Darum gehts
- 1860 München steigt in die Regionalliga Bayern ab
- Die Löwen erhalten die notwendige Lizenz für die 3. Liga nicht
- Wer den Platz des Traditionsvereins erbt, ist noch nicht bekannt
Es sind bittere Nachrichten für alle, die es mit 1860 München halten. Zum zweiten Mal nach 2017 muss der zweitgrösste Klub der bayerischen Landeshauptstadt den Gang in die Regionalliga antreten.
Weil der notwendige Liquiditätsnachweis nicht rechtzeitig erbracht wurde, erhält der Klub keine Spielberechtigung für die 3. Liga. Nach Darstellung von 1860 München ist dafür eine ausstehende Finanzierungszusage von Gesellschafter Hasan Ismaik sowie dessen verbundenen Unternehmen verantwortlich. Gemäss Medienberichten fehlen dem Verein 2,7 Millionen Euro.
Auslöser der Krise war die Kündigung des Darlehensvertrags durch Hasan Ismaik und sein Beraterteam. Nach dem Abstieg in die Regionalliga steht den Löwen nun ein umfassender sportlicher Neustart bevor, der mit deutlich geringeren finanziellen Mitteln bewältigt werden muss. Nach dem Zwangsabstieg 2017 gelang den Löwen der direkte Wiederaufstieg, seither etablierte man sich in der 3. Liga, ohne je in die Nähe des angestrebten Aufstiegs in die 2. Bundesliga zu kommen.
Die Folgen des Löwen-Absturzes reichen jedoch über den Klub hinaus und betreffen auch die 3. Liga. Nach den Statuten des DFB hätte der sportlich abgestiegene TSV Havelse Anspruch auf den Verbleib in der Liga. Ob der niedersächsische Verein diese Möglichkeit wahrnehmen würde, ist derzeit jedoch unklar. Sollte Havelse verzichten, könnte stattdessen das ebenfalls sportlich abgestiegene FC Erzgebirge Aue als Tabellen-18. von der Situation profitieren.