Schärs heftiger Zusammenstoss
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EM-Quali gegen Georgien:Schärs heftiger Zusammenstoss

Ärzte nach K.o. besorgt
Verband zieht Schär aus dem Verkehr!

Fabian Schär hätte nach seiner Ohnmacht gegen Georgien ausgewechselt werden müssen. Das behaupten Sportärzte. Bei einem zweiten Schlag drohten ein Hirn-Ödem oder im schlimmsten Fall gar der Tod. Jetzt reagiert der SFV: Schär darf gegen Dänemark nicht aufs Feld.
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Fabian Schär und Jemal Tabidze stossen bei einem Kopfballduell zusammen.
Foto: TOTO MARTI
Max Kern

Das Risiko, Nati-Verteidiger Fabian Schär nach kurzer Ohnmacht im EM-Quali-Spiel in Tiflis weiterspielen zu lassen, war schon sehr gross. Die Gefahr, dass er am Dienstag im zweiten EM-Qualifikations-Spiel in Basel gegen Dänemark wieder einen Schlag gegen den Kopf bekommt, sind aus medizinischer Sicht definitiv zu gross.

Nati-Coach Vladimir Petkovic und die medizinische Abteilung handeln deshalb am Montagmittag und teilen Schär mit, dass dieser im St.-Jakob-Park nicht auflaufen kann. Ein Vernunftentscheid. Obwohl Schär sagt: «Ich wollte unbedingt spielen und wie immer alles für das Team und die Schweiz geben.»

Das standardisierte Verfahren, um Gehirnerschütterungen bei der Soforthilfe zu beurteilen, heisst «Sport Concussion Assessment Tool, 5. Auflage», abgekürzt SCAT5. Es wird unterstützt durch die Weltverbände Fifa, IIHF (Hockey), Olympia und den Rugby-Verband.

Das SCAT5 ist laut Fifa-Homepage «ein standardisiertes Instrument für die Beurteilung von Gehirnerschütterungen durch Ärzte oder lizensierte medizinische Fachpersonen. Der SCAT5 kann nicht in weniger als 10 Minuten korrekt durchgeführt werden.»

«Gefahr, dass der Spieler stirbt»

In nicht weniger als 10 Minuten? Der Schweizer Nati-Arzt brauchte weniger als 4 Minuten, um zu bestimmen, dass Schär nach kurzer Ohnmachts-Phase wieder aufs Feld geschickt wird.

Gut für die Schweiz, weil Schär beim 2:0-Sieg beide Treffer einleitete. Fahrlässig, finden jedoch mehrere Sportärzte. Einer, der jahrelang Klubarzt eines Super-League-Vertreters war, aber anonym bleiben möchte, sagt: «Man hätte Schär vor einem zweiten Schlag schützen müssen. Da besteht die Gefahr, dass der Spieler im schlimmsten Fall stirbt!»

Über den ersten Schlag steht auf der Fifa-Homepage in unmissverständlichen Worten: «Eine Krafteinwirkung gegen den Kopf entweder durch einen direkten Schlag oder durch indirekte Kraftübertragung kann zu einer schweren, möglicherweise tödlichen Gehirnverletzung führen.»

So sollten Ärzte laut Fifa-Richtlinien auf dem Feld vorgehen. «Wenn irgendeines der ‹Warnsignale› oder der beobachtbaren Zeichen nach einem direkten oder indirekten Schlag gegen den Kopf bemerkt wird, sollte der Sportler sofort und sicher vom Spielfeld gebracht und von einem Arzt oder einer lizensierten medizinischen Fachperson untersucht werden.»

Schär war bewusstlos

Eines der Warnsignale ist «Bewusstlosigkeit». Das traf bei Schär zu. Er gab nach dem Match zu: «Ich war einige Sekunden k.o. Mein Schädel brummt noch. Zudem habe ich Nackenschmerzen.» Andere beobachtbare Zeichen laut SCAT5. «Bewegungslos auf dem Spielfeld liegend.» Traf bei Schär auch zu.

In einem 3. Schritt werden Fragen zur Gedächtnisprüfung gestellt. «An welchem Veranstaltungsort sind wir? Welche Halbzeit ist jetzt? Hat Ihre Mannschaft das letzte Spiel gewonnen?» Das ist im Fall Schär auf dem Rasen durchgeführt worden. Schärs Teamkollege Breel Embolo: «Wir haben ihn gefragt, wo wir sind. Er kannte die Antwort. Darauf war ich erleichtert.»

Bei SCAT5 steht weiter: «Bei einem Patienten, der nicht klar oder bei vollem Bewusstsein ist, sollte eine Verletzung der Halswirbelsäule angenommen werden, bis das Gegenteil bewiesen ist. Beurteilung im Untersuchungszimmer oder ausserhalb des Spielfelds.» Weiter sollte gefragt werden: Wie viele diagnostizierte Hirnerschütterungen hatte der Sportler in der Vergangenheit? Schär hat anscheinend schon mehrere erlitten.

Für die Genesung rät SCAT5: «Beschränken Sie die körperlichen Aktivitäten auf die Tagesroutinen (vermeiden Sie körperliche Aktivität, Training oder Sport) und begrenzen Sie Aktivitäten wie Schule, Arbeit und die vor Bildschirmen auf ein Mass, welches die Symptome nicht verschlimmert.»

Ärzte empfehlen ein Aufbautraining von 6 (!) Tagen. Schär wollte am Dienstag, drei Tage nach dem Zwischenfall von Tiflis, gegen Dänemark wieder auflaufen. Diesen Einsatz schätzt Vladimir Petkovic enorm. Der Nationalcoach sagt: «Fabian zeigte nicht nur am Samstag exemplarische Leidenschaft und Verbundenheit mit der Schweizer Nationalmannschaft.»

Jetzt kam das Veto des Verbandes! Schär ist bereits aus dem Trainingslager abgereist, wird aber das Spiel in Basel von der Tribüne aus live im Stadion verfolgen. Die Nati muss in diesem auch auf die verletzten Edimilson Fernandes, Haris Seferovic und Xherdan Shaqiri verzichten.

Nati-Talk mit Ruefer und Lunde

Die Schweizer Nati absolviert am Dienstagabend um 20.45 Uhr in Basel das zweite EM-Qualispiel. Zu Besuch im Joggeli ist Dänemark. Tags darauf lädt BLICK zum grossen Nati-Talk. Mit dabei sind hochkarätige Gäste. Ab 12 Uhr diskutieren SRF-Reporter Sascha Ruefer (47) und der dänische Ex-YB-, -Aarau- und Bayern-Profi Lars Lunde (55) über den Auftritt der Schweizer Nati.

Die Schweizer Nati absolviert am Dienstagabend um 20.45 Uhr in Basel das zweite EM-Qualispiel. Zu Besuch im Joggeli ist Dänemark. Tags darauf lädt BLICK zum grossen Nati-Talk. Mit dabei sind hochkarätige Gäste. Ab 12 Uhr diskutieren SRF-Reporter Sascha Ruefer (47) und der dänische Ex-YB-, -Aarau- und Bayern-Profi Lars Lunde (55) über den Auftritt der Schweizer Nati.

EM 2020 - die Quali-Gruppen
  • Gruppe A
    England, Tschechien, Bulgarien, Montenegro, Kosovo
     
  • Gruppe B
    Portugal, Ukraine, Serbien, Litauen, Luxemburg
     
  • Gruppe C
    Niederlande, Deutschland, Nordirland, Estland, Weissrussland
     
  • Gruppe D
    Schweiz,
    Dänemark, Irland, Georgien, Gibraltar
     
  • Gruppe E
    Kroatien, Wales, Slowakei, Ungarn, Aserbaidschan
     
  • Gruppe F
    Spanien, Schweden, Norwegen, Rumänien, Färöer Inseln, Malta
     
  • Gruppe G
    Polen, Österreich, Israel, Slowenien, Mazedonien, Lettland
     
  • Gruppe H
    Frankreich, Island, Türkei, Albanien, Moldawien, Andorra
     
  • Gruppe I
    Belgien, Russland, Schottland, Zypern, Kasachstan, San Marino
     
  • Gruppe
    Italien, Bosnien-Herzegowina, Finnland, Griechenland, Armenien, Liechtenstein

 

  • Gruppe A
    England, Tschechien, Bulgarien, Montenegro, Kosovo
     
  • Gruppe B
    Portugal, Ukraine, Serbien, Litauen, Luxemburg
     
  • Gruppe C
    Niederlande, Deutschland, Nordirland, Estland, Weissrussland
     
  • Gruppe D
    Schweiz,
    Dänemark, Irland, Georgien, Gibraltar
     
  • Gruppe E
    Kroatien, Wales, Slowakei, Ungarn, Aserbaidschan
     
  • Gruppe F
    Spanien, Schweden, Norwegen, Rumänien, Färöer Inseln, Malta
     
  • Gruppe G
    Polen, Österreich, Israel, Slowenien, Mazedonien, Lettland
     
  • Gruppe H
    Frankreich, Island, Türkei, Albanien, Moldawien, Andorra
     
  • Gruppe I
    Belgien, Russland, Schottland, Zypern, Kasachstan, San Marino
     
  • Gruppe
    Italien, Bosnien-Herzegowina, Finnland, Griechenland, Armenien, Liechtenstein

 

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
1
2
3
2
Südkorea
Südkorea
1
1
3
3
Tschechien
Tschechien
1
-1
0
4
Südafrika
Südafrika
1
-2
0
K.o.-Phase
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
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0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
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K.o.-Phase
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
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1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
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0
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Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe G
Mannschaft
SP
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1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe I
Mannschaft
SP
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1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
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3
Irak
Irak
0
0
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4
Norwegen
Norwegen
0
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K.o.-Phase
Gruppe J
Mannschaft
SP
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1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
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3
Österreich
Österreich
0
0
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4
Jordanien
Jordanien
0
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0
K.o.-Phase
Gruppe K
Mannschaft
SP
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1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
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3
Usbekistan
Usbekistan
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4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
K.o.-Phase
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
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Ghana
Ghana
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Panama
Panama
0
0
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