«Ich bin nicht interessiert»
Uefa-Präsident will Fifa-Boss Infantino nicht herausfordern

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin sorgt für eine Überraschung: Der Slowene will bei der Fifa-Präsidentenwahl im März 2027 nicht gegen Gianni Infantino antreten. Trotz seiner heftigen Kritik am umstrittenen Fifa-Boss schliesst Ceferin eine eigene Kandidatur aus.
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Der Name Aleksander Ceferin ist in letzter Zeit oft gefallen, wenn es um Infantinos Nachfolge bei der Fifa ging.
Foto: Imago

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Aleksander Ceferin will 2027 nicht gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino antreten
  • Er betont, als Uefa-Präsident sei er glaubwürdiger in seiner Kritik
  • Bewerbungsfrist für Fifa-Wahl endet am 18. November 2026
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

Entgegen vieler Erwartungen wird Aleksander Ceferin (58) nicht zum Herausforderer von Gianni Infantino. Der Uefa-Präsident erklärt in einem Interview im britischen Podcast «The Rest is Politics», dass er bei der Fifa-Präsidentenwahl im März 2027 nicht kandidieren will.

«Ich bin nicht interessiert», sagt der Slowene. Er liebe die Uefa und seine Arbeit beim europäischen Fussballverband. Zudem sei seine Glaubwürdigkeit als Kritiker Infantinos grösser, wenn er selbst kein Interesse an dessen Posten habe.

Die Entscheidung kommt überraschend. In den vergangenen Wochen galt Ceferin als einer der möglichen Kandidaten, die Infantino bei der Wahl als Fifa-Präsident herausfordern könnten. Der Walliser steht nach dem gescheiterten Plan, kommerzielle Rechte an Weltmeisterschaften an Investoren zu verkaufen, massiv unter Druck.

Infantino dürfte trotzdem herausgefordert werden

Ceferin macht gleichzeitig deutlich, dass seine Absage nicht bedeutet, dass Infantino ohne Gegenwehr bleibt. Wenn sich der 56-Jährige am 18. März 2027 beim Fifa-Kongress in Rabat (Mar) zur Wahl stellt, erwartet der Uefa-Präsident einen Gegenkandidaten.

Wer das sein könnte, weiss er nach eigenen Angaben noch nicht. Derzeit ist Infantino der einzige offiziell bekannte Kandidat. Als möglicher Nachfolger gilt jedoch Concacaf-Präsident Victor Montagliani. Zudem bleibt noch genügend Zeit, um weitere Kandidaten aufzustellen. Die Bewerbungsfrist für das höchste Amt im Fussball läuft noch bis zum 18. November.

Definitv bereits abgesagt für den Posten hat auch PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi (52). Anfangs August teilte er über einen Sprecher mit: «Herr Al-Khelaifi hegt absolut keine Ambitionen, Absichten oder Interesse an diesem Amt bei der Fifa oder an all dem Medienrummel.»

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