Argentinien als Wunschgegner – oder doch nicht?
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Xhaka und Yakin uneinig:Argentinien als Wunschgegner?

Nati-Captain Xhaka emotional
«Die Buhrufe sind das Letzte, was ich erwartet habe – es schmerzt»

Ein spezieller Abend für ihn: Granit Xhaka wird zuerst gefeiert, dann ausgepiffen und am Ende wieder gefeiert. Nach dem Spiel gibt der Nati-Captain zu, dass ihn die Pfiffe trafen.
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Granit Xhaka wird in seiner Heimat während des Spiels ausgebuht.
Foto: TOTO MARTI
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Florian RazReporter Fussball

Um 20 Uhr 24 ist die Welt noch in Ordnung im Fadil-Vokrri-Stadion von Pristina. Als bei der Vorstellung der beiden Teams der Name Granit Xhaka durch die Lautsprecher dröhnt, brandet Applaus auf. Der 34-Jährige gehört spätestens seit dem 2:1-Sieg der Schweiz gegen Serbien an der Weltmeisterschaft 2018 zum kosovarischen Kulturgut.

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Wer vom Flughafen nach Pristina fährt, sieht zuerst ihn: Xhaka, wie er seine Adlerschwingen ausbreitet, um für einen Energy-Drink Werbung zu machen. Granit, der Held, mit dessen Konterfeit Werbung auf riesigen Plakatwänden gemacht wird. Aber auch dieser Sonderstatus schützt ihn an diesem Dienstagabend nicht vor Pfiffen. Als das Spiel vielleicht zehn Minuten alt ist, wird er plötzlich bei jeder Ballberührung ausgebuht.

Blick-Interview als Auslöser

Der Grund: Xhaka werden Aussagen über Leon Avdullahu (21) und Albian Hajdari (22) übel genommen, die er in einem Blick-Interview geäussert hat. Dabei hat der Nati-Captain sehr nüchtern über den Entscheid der beiden geredet, für den Kosovo spielen zu wollen – und nicht für die Schweiz.

Xhaka lobte Avdullahu als «guten Jungen». Aber er stellte auch die Frage: «Hätten sie es geschafft, sich innerhalb von drei, vier Jahren einen Stammplatz in der Schweizer Nati zu erkämpfen? Da würde ich ein Fragezeichen machen, wenn man sieht, wer bei uns aktuell nicht spielt, aber schon weiter ist in der Karriere.»

Bei Auswechslung gefeiert

Eigentlich total harmlos. Aber in der manchmal hoch emotionalen Beziehung zwischen der Schweiz und dem Kosovo offenbar genug, um ein paar Gemüter zu erhitzen. Das Stürmchen dürfte sich bald legen. Bereits in Halbzeit zwei teilt sich das Publikum. Nun wird der Schweizer Captain von einem Teil des kosovarischen Publikums mit lauten «Xhaka»-Rufen gefeiert.

Und er selber? Bleibt auf dem Feld sehr gelassen. Mal dirigiert er. Mal plaudert er mit einem Kosovaren. Um 22.21 Uhr wird er unter einer Standing Ovation der kosovarischen Fans auf der Haupttribüne ausgewechselt. Er klatscht dem Publikum zu im Wissen, dass er 2026 mit der Schweiz an die WM nach Amerika reisen wird.

Emotionales Interview

Nach dem Spiel zeigt sich der Nati-Captain im SRF-Interview dann aber emotional und ehrlich: «Die Buhrufe sind das Letzte, was ich erwartet habe, vor allem hier zu Hause», so Xhaka. Und weiter: «Es schmerzt, wenn ich ehrlich bin. Aber ich muss es akzeptieren. Ich habe es zwar nicht erwartet, aber es gehört dazu. Alles okay.»

Teamkollege Breel Embolo schwächt derweil ab. Er erinnert an die Pfiffe der Arsenal-Fans gegen Xhaka: «Er wurde schon von 60’000 ausgepfiffen und kam noch stärker zurück. Er ist ein grosser Junge mit breiten Schultern. Er wird das gut überstehen.»

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Jetzt ist es offiziell: Die Nati hat sich für die Fussball-WM 2026 qualifiziert.
Foto: TOTO MARTI
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Ruben Vargas ist für die Schweizer Führung direkt nach der Pause verantwortlich.
Foto: TOTO MARTI
Noch näher dran an der Schweizer Nati

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