Hakan Yakin über Bruder und Nati-Coach Murat
«Wenn nicht in diesem Sommer, wann dann?»

Kaum einer kennt Nati-Trainer Murat Yakin so gut wie sein jüngerer Bruder Hakan. Mit Blick spricht er über die Entwicklung seines Bruders als Nati-Trainer und welche Erwartungen er für die WM im Sommer an die Nati hat.
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Von Medienterminen, Teambesprechungen über die Fanrunde im ausverkauften Joggeli bis zum Coaching an der Seitenlinie, taktischen Überraschungen und dem Beantworten kritischer Fragen im Anschluss: Nati-Trainer Murat Yakin (51) steuert auf sein drittes Turnier zu und scheint dabei den perfekten Mix aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit gefunden zu haben. Kein Wunder: Seit bald 34 Jahren ist Yakin als Spieler und Trainer im Fussballgeschäft tätig, die Wegbegleiter sind zahlreich. Doch kaum einer kennt ihn so gut wie sein jüngerer Bruder Hakan Yakin (49). Auch er sagt im Gespräch mit Blick: «Muri weiss inzwischen ganz genau, wie das Nationalteam zu handhaben ist.»

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Seit bald fünf Jahren ist Murat Yakin Trainer der Schweizer Nationalmannschaft.
Foto: Toto Marti

Das zeige sich nicht nur im klassischen Coaching, sondern auch darin, wie er versuche, die Fans trotz voller Fussballkalender an seiner Arbeit und jener der Mannschaft teilhaben zu lassen. Dabei übernehme sein Bruder bewusst viele öffentliche Aufgaben. «So gibt er dem Team die Chance, sich im Hintergrund zu fokussieren», sagt Hakan Yakin.

Leichte Kursänderung, gleiches Erfolgsrezept

Sein älterer Bruder sei stets ein Mann der klaren Linie gewesen. «Auch in Tiefs, als der Erfolg ausgeblieben ist, hat er diese immer durchgezogen», sagt Hakan Yakin. In den bald fünf Jahren bei der Nationalmannschaft habe er aber eine leichte Kursänderung festgestellt. «Er gestaltet seine Linie etwas grosszügiger, passt sie immer wieder mal an und hat die Gabe, sich auch mal zurücknehmen zu können.»

Das Erfolgsrezept habe sich derweil nicht verändert: «Muri wird oft nachgesagt, dass er Glück hat oder ein gutes Händchen. Das hat er auch, aber er erarbeitet es sich mit sehr viel Engagement.» Man müsse ihm die Freiheiten geben und offen sein für Überraschungen, wenn man mit ihm arbeite. «Du musst ihn einfach machen lassen. Wenn ihm eine Idee in den Sinn kommt, will er die auch durchziehen. Nicht selten auch kurzfristig vor den Spielen.» Und während der Spiele wisse Murat Yakin innert zehn bis 15 Minuten genau, in welche Richtung sich die Partie entwickeln werde. Dabei verlasse er sich nicht nur auf Laptops und Daten, wie es viele in seiner Zunft mittlerweile tun. «Sein Instinkt ist unglaublich, wie Muri eine Partie lesen kann – da gibt es in der Schweiz keinen Besseren!»

«Wenn nicht im Sommer die Sensation, wann dann?»

Trotz der Erfolge als Nationaltrainer und der hohen Popularität – zwei Yakins gemeinsam an der Seitenlinie wird es nicht mehr geben. «Ich habe lange mit Muri gearbeitet und könnte es jetzt nicht mehr. Er hat seinen Kopf, und wir hatten in unserem Leben vermutlich schon hundert Meinungsverschiedenheiten allein über Fussball. Er will A, ich sage B oder umgekehrt», so Hakan Yakin.

Einig sind sich die Gebrüder Yakin aber wohl bei einem Thema: Im diesem Sommer sollen die Ziele grösstmöglich sein in den USA, Kanada und Mexiko für Murat Yakin und seine Mannschaft. «Diese Generation ist erfahren, erfolgreich, zusammengeschweisst und jetzt auf ihrem absoluten Höhepunkt – wenn sie nicht in diesem Sommer die Sensation schaffen wollen, wann dann?» Das Team habe besonders an der EM in Deutschland nochmals einen grossen Schritt gemacht. «Ich glaube daran, dass die Xhakas und Freulers dieser Mannschaft ihre Karriere an der WM mit ihrem grössten bisherigen Auftritt krönen wollen und können», so der 87-fache Schweizer Nationalspieler.

Und danach kommt eine weitere grosse Herausforderung auf seinen Bruder zu, dessen Vertrag mit dem Schweizerischen Fussballverband automatisch bis zum Ende der EM-Quali 2028 verlängert wurde. «Es wird zu einem Umbruch kommen, doch wenn Muri in den vergangenen Jahren etwas bewiesen hat als Nati-Trainer, dann das: Auch hier wird er wieder Lösungen finden.»

«Wir wollen die beste WM aller Zeiten spielen»
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Yakin über das Turnier-Ziel:«Wir wollen die beste WM aller Zeiten spielen»
Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
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1
Mexiko
Mexiko
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2
Südafrika
Südafrika
0
0
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3
Südkorea
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Tschechien
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Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
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1
Kanada
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Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Schottland
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Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
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USA
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2
Paraguay
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Australien
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Türkei
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Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
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Niederlande
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Schweden
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Tunesien
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Playoffs
Gruppe G
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Ägypten
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Gruppe H
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Uruguay
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Irak
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Gruppe J
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Algerien
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Gruppe K
Mannschaft
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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Gruppe L
Mannschaft
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England
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Kroatien
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