DR Kongo im Fokus
Hätte WM-Goalie gar nicht spielen dürfen?

WM-Held? Goalie Lionel Mpasi (32) führte DR Kongo an der diesjährigen WM in den Sechzehntelfinal. Dabei hätte er wohl gar nicht spielen dürfen.
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Lionel Mpasi (2.v.r.) fliegt an der WM durch die Luft.
Foto: Mike Stewart

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lionel Mpasi soll an der WM nicht spielberechtigt gewesen sein
  • Laut «New York Times» fehlte die formelle Freigabe
  • FIFA soll davon gewusst haben; Infantino mit Kontakten
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Fabienne Kleinhenz

Es war eine knappe Angelegenheit im WM-Sechzehntelfinal zwischen der DR Kongo und England: Die offensivstarken Kongolesen gingen zunächst in Führung, ehe England durch Kane ausglich und sich am Ende knapp mit 2:1 durchsetzte.

Wer damals auch dazu beitrug, dass sich Kongo so lange halten konnte: Goalie Lionel Mpasi. Doch nun werfen Dokumente eine brisante Frage auf: Hätte der Torwart damals gar nicht spielen dürfen?

Das legt zumindest die «New York Times» nahe. Die Zeitung beruft sich dabei auf interne Fifa-Dokumente und Korrespondenzen.

Das noch offene Verfahren

Mpasi spielte in seiner Jugend bei der französischen U17-Nationalmannschaft. Danach begann ein Verfahren zur Umstellung seiner Spielberechtigung von Frankreich zur DR Kongo. Das Problem: Dieses wurde offenbar nie offiziell abgeschlossen. Daher war Mpasi schon bei den Quali-Spielen für die WM eigentlich nicht spielberechtigt.

Dies soll die Fifa rund um Gianni Infantino (56) gewusst haben. Ausgangspunkt soll eine Beschwerde des nigerianischen Verbandes gewesen sein. DR Kongo hatte sich mit einem Sieg gegen Nigeria für das Playoff-Turnier der WM qualifiziert. Man prüfte daraufhin mögliche Geldstrafen oder Ausschlüsse. Keine von den Massnahmen wurde dann aber final umgesetzt. Mpasi reiste mit der Mannschaft an die WM.

In den Unterlagen wird jedoch von Fifa-Disziplinaranwälten festgehalten: Der Goalie hatte keine Genehmigung, als er 2021 seine Länderspiel-Karriere für DR Kongo begann. Sollte dies stimmen, hätte die Mannschaft disqualifiziert werden können.

Infantino abermals im Fokus

Véron Mosengo-Omba (2.v.l.) und Gianni Infantino (2.v.r.) kennen sich von früher.
Foto: Eva Marie Uzcategui - FIFA

Besonders brisant: Fifa-Präsident Infantino soll engen Kontakt zu dem kongolesischen Fussballpräsidenten, Véron Mosengo-Omba, pflegen. Die beiden sind Studienkollegen der Universität Freiburg.

Zudem soll der Sportfunktionär aus dem Kongo Infantino bei dessen Wahl 2016 als Wahlhelfer unterstützt und dabei um die Stimmen der afrikanischen Verbände geworben haben.

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