Xhaka und Rodriguez posieren mit Doppeladler
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Bei Besuch im Baseball-Stadion:Xhaka und Rodriguez posieren mit Doppeladler

«Es war ein Gruss an die albanische Community»
Nati-Stars Xhaka und Rodriguez zeigen den Doppeladler

Ein Team-Ausflug der Natispieler an ein Baseballspiel in San Diego sorgt für Nebengeräusche. Grund dafür ist die Doppeladler-Geste von Captain Granit Xhaka und Ricardo Rodriguez.
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Szene des Anstosses: Granit Xhaka und Ricardo Rodriguez zeigen auf dem Stadionbildschirm den Doppeladler.
Foto: Blick Leserreporter
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Florian RazReporter Fussball

Es ist Samstagabend, als im Petco Park eine Gruppe junger Männer auf den Stadion-Screens eingeblendet wird. Das Publikum reagiert kaum. Den Fans der San Diego Padres ist es herzlich egal, dass das «Swiss Soccer National Team» mit ihnen zusammen das Spiel in der Major League Baseball gegen die New York Mets anschaut.

Die Nati-Spieler werfen sich für den Einblender in Pose. Goalie Marvin Keller blickt sehr cool. Verteidiger Eray Cömert deutet vielleicht einmal zu viel mit seinen Fingern in die Luft. Die dicken Freunde Ricardo Rodriguez und Granit Xhaka zeigen den Doppeladler. Nach zehn Sekunden sind die Schweizer in San Diego wieder von den Bildschirmen verschwunden.

Was nach dem Kürzest-Auftritt bleibt, ist die Frage: Verfällt die Schweiz wieder in Schnappatmung, weil der Nati-Captain einen Gruss an seine zweite Heimat geschickt hat? Der Doppeladler ist das nationale Symbol der Albaner. An der WM 2018 sorgte es für riesige Aufregung, als Xhaka, Xherdan Shaqiri und Stephan Lichtsteiner den Doppeladler im Spiel gegen Serbien zeigten.

Damals wurden die drei vom Weltfussballverband Fifa für «Provokationen» mit insgesamt 25’000 Franken gebüsst. In der Schweiz entbrannte eine heftige und teils hässliche Diskussion um Migration, Integration und Zugehörigkeit.

«Bitte vergesst uns nicht»

Am Ende musste der damalige Generalsekretär des Schweizerischen Fussballverbandes zurücktreten. Er hatte öffentlich die Frage gestellt: «Wollen wir Doppelbürger?» Der Verband schaute danach auf seine Nati, stellte sie sich kurz ohne Doppelbürger vor und fand: Ja, wir wollen sie unbedingt.

Warum der Doppeladler für Menschen mit kosovo-albanischen Wurzeln so wichtig ist, hat die schweizerisch-kosovarische Autorin Shqipe Sylejmani einmal im «Tages-Anzeiger» erklärt. Er sei ein Zeichen der Ausgewanderten und Secondos an die Menschen im Kosovo: «Im Sinne von: Ja, ihr habt viel erreicht. Aber bitte vergesst uns nicht. Vergesst nicht, dass ihr von diesem kleinen Fleckchen Land abstammt.»

Xhaka steht nicht nur in der Schweiz immer wieder unter Rechtfertigungsdruck, weil er stets zu seiner Verbundenheit mit der Heimat seiner Eltern gestanden ist. Seine Aussagen und Handlungen werden auch im Kosovo scharf beobachtet, wo er ein vielleicht noch etwas grösserer Star ist als in der Schweiz.

SFV bezieht umgehend Stellung

Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Nationalteams in Pristina wurde er von einem Teil des kosovarischen Publikums sogar ausgepfiffen. Seine eigentlich harmlosen Aussagen über Leon Avdullahu und Albian Hajdari im Blick hatten die Gemüter erhitzt. «Die Buhrufe sind das Letzte, was ich erwartet habe – es schmerzt», sagte er danach. All das, weil Xhaka Avdullahu zwar als «guten Jungen» bezeichnete, er aber auch die Frage stellte, ob es diesen Spielern auch für einen Stammplatz in der Schweizer Nati gereicht hätte.

Trotzdem dürfte die Schweiz gerade wegen Xhaka auch an dieser WM in Kosovo und Albanien viele Fans haben. Während Schweizer Endrunden-Matches war Pristina zuletzt stets eine Nati-Hochburg.

Auf die albanische Unterstützung der Nati verweist auch der Schweizerische Fussballverband auf Anfrage zu Xhakas jüngstem Doppeladler: «Bereits beim Testspiel gegen Australien in San Diego waren zahlreiche Personen mit albanischen Wurzeln im Stadion und unterstützten Granit sowie das Schweizer Nationalteam lautstark. Granit Xhaka wie auch mehrere andere Spieler nahmen sich nach dem Spiel Zeit für Autogramme und Selfies. Am Abend nutzte er die Gelegenheit, die albanische Community nochmals zu grüssen. Diese Szene spielte sich nicht auf dem Feld ab und war nicht Teil des sportlichen Geschehens.»

Die San Diego Padres gewinnen übrigens gegen die Mets am Samstag 3:2.

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Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
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K.o.-Phase
Gruppe C
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Gruppe D
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Paraguay
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Australien
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Gruppe E
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Deutschland
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Curacao
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Gruppe F
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Neuseeland
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Spanien
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Kap Verde
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Uruguay
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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