«Tsunami gegen Laporta»
Offener Brief fordert Rücktritt des Barça-Präsidenten wegen Olmo-Lizenz

Im anhaltenden Chaos um die Spielberechtigung von Barça-Star Dani Olmo kommt nun auch Klubpräsident Joan Laporta unter Druck. Eine Reihe von Klub-Organisationen fordert in einem öffentlichen Brief seinen Rücktritt.
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Das Chaos um die verweigerte Lizenz von Barça-Star Dani Olmo setzt Klubpräsident Joan Laporta unter Druck.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Barça-Präsident Laporta unter Druck: Opposition fordert Rücktritt in öffentlichem Brief
  • Laporta hat sich noch nicht zu den Forderungen geäussert
  • Spieler ohne Lizenz könnten ablösefrei wechseln und Gehalt bis Vertragsende erhalten
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Carlo SteinerRedaktor Sport

«Tsunami gegen Laporta: Die ganze Opposition fordert seinen Rücktritt», titelte die spanische Zeitung «As». Für viele beim FC Barcelona ist der Schuldige in der Registrierungs-Posse um Dani Olmo (26) und Pau Victor (23), die weiterhin nicht spielberechtigt sind, längst ausgemacht: Vereinspräsident Joan Laporta (62). Insgesamt zehn einflussreiche Klub-Organisationen haben am Sonntag in einem öffentlichen Brief seinen Rücktritt gefordert, «um Platz zu machen für eine neue Ära mit neuen Arbeits- und Managementmethoden». 

Falls er nicht freiwillig zurücktreten will, soll er den Mitgliedern die Vertrauensfrage stellen, fordern die Gegner weiter. Als letzte Option – sollte eine Reaktion ausbleiben – wird ein Misstrauensvotum in Betracht gezogen. Ein solches sei zwar «mit erheblichem Aufwand» verbunden, ist jedoch «das einzige Instrument, das den Mitgliedern zur Verfügung steht». Laporta hat zu den Forderungen bisher nicht Stellung genommen. 

Seit Tagen versucht der katalanische Grossklub, die Spieler zu registrieren. Erfolglos, denn Barça kann die Lohnregulierungen der Liga nicht einhalten. Auch im zweiten Anlauf haben Liga und Verband am Wochenende die Lizenzen verweigert, was im Cup-Spiel beim Viertligisten Barbastro (4:0) erstmals sportliche Auswirkungen hatte. Die Geduld mit Laporta neigt sich – auch wegen anderer Themen – dem Ende zu. 

Mehr zum Statement gegen Laporte

Die unterzeichnenden Organisationen:

Compromisarios FCB, Dignidad Azulgrana, El Señor Ramon, Seguimiento FCB, La Resistencia del Palau, Sí en el Futuro, Suma Barça, Somos un Clam, Transparencia Blaugrana, Un Crit Valent.

Die drei Forderungen im Statement (übersetzt):

1. Sie müssen zurücktreten, um einer neuen Etappe Platz zu machen, mit neuen Arbeits- und Managementmethoden und mit Leuten, die die ersten Energien haben, die so notwendig sind, um einem Gebilde, das Veränderungen und ein professionelles Management braucht, Leben und Schwung zu verleihen. Wir fordern Sie daher zunächst auf, unverzüglich zurückzutreten.

2. Selbst wenn Sie nicht zurücktreten wollen, weil Sie der Meinung sind, dass die Mitglieder angehört werden müssen, können Sie sich auch einer verbindlichen Vertrauensfrage stellen, wie es einige der unterzeichnenden Gruppen vor 4 Monaten vorgeschlagen haben, und es gibt gesetzliche Mechanismen, dies zu artikulieren.

3. Drittens schliessen wir angesichts der mangelnden Reaktion auf unsere früheren öffentlichen Vorschläge/Petitionen ein letztes Szenario nicht aus, nämlich die Aktivierung eines Misstrauensvotums, das einzige Instrument, das den Mitgliedern zur Verfügung steht, eine Option, die sowohl für ihre Befürworter als auch für den Club selbst einen erheblichen Aufwand und Verschleiss bedeutet. Aus diesem Grund bitten wir Sie, Ihre Wertschätzung für Barça über alle anderen Überlegungen zu stellen.

Weitere Vorwürfe an Laporta im Statement (übersetzt):

- Die Nichteinhaltung der Kriterien des Rechnungsprüfers bei der Genehmigung des Jahresabschlusses 2023/24

- Die Anerkennung einer schwer verständlichen Provision für die Vermittlung bei der Erneuerung des mit Nike unterzeichneten Vertrags

- Der Versuch der Basketballabteilung, einen Spieler von zweifelhafter Ehre mit bedauerlichen Praktiken zu verpflichten.

- Die mangelnde Bereitschaft zum Dialog mit der Fangemeinde

Die unterzeichnenden Organisationen:

Compromisarios FCB, Dignidad Azulgrana, El Señor Ramon, Seguimiento FCB, La Resistencia del Palau, Sí en el Futuro, Suma Barça, Somos un Clam, Transparencia Blaugrana, Un Crit Valent.

Die drei Forderungen im Statement (übersetzt):

1. Sie müssen zurücktreten, um einer neuen Etappe Platz zu machen, mit neuen Arbeits- und Managementmethoden und mit Leuten, die die ersten Energien haben, die so notwendig sind, um einem Gebilde, das Veränderungen und ein professionelles Management braucht, Leben und Schwung zu verleihen. Wir fordern Sie daher zunächst auf, unverzüglich zurückzutreten.

2. Selbst wenn Sie nicht zurücktreten wollen, weil Sie der Meinung sind, dass die Mitglieder angehört werden müssen, können Sie sich auch einer verbindlichen Vertrauensfrage stellen, wie es einige der unterzeichnenden Gruppen vor 4 Monaten vorgeschlagen haben, und es gibt gesetzliche Mechanismen, dies zu artikulieren.

3. Drittens schliessen wir angesichts der mangelnden Reaktion auf unsere früheren öffentlichen Vorschläge/Petitionen ein letztes Szenario nicht aus, nämlich die Aktivierung eines Misstrauensvotums, das einzige Instrument, das den Mitgliedern zur Verfügung steht, eine Option, die sowohl für ihre Befürworter als auch für den Club selbst einen erheblichen Aufwand und Verschleiss bedeutet. Aus diesem Grund bitten wir Sie, Ihre Wertschätzung für Barça über alle anderen Überlegungen zu stellen.

Weitere Vorwürfe an Laporta im Statement (übersetzt):

- Die Nichteinhaltung der Kriterien des Rechnungsprüfers bei der Genehmigung des Jahresabschlusses 2023/24

- Die Anerkennung einer schwer verständlichen Provision für die Vermittlung bei der Erneuerung des mit Nike unterzeichneten Vertrags

- Der Versuch der Basketballabteilung, einen Spieler von zweifelhafter Ehre mit bedauerlichen Praktiken zu verpflichten.

- Die mangelnde Bereitschaft zum Dialog mit der Fangemeinde

Erneute Registrierung verboten

Das Problem: Obwohl Barça durch den Verkauf von VIP-Logen mittlerweile rund 100 Millionen Euro eingenommen hat und so die nötige Erweiterung der Gehaltsobergrenze erfüllt, verbietet das Reglement eine erneute Registrierung. Ein Spieler, dem die Lizenz entzogen wurde, darf im Laufe der Saison nicht noch mal im selben Verein angemeldet werden. Barça gibt aber nicht auf und ficht den Entscheid beim nationalen Sportrat Consejo Superior de Deportes (CSD) an. Laporta und Trainer Hansi Flick (59) gaben sich öffentlich zuletzt weiterhin zuversichtlich.

Wie die Sache ausgeht, ist noch völlig offen. Fakt ist: Sollten die Spieler ohne Lizenz für die Rückrunde bleiben, dürften sie ablösefrei wechseln und hätten dennoch Anrecht auf ihr Gehalt bis zum Vertragsende. Dies wäre vor allem im Falle von Olmo brisant. 55 Millionen Euro zahlte man für den spanischen Nationalspieler im Sommer an Leipzig. Dem ohnehin schon hoch verschuldeten Klub würden so bis zu 260 Millionen Euro flöten gehen.

Obwohl sich Olmos Berater am Freitag noch zu Barça bekannte, machen natürlich Transfergerüchte die Runde. Ein Kompromiss zu einem Abgang zum Nulltarif könnte eine halbjährige Leihe darstellen – Milan soll interessiert sein.

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LaLiga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Barcelona
FC Barcelona
37
61
94
2
Real Madrid
Real Madrid
37
40
83
3
Villarreal CF
Villarreal CF
37
22
69
4
Atletico Madrid
Atletico Madrid
37
22
69
5
Real Betis Balompie
Real Betis Balompie
37
10
57
6
RC Celta de Vigo
RC Celta de Vigo
37
4
51
7
Getafe CF
Getafe CF
37
-7
48
8
Rayo Vallecano
Rayo Vallecano
37
-4
47
9
Valencia CF
Valencia CF
37
-11
46
10
Real Sociedad
Real Sociedad
37
-2
45
11
RCD Espanyol Barcelona
RCD Espanyol Barcelona
37
-12
45
12
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
37
-13
45
13
Sevilla FC
Sevilla FC
37
-13
43
14
Deportivo Alaves
Deportivo Alaves
37
-11
43
15
Levante UD
Levante UD
37
-13
42
16
CA Osasuna
CA Osasuna
37
-5
42
17
Elche CF
Elche CF
37
-8
42
18
FC Girona
FC Girona
37
-16
40
19
RCD Mallorca
RCD Mallorca
37
-13
39
20
Real Oviedo
Real Oviedo
37
-31
29
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