Ciriaco Sforza erinnert sich an die WM in den USA
«Ich habe Bregys Walliserdeutsch zu Beginn nicht verstanden»

Als 1994 die WM erstmals in den USA stattfand, war auch die Nati mit dabei – erstmals nach 28 Jahren. Die Helden von damals blicken zurück – und sagen, was sie ihren Nachfolgern 32 Jahre später zutrauen.
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Sforza vor der WM 1994 als Charlie Chaplin verkleidet.
Foto: foto-net / Kurt Schorrer
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Ciriaco Sforza (56) ist einer der erfolgreichsten Schweizer Fussballer der Geschichte. Der Mittelfeldspieler wurde Schweizer Meister mit GC (1991), zweimal deutscher Meister mit Kaiserslautern und Bayern München und gewann mit den Münchnern zudem den Uefa Cup (1996) und die Champions League (2001). In der Saison 1996/97 spielte er für Inter. Für die Nati bestritt Sforza 79 Länderspiele, er nahm an der WM 1994 und an der EM 1996 teil und war danach auch Captain in der Nati. Nach seiner aktiven Karriere wurde Sforza Trainer und war unter anderem bei Luzern, GC und Basel engagiert, zuletzt war er bis im Frühjahr 2025 beim FC Schaffhausen tätig.

Was kommt Ihnen bei diesem Foto als Charlie Chaplin in den Sinn?
Ciriaco Sforza: (lacht). Es hat Power und Energie drin. Und Stolz.

Welcher Moment der WM 1994 ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Der grösste Moment war das Spiel gegen Rumänien, das eine sehr starke Mannschaft hatte. Alle sagten, wir hätten keine Chance, aber dann haben wir sie mit einer Topleistung weggeputzt. Was mir auch in Erinnerung geblieben ist, ist die Show der Amis und dass die Polizei immer präsent war. Als wir gelandet sind, mussten wir uns an die Wand stellen, und dann sind sie mit den Schäferhunden gekommen.

Mit wem haben Sie das Zimmer geteilt?
Wir hatten Einzelzimmer an der WM. Sonst aber mit Georges Bregy, was Roy Hodgsons Wunsch war, weil wir zusammen im Mittelfeld spielten.

Gibt es eine spezielle Anekdote zu Bregy?
Zu Beginn habe ich sein Walliserdeutsch teilweise nicht verstanden. Aber mit der Zeit wurde es immer besser (lacht). Es hiess manchmal, er sei schwierig, aber das stimmt überhaupt nicht, Georges war ein guter Typ – und ein intelligenter Fussballer.

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TOTO MARTI

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Was haben Sie in Ihrer Freizeit gemacht?
Wir konnten nicht viel machen, in Detroit durften wir unser Quartier nicht verlassen. Die Gruppe um Chappi hat viel gejasst, wir sind wegen der Hitze oft am Pool rumgehockt. Nur in San Francisco gingen wir mal raus.

Mit wem haben Sie die Trikots getauscht?
Alexi Lalas, Gheorghe Popescu und Freddy Rincon. Nach dem Spanien-Spiel weiss ich es nicht mehr, eventuell mit Luis Enrique.

Wer waren Ihre besten Kumpel in der Nati?
Die ganze Gruppe hat sich gut verstanden. Ich war viel mit Georges zusammen, aber auch mit Nestor Subiat, Stephan Lehmann, Jürg Studer, Alain Sutter, Thomi Bickel und Alain Geiger.

Mit wem haben Sie heute noch Kontakt?
Andy Egli höre ich ab und zu, auch Alain Geiger sehe ich gelegentlich. Aber allzu oft sehe ich die Kollegen von damals nicht mehr.

Was trauen Sie der Nati an dieser WM zu?
Die Schweiz ist eine eingespielte Mannschaft. Sie hat das Potenzial, um über die Achtelfinals hinauszukommen. Klar haben andere Teams individuell vielleicht noch mehr Qualität, aber wir haben viele erfahrene Spieler, was an einem Turnier wichtig ist und der Schlüssel sein kann.

Wer wird Weltmeister?
Spanien und Frankreich gehören zu den Favoriten, aber ich würde auch die Brasilianer nicht unterschätzen. Sie haben einen Top-Trainer, der weiss, wie man eine Gruppe zusammenstellt. An solchen Turnieren gibt es auch immer wieder eine Überraschung, aber als Weltmeister? Eher nicht. Am Ende kommt es auch auf die Tagesform an, wie Spieler die lange Saison verkraftet haben und ob es Verletzte gibt.

Was war Ihr schönstes Erlebnis als Fussballer?
Ich habe vereinsmässig alles gewonnen, das macht mich sehr glücklich und stolz. Für die Nati durfte ich 79 Länderspiele machen, eine WM und eine EM spielen, nachdem wir uns so lange nicht mehr qualifiziert haben. Dabei haben wir gegen Teams wie Italien oder Portugal Top-Spiele abgeliefert. Wir haben damit für viele, die nach uns gekommen sind, die Türe geöffnet.

Wer ist der beste Schweizer Fussballer der Geschichte?
Wenn man sieht, was Chappi und ich für Titel gewonnen haben, dann darf man stolz darauf sein. Das ist eine Top-Leistung und kein Glück oder Zufall. Zu diesem Kreis würde ich auch Granit Xhaka zählen, auch wenn er nicht alles gewonnen hat, aber er trägt im Verein und in der Nati immer eine grosse Verantwortung. Und auch Yann Sommer würde ich dazunehmen.

Wer war Ihr bester Mit- bzw. Gegenspieler?
Die besten Mitspieler waren Lothar Matthäus und Oliver Kahn, der beste Gegenspieler Zinédine Zidane.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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1
Mexiko
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Südafrika
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0
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Südkorea
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Tschechien
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K.o.-Phase
Gruppe B
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Kanada
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2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Schweiz
Schweiz
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K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
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Brasilien
Brasilien
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2
Marokko
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Haiti
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Schottland
Schottland
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K.o.-Phase
Gruppe D
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USA
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2
Paraguay
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Australien
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Türkei
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Gruppe E
Mannschaft
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Deutschland
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Curacao
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Elfenbeinküste
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Ecuador
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Gruppe F
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Niederlande
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Japan
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Schweden
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Tunesien
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Gruppe G
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Belgien
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Ägypten
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Iran
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Neuseeland
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Gruppe H
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Spanien
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Kap Verde
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Saudi Arabien
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Uruguay
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Gruppe I
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Frankreich
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Irak
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Norwegen
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Gruppe J
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Argentinien
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Algerien
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Österreich
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Jordanien
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Gruppe K
Mannschaft
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Portugal
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Demokratische Republik Kongo
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Usbekistan
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Kolumbien
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Gruppe L
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England
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Kroatien
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Ghana
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Panama
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