea
0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
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0
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
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4
Uruguay
Uruguay
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0
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
Playoffs
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