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Für Tami ist die Sache erledigt:«Sehr wichtig, dass Granit Verantwortung übernommen hat»

Tami über den Fall Xhaka
«Granit wäre als Leader jetzt wichtig fürs Team»

Nati-Captain Granit Xhaka hat sich gefälschte Covid-Zertifikate besorgt. Dies hat der Fussballer am Montagmorgen zugegeben, am Nachmittag äussert sich Nati-Direktor Pierluigi Tami dazu.
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Nati-Direktor Pierluigi Tami ist am Montag mit dem Team in Belek angekommen.
Foto: Toto Marti
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Lucas WerderReporter Fussball

Statt sich nach der WM den Ruhestand zu geniessen, hat sich Pierluigi Tami (65) auf Wunsch des neuen Nati-Boss Marinko Jurendic (48) dafür entschieden, dem SFV noch bis zum Ende der diese Woche beginnenden Nations-League-Kampagne zur Verfügung zu stehen. Und so muss der Tessiner am Montagnachmittag statt zu Hause auf dem Sofa im Nati-Camp in Belek vor den Medien Platz nehmen – und dort Fragen zu Granit Xhaka beantworten.

Er habe am Freitag das erste Mal von diesem Thema erfahren, sagt Tami. «Jeder macht Fehler. Nur weil du Captain ist, ist er nicht perfekt. Für mich ist es wichtig, dass er Verantwortung übernimmt», so der Nati-Direktor. Bei Xhakas Vergehen handle es sich aber um eine private Angelegenheit, schliesslich habe man in der Nati nie eine Impflicht gehabt. Tami: «Für den Moment ist diese Thema uns für erledigt.»

Tami: «Müssen auch ohne Granit ein starkes Team haben»

Dass der Nati-Captain den Nations-League-Zusammenzug sieht Tami auch als Chance. Schliesslich würden so andere Spieler die Chance bekommen, sich zu beweisen. «Es kann immer passieren, dass ein wichtiges Element ausfällt. Am Ende müssen wir auch ohne Xhaka eine starke Mannschaft auf den Platz bringen können.» Trotzdem gibt auch Tami zu: «Ein Leader wie Granit wäre jetzt wichtig, um die neuen Spieler ins Team zu integrieren. Wir müssen eine Mannschaft aufbauen, die den guten Fussball bestätigen kann, den wir an der WM gezeigt haben.»

Doch der Xhaka-Vorfall ist nicht die einzige Brennpunkt, mit dem sich der Fast-Pensionär auseinandersetzen muss. Neben dem Nati-Rücktritt von Noah Okafor (26) muss er auch Fragen zur Nati-Absage von Alessandro Romano (20) beantworten. «Wir haben viel gemacht. Aber wenn sich ein Spieler sich so entscheidet, müssen wir das akzeptieren», so Tami. Einen Vorwurf, dass man sich zu wenig um den künftigen italienischen Nationalspieler bemüht habe, will er sich nicht gefallen lassen: «Viele haben keine Ahnung, wie viel wir investiert haben. In zwei Jahren haben ihn vier unserer Nationaltrainer in Rom besucht. Er hat 34 Spiele für unserer Nachwuchsmannschaften gemacht und war Captain. Er war immer auf der Liste und wir haben sein Talent gesehen. Aber wir versprechen niemandem etwas. Schliesslich darf es kein Nachteil sein, wenn jemand nur den Schweizer Pass hat.»

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

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