Darum gehts
- Rafa Mir wegen sexueller Übergriffe zu 8,5 Jahren Haft verurteilt
- Entschädigung von 64'000 Euro für das Hauptopfer angeordnet
- Vorfall ereignete sich am 1. September 2024 in Bétera bei Valencia
Der frühere Stürmer von Valencia und Sevilla, Rafa Mir (28), ist vom Obersten Gerichtshof von Valencia zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er wurde der Vergewaltigung und der Körperverletzung für schuldig befunden. Mitangeklagt war der Amateurfussballer Pablo Jara – er wurde zu zweieinhalb Jahren Haft sowie einer Geldstrafe verurteilt. Ihm wurde ebenfalls ein sexueller Übergriff, eine Verletzung der moralischen Integrität und leichte Körperverletzung zur Last gelegt.
Die Urteile, die am Montag den Parteien zugestellt wurden, sind noch nicht rechtskräftig. Das Gericht ordnete ausserdem Entschädigungszahlungen an: 64'000 Euro für das Opfer im Fall von Mir, 6'280 Euro im Fall von Jara.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht des 1. September 2024 in einem Luxushaus von Mir in Bétera, einer Stadt in der Nähe von Valencia. Beide Frauen lernten die Angeklagten laut Gericht in einem Club kennen und folgten ihnen später in das Haus. Dort kam es laut den Aussagen der Opfer zu den Übergriffen. Zum Zeitpunkt der Tat spielte Mir für den FC Valencia. In der abgelaufenen Saison war er an Elche ausgeliehen.
Am Pool und im Badezimmer
Die Hauptgeschädigte erklärte vor Gericht, dass Rafa Mir zwei sexuelle Übergriffe gegen ihren Willen begangen habe – einen am Pool und einen im Badezimmer. Das Gericht verurteilte Mir zu sieben Jahren Haft für den sexuellen Angriff und zu weiteren 18 Monaten für die Körperverletzung. Neben der monetären Entschädigung wurde ein zehnjähriges Annäherungsverbot auf weniger als 500 Meter angeordnet. Das Gericht sah die Aussagen des Opfers als glaubwürdiger an als die Verteidigung von Mir, der die Vorwürfe bestritt und von einvernehmlichen Handlungen sprach.
Im Fall von Pablo Jara stellte das Gericht fest, dass er eine andere Frau unsittlich berührt, sie angegriffen und anschliessend halb nackt aus dem Haus geworfen habe.
Die Verfahren gegen die beiden Fussballer wurden nach ihrer Festnahme im September 2024 eingeleitet und sorgten in der Region Valencia für grosses Aufsehen. Die Angeklagten haben nun die Möglichkeit, Berufung einzulegen, wie der Oberste Gerichtshof von Valencia mitteilte.
Die Gerichtsverfahren gegen die beiden begannen am 28. Mai 2026 vor dem Provinzgericht von Valencia. Beide Fussballer hatten während des Prozesses jegliche Schuld bestritten. Ihre Verteidigung argumentierte, dass die Ereignisse zwischen den Beteiligten einvernehmlich gewesen seien. Doch die Richter folgten den Aussagen der Opfer, die detailliert von ihrem Leid und den Übergriffen berichteten.
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