Tragödie von 1989
Als beim Hillsborough-Desaster 97 Fans ihr Leben liessen

Eine der grössten Katastrophen der Fussballgeschichte jährt sich. Im FA-Cup-Spiel zwischen Liverpool und Nottingham Forest verstarben 94 Fans vor Ort, drei weitere in den Tagen und Jahren danach. Bis heute gedenkt der LFC den Opfern jährlich am 15. April.
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Am 15. April 1989 ereignete sich im Hillsborough-Stadion in Sheffield eine der schlimmsten Katastrophen der Fussballgeschichte.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 1989 starben 97 Fans beim Hillsborough-Desaster während Liverpool-Nottingham-Spiel
  • Polizei öffnete Tor, was Massenpanik und tödliches Gedränge auslöste
  • 94 Tote vor Ort, 766 Verletzte, jüngstes Opfer war 10 Jahre alt
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Es hätte ein Fest werden sollen und endete in einer der grössten Tragödien, die der Fussball je gesehen hat. Am 15. April 1989 stehen sich der FC Liverpool und Nottingham Forest im FA Cup gegenüber und kämpfen um den Einzug ins Endspiel. Nach nur sechs Minuten wird die Partie zwar abgebrochen, doch das Unglück war zu diesem Zeitpunkt längst in vollem Gange.

Öffnung eines Eingangs entpuppt sich als fataler Fehler

Am Ursprung der Katastrophe stand eine Fehleinschätzung der Polizei, wie man heute weiss. Über 2000 Liverpool-Fans waren kurz vor Anpfiff noch nicht im Hillsborough-Stadion in Sheffield und drängten auf einen Einlass. Um dieses Gedränge unter Kontrolle zu bringen, wurde die Öffnung eines Tors angeordnet, was die Situation draussen zwar beruhigte, im Innern des Stadions jedoch für Chaos sorgte.

Jene Fans, die bereits davor in den entsprechenden Blöcken waren, wurden durch die unkontrolliert hereinströmenden Massen immer weiter nach vorne gedrückt, wo ein Metallzaun die Zuschauer vom Spielfeld fernhalten sollte. Als dann auch noch eine Massenpanik ausbrach, nahm die Tragödie endgültig ihren Lauf. 94 Fans verstarben noch vor Ort, 766 weitere wurden teils schwer verletzt, drei Menschen liessen in den Tagen und Jahren danach ihr Leben. Jüngstes Opfer war der damals 10-jährige Jon-Paul Gilhooley, ein Cousin der späteren Liverpool-Legende Steven Gerrard.

Erst Jahrzehnte später, bei Untersuchungen 2016, wurden die Behörden als Schuldige identifiziert, die es versäumten, die eintretenden Fans in noch leere Blöcke zu leiten. Jahrelang hiess es von offizieller Seite, diese hätten randaliert und die Tragödie verursacht – eine bewusste Taktik, um den wirklichen Tathergang zu verschleiern.

Tragödie hallt bis heute nach

In Liverpool ist das Desaster von 1989 nach wie vor präsent. Im Stadtzentrum erinnert eine Bronzestatue an die Vorkommnisse und auch an der Fassade des Stadions wurde eine Gedenkstätte errichtet, an der sich Vertreter des Klubs jedes Jahr einfinden, um der Opfer zu gedenken.

Beim gestrigen Champions-League-Spiel gegen PSG wurde diesen zudem in einer grossartigen Choreographie Respekt erwiesen. An jedem 15. April um 3.06 Uhr nachmittags findet zudem eine Schweigeminute statt. Auch international hatte die Tragödie Auswirkungen, so gab es lange keine Stehplätze in Uefa- und Fifa-Wettbewerben. Und die Absperrungen zwischen Spielfeld und Tribüne dürfen eine Flucht auf den Rasen nicht verhindern.

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Für die Opfer des Hillsborough-Desasters kommen diese Regulierungen zu spät. Umso wichtiger daher die Botschaft der Vereinshymne: You’ll Never Walk Alone.

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