Das steckt hinter dem Romandie-Sturm
Die neue welsche Wucht in der Nati

Die Zukunft der Schweizer Nati-Offensive spricht Französisch: Mit Manzambi, Boteli, Ndoye und Sanches stehen gleich mehrere Romands im Fokus. Trainer Yakin lobt die Talente: «Das Potenzial ist riesig.»
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Murat Yakin bekommt gute Laune, wenn er an die offensiven Shootingstars aus der Romandie denkt, die ihm in der Nations League zur Verfügung stehen.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Johan Manzambi kehrt nach Knieverletzung zurück, Aston Villa zahlte 70 Mio. CHF
  • Winsley Boteli beeindruckt mit 12 Toren und 5 Assists in 14 Spielen
  • Breel Embolo gesperrt, Boteli könnte in Nations League in Startelf stehen
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Tobias WedermannFussballchef

Es war lange unklar, ob der neue Schweizer Nati-Fanliebling Johan Manzambi in dieser Nations League zu sehen sein wird. Nach seiner Knieverletzung vor dem WM-Achtelfinal befand sich der 20-Jährige fast den kompletten Sommer im Reha-Training. In den vergangenen Tagen machte er dann endlich seine lang ersehnten ersten Einsätze für seinen neuen Arbeitgeber Aston Villa, der rund 70 Millionen Franken für das Schweizer Juwel bezahlt hat.

«Wir sind absolut happy, dass er wieder zu 100 Prozent fit ist», sagt Yakin über seinen Schützling. Ob es schon für Einsätze von Beginn an reiche, würden das bevorstehende Premier-League-Wochenende und die anschliessende Trainingswoche zeigen. Man habe beim SFV eigentlich damit gerechnet, dass Aston Villa Manzambi auch hätte zurückbehalten können. «Doch der Klub sagte, dass es besser ist, wenn er mit uns trainiert und Spielminuten sammelt – sehr gentlemanlike», bedankt sich Yakin in Richtung Birmingham.

«Boteli macht das hervorragend»

Manzambi ist aber auch nicht der einzige Romand, der in den kommenden vier Nations-League-Spielen gegen Nordmazedonien, Schottland und Slowenien im Fokus sein wird. Alvyn Sanches ist nach anderthalb Jahren und seinem bitteren Debüt inklusive schwerer Kreuzbandverletzung zurück im Kader von Murat Yakin, nachdem er in den vergangenen Wochen in der Super League mit YB brilliert hat. Einen regelrechten Hype im Schweizer Fussball hat zudem Winsley Boteli ausgelöst in den vergangenen Wochen – mit insgesamt zwölf Toren sowie fünf Assists in 14 Pflichtspielen. Erstmals überhaupt steht er wie erwartet im Aufgebot der A-Nati.

«Boteli macht das hervorragend, hat sich zur Schweiz bekannt. Aber es liegt nun auch an ihm, sich aufzudrängen im Training», so Yakin, der die Statistik Botelis hervorhebt. «Ich weiss nicht, ob es das schon mal gab. Der kann von überall schiessen und trifft ins Tor. Das Momentum hat er definitiv auf seiner Seite.»

Weg frei für Botelis Debüt in der Startelf?

Yakin wird bei der Kaderbekanntgabe am Donnerstag zudem gefragt, ob er Boteli auch wirklich einsetzen wird, damit das Doppelbürger-Thema mit der Demokratischen Republik Kongo endgültig beendet ist. In Wahrheit ist es nicht unwahrscheinlich, dass der Sion-Shootingstar bei seinem Debüt gar in der Startelf stehen könnte, wenn er in den kommenden Tagen einen guten Eindruck im Trainingslager im türkischen Belek macht.

Stammstürmer Breel Embolo ist nach seinem Schwalben-Platzverweis im ersten Spiel in Skopje gegen Nordmazedonien gesperrt. Auf die erste Trainingswoche mit der Schweiz verzichtet der Basler ebenfalls. «Er wird ein zusätzliches Spiel mit Atlanta absolvieren und dann erst in der zweiten Woche zum Team stossen, das ist abgesprochen und war sein Wunsch», erklärt SFV-Medienchef Adrian Arnold. Ein ungewöhnlicher Vorgang. Aber somit wäre der Weg frei für das Boteli-Debüt in der Startelf.

Gemeinsam mit Nati-Rakete Dan Ndoye und mit Blick auf den verletzten Rubén Vargas sowie den zurückgetretenen Noah Okafor könnten die kommenden Wochen einen Vorgeschmack darauf geben, wie die Nati-Offensive der Zukunft aussehen wird – und diese spricht Französisch. Manzambi, Sanches, Boteli, Ndoye: die welsche Wucht. Hinzu kommt der langjährige Hoffnungsträger Zeki Amdouni. Angesprochen auf die Romands-Truppe im Nati-Angriff sagt Yakin: «Wir haben gute Jungs – und sie können noch besser werden. Für mich als Trainer ist es schön, solche Spielertypen zu haben.» Das Potenzial ist riesig. Und schon bald könnte es heissen: Vive l’offensive!

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