Krawatte, Pfiffe, Tore
Die Highlights von Seferovics Nati-Karriere

Die Nati-Karriere von Haris Seferovic ist vorbei, obwohl der U17-Weltmeister nie offiziell seinen Rücktritt gegeben hat, Murat Yakin aber schon länger nicht mehr auf ihn setzt. 25 Tore in 93 Länderspielen lautet die beeindruckende Bilanz des Stürmers.
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25 Tore in 93 Länderspielen lautet die Bilanz von Haris Seferovic in der Nati.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Haris Seferovic beendet seine Nati-Karriere nach 93 Länderspielen und 25 Toren
  • Seferovic erzielte entscheidende Tore bei der U17-WM und im EM-Achtelfinal gegen Frankreich
  • Mit 25 Treffern ist er siebtbester Torschütze der Schweizer Nationalmannschaft
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Der Nati-Spieler Haris Seferovic (32) ist Geschichte. Dies bestätigt der Stürmer des in Dubai beheimaten Klub Al-Wasl im Blick-Interview. «Ich wollte eigentlich einen Rücktritt geben, aber jetzt ist es halt wie bei Blerim Dzemaili, der dann einfach nie mehr dabei war», so Seferovic, der in 93 Länderspiele für die Schweiz 25 Tore erzielte. Damit ist er die Nummer 7 der ewigen Schweizer Bestenliste, ex-aequo mit Adrian Knup, der ebenfalls 25 Mal für die Nati getroffen hat. Blick schaut auf die prägendsten Momente von Seferovic im SFV-Dress zurück:

U17-WM-Final: Nigeria - Schweiz 0:1 ( 15. November 2009)

In den Geschichtsbüchern des Fussballverbandes verewigt sich Seferovic bereits einige Jahre bevor er das Dress der A-Nati erstmals trägt. An der U17-WM 2009 in Nigeria schiesst der in Sursee aufgewachsene Stürmer, dessen Familie aus Bosnien-Herzegowina stammt, im Final in Abuja mit seinem Kopfballtreffer in der 63. Minute die Schweiz zum WM-Titel. Mit fünf Toren gehört er mit drei anderen Spielern zu den besten Torschützen des Turniers. 

Testspiel: Griechenland - Schweiz 0:0 ( 6. Februar 2013)

Beim langweiligen Testkick in Piräus ersetzt Seferovic in der 69. Minute Mario Gavranovic und kommt zu seinem Länderspiel-Debüt. Im Vorfeld giftet der bosnische Stürmer-Star Edin Dzeko gegen Seferovic und Izet Hajrovic, die sich entschieden haben, für die Schweiz und nicht für das Mutterland ihrer Eltern zu spielen. Seferovic wird von Ottmar Hitzfeld für den verletzten Eren Derdiyok nachnominiert und rückt bei seiner Premiere ohne Krawatte ein. Die damalige SFV-Mitarbeiterin Jezael Fritsche schafft Abhilfe. Und der von Fiorentina an Serie-B-Klub Novara ausgeliehene Stürmer überzeugt in der Disziplin «Krawattenknopf Binden ohne Spiegel», wie der Blick beobachtet.

WM-Vorrunde: Schweiz - Ecuador 2:1 ( 15. Juni 2014)

WM-Auftakt für die Nati in Brasiliens Hauptstadt Brasilia. Nach einer schwachen ersten Halbzeit gleicht kurz nach dem Seitenwechsel Admir Mehmedi für die Nati aus. Nach einem offenen Schlagabtausch schlägt Seferovics Stunde in der Nachspielzeit. Eine Viertelstunde vor Schluss für Josip Drmic eingewechselt, hämmert der Luzerner in der 93. Minute den Querpass von Ricardo Rodriguez unter Latte. Der Szene vorausgeht das legendäre Solo von Valon Behrami, der nach einem Monster-Tackling im eigenen Strafraum zum Dribbling ansetzt und sich auch von einem Foul nicht stoppen lässt. Für Seferovic ist es das zweite Tor in der Nati, nachdem er ein Jahr zuvor im WM-Quali-Spiel gegen Zypern ebenfalls das Siegtor – und ebenfalls als Joker – erzielt hatte.

WM-Barrage: Schweiz - Nordirland 0:0 ( 12. November 2017)

Es ist der Tiefpunkt in der Nati-Karriere Seferovics. Die Schweiz quält sich nach einem glückhaften 1:0-Sieg im Barrage-Hinspiel in Nordirland im Rückspiel im Basler Joggeli mit einem torlosen Remis an die WM in Russland, was auch an Seferovic liegt, der einige Chancen liegen lässt. Als er in der 86. Minute von Vladimir Petkovic ausgewechselt wird, pfeift ein Teil des Publikums Seferovic aus. Er mimt mit Daumen und Zeigefinger das Pfeif-Zeichen, deutet mit der anderen Hand an: Macht nur weiter so. Er muss die Tränen unterdrücken. In der Garderobe fliessen sie dann doch. Lange schweigt Seferovic, vier Monate später sagt er nach einem Testspiel in Griechenland: «Was gewesen ist, ist gewesen.» Ein Rücktritt sei nie ein Thema gewesen.

Nations League: Schweiz - Belgien 5:2 ( 18. November 2018)

Ausgerechnet in seiner Heimat gelingt Seferovic der einzige Nati-Hattrick seiner Karriere. Nach 17 Minuten liegt die Nati mit 0:2 zurück, ehe sie zu einer Gala ansetzt, mit Xherdan Shaqiri und Seferovic in den Hauptrollen. Der Mann aus Sursee dreht mit einer Doublette noch vor der Pause das Spiel und krönt seine Leistung mit dem 5:2 kurz vor Schluss. Mit dem Sieg qualifiziert sich die Nati für das Final Four der erstmals durchgeführten Nations League.

EM-Achtelfinal: Schweiz - Frankreich 3:3 n.V.; 8:7 n.P. ( 28. Juni 2021)

Die Partie in Bukarest geht als Jahrhundertspiel in die SFV-Geschichte ein. Die Nati führt im EM-Achtelfinal gegen den Weltmeister dank eines Seferovic-Treffers 1:0, als Rodriguez mit einem Penalty scheitert und die Franzosen mit drei Toren innerhalb von 18 Minuten die Partie wenden. Die Nati liegt eine Viertelstunde vor Schluss am Boden, rappelt sich aber noch einmal auf – dank Seferovics Anschlusstreffer zum 2:3. Der Rest ist Geschichte: Gavranovics Ausgleich in der 90. Minute, Sommers Parade im Penaltyschiessen gegen Kylian Mbappé, der den erstmaligen Einzug in einen Viertelfinal seit der Heim-WM 1954 perfekt macht. Vom Blick erhält Seferovic die Note 6. Neben seine Toren wird auch Seferovics Defensivarbeit gelobt.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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Playoffs
Gruppe D
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USA
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Playoffs
Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Playoffs
Gruppe F
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Niederlande
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Japan
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Schweden
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Tunesien
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Playoffs
Gruppe G
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Belgien
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Ägypten
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Iran
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Neuseeland
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Gruppe H
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Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Gruppe I
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Senegal
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Irak
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Norwegen
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Gruppe J
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Argentinien
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Algerien
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Österreich
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Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
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England
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Kroatien
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Panama
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Playoffs
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