Zum Fussball-Kalender
                 
Vs
VFTNnT5PPcw9jD_poster.jpg
3:10
Nati-Stars hadern mit Platz:«Bin kein Fan von Ausreden, aber …»

Tauben kommen in müdem Testkick dem Nati-Tor am nächsten
Was für ein Gurrr-kenspiel!

Diese Nati-Nullnummer in Oslo gegen Norwegen wird nicht lange in Erinnerung bleiben.
1/28
Rubén Vargas zielt vor der Pause zu hoch – Torgefahr strahlen die Schweizer in Oslo nicht aus.
Foto: Toto Marti

Das Spiel

So spektakulär die Nati am Freitag ins WM-Jahr 2026 gestartet ist (3:4-Niederlage in Basel gegen Deutschland), so langweilig ist ihr Test-Auftritt vier Tage danach in Oslo. Und Gegner Norwegen bleibt ebenfalls vieles schuldig. So überrascht es nicht, dass das erste Schweizer Aufeinandertreffen mit den Skandinaviern seit fast 13 Jahren 0:0 endet. Die miserable Qualität des Rasens, auf dem während der Partie sogar Tauben im Nati-Strafraum rumpicken, trägt seinen Teil dazu bei.

Foto: keystone-sda.ch

Torgefahr kreiert die Nati nicht wirklich im Ullevaal-Stadion. Fabian Rieder (43.), Dan Ndoye (43.) und Rubén Vargas (45.) lassen bei ihren Abschlüssen jeweils die nötige Präzision vermissen. Zur Pause bringt Trainer Murat Yakin sieben Neue. Am Ende sind es dann wie gegen Deutschland zehn Wechsel.

Nur Yvon Mvogo spielt durch. Der Nati-Goalie ist nach dem Seitenwechsel vereinzelt gefordert. Mvogo kommt mutig heraus und ist vor dem heranstürmenden Antonio Nusa am Ball (55.). Gegen Erling Haaland ist er ebenfalls zur Stelle, nachdem ein Rückpass von Aurèle Amenda zu kurz geraten ist (56.). Bei den Chancen von Alexander Sörloth (68.) und Jörgen Strand Larsen (84.) braucht Mvogo nicht einzugreifen, da beide Norweger jeweils übers Tor köpfeln.

Was aus Schweizer Sicht trotz Langeweile-Kick positiv stimmt: Die Nati, die in Oslo mit einer Dreierkette verteidigt und ohne Captain Granit Xhaka (Vorsichtsmassnahme) antritt, kann sich auf die Fahne schreiben, Norwegens Super-Angriff erfolgreich gestoppt zu haben. Die Skandinavier sind mit acht Siegen aus acht Spielen und 37 erzielten Toren durch die WM-Qualifikation gerauscht. Star-Stürmer Haaland traf dabei 16-mal. Von den Schweizern wird er aber komplett abgemeldet und lässt sich von den Tauben die Show stehlen.

Der Beste

Yvon Mvogo. Auf den Lorient-Keeper ist wie immer Verlass in der Nati. Er ist sehr präsent bei Flanken und beim Herauslaufen, bleibt ohne Fehl und Tadel. Die Belohnung: Im zwölften Länderspiel bleibt er zum sechsten Mal ohne Gegentor und darf in der letzten halben Stunde auch noch die Captainbinde tragen.

Der Schlechteste

Fabian Rieder. Der Augsburger ackert und rackert zwar wie gewohnt, mit dem Ball gelingt ihm aber praktisch nichts, was teilweise auch an der schlechten Unterlage liegt. Trotzdem darf er knapp 73 Minuten und damit am längsten von allen Feldspielern ran.

Das gab zu reden

Die miese Qualität des tiefen Rasens war bereits im Vorfeld ein grosses Thema bei den norwegischen Journalisten, was in Anbetracht dessen, dass das letzte Spiel hier im Dezember stattgefunden hat, überrascht. Und wie nicht anders zu erwarten war, trägt das tiefe Geläuf seinen Teil zum über weite Strecken tiefen Unterhaltungswert der Partie bei.

Die Fans

Das Ullevaal-Stadion ist mit rund 25'000 Fans zwar fast voll, doch die ganz grosse Euphorie kommt in Anbetracht des langweiligen Kicks nicht auf. Immerhin sorgt der norwegische Fanblock mit ein paar Sprechchören zwischendurch für etwas Unterhaltung. Im Stadion sind auch rund 150 Nati-Fans.

Die Schiris

Jasper Vergoote aus Belgien lässt viel laufen, hat die Partie aber immer im Griff. Er liegt zwar nicht bei jedem Entscheid richtig, aber in Anbetracht dessen, dass es sich um ein Testspiel handelt, sind diese kleinen Fehler nicht der Rede wert. VAR Bert Put bleibt ohne Eingriff.

So gehts weiter

In zwei Monaten, am 31. Mai, testet die Nati in St. Gallen noch gegen Jordanien. 13 Tage danach beginnt dann für das Yakin-Team die Fussball-WM mit dem Spiel in Santa Clara (USA) gegen Katar.

Die letzten Spiele
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen