Darum gehts
- Am Dienstag kämpfen acht Teams um die letzten WM-Tickets
- Bosnien besiegt Wales im Elfmeterschiessen, Italien schlägt Nordirland 2:0
- Schweden siegt 3:1, Kosovo 4:3 n.P., Polen 2:1, Dänemark 4:0
Am kommenden Dienstag kämpfen acht verbleibende Teams des europäischen Verbands im Playoff um die letzten Tickets für die WM in Kanada, Mexiko und den USA. Zu diesen Duellen kommt es:
Bosnien-Herzegowina – Italien
Italien gewinnt den Halbfinal gegen Nordirland mit 2:0. Lange ist es ein typisches Spiel der Nordiren. Sie stehen hinten rein, parkieren den Bus und lassen die Squadra Azzurra verzweifeln. Erst ein herrliches Tor von Sandro Tonali bricht den Bann in der 56. Minute, ehe Moise Kean zehn Minuten vor Schluss mit dem 2:0 alles klarmacht.
Bosnien-Herzegowina muss für den Finaleinzug deutlich länger kämpfen – und auch etwas Glück beanspruchen. Wales startete frech in die Partie, doch der Schlenzer von Harry Wilson klatscht nur an den Pfosten. Auch sonst ist die Abwehr um Ex-FCZ-Star Nikola Katic immer wieder gefordert. Daniel James übertölpelt Nikola Vasilj aus grosser Distanz mit seinem strammen Schuss. James hätte beinahe das 2:0 erzielt, doch wieder ist das Aluminium im Weg. Vier Minuten vor Spielende ist es Altmeister Edin Dzeko, der doch noch den Ausgleich nach einer Ecke erzielt und Bosnien ins Elfmeterschiessen rettet. Zwar scheitert Ermedin Demirovic, doch weil gleich zwei Walisern die Nerven versagen, qualifiziert sich Bosnien für den Final.
Nebst der Schweiz trifft der Sieger auf Gastgeber Kanada und Katar.
Schweden – Polen
Schweden, der Gruppengegner der Schweiz in der Qualifikation für die WM, fährt gegen die Ukraine einen 3:1-Sieg ein. Der Mann des Spiels: Viktor Gyökeres. Der Arsenal-Stürmer trifft bereits in der sechsten Minute zum 1:0. Kurz nach dem Seitenwechsel ist es dann wieder Gyökeres, der in der 51. Minute das 2:1 erzielt. Nur zwölf Zeigerumdrehungen später vollendet der Torjäger seinen Hattrick per Penalty. Die Ukraine kommt dank Matvii Ponomarenko immerhin noch zum Ehrentreffer, für eine Aufholjagd reichts aber nicht mehr. Schweden, das nur dank der Nations League in den Playoffs steht, trifft im Final auf Polen.
Polen kann sich dank eines 2:1 gegen Albanien weiter Hoffnungen auf ein WM-Ticket machen. Zwar führen die Albaner nach einem Tor durch Arber Hoxha in der 42. Minute, doch Captain Robert Lewandowski gleicht das Spiel in Warschau nach der 63. Minute wieder aus. Nur zehn Minuten später ist es Piotr Zielinski, der die polnischen Fans in Ekstase versetzt und weiter träumen lässt.
Der Gewinner des Finals trifft bei der WM auf Holland, Japan und Tunesien.
Kosovo – Türkei
Auch der andere Quali-Gruppengegner der Schweiz, der Kosovo, gewinnt den Halbfinal gegen die Slowakei. Und das Spiel ist ein Spektakel. Martin Valjent bringt die Slowaken zu Hause in Front. Die Kosovaren können aber durch Veldin Hodza reagieren. Kurz vor der Pause düpiert Lukas Haraslin mit einem unerwarteten Freistoss alle – das Heimteam führt wieder. Doch nicht lange, denn direkt nach der Pause lässt Fisnik Asllani den Kosovo erneut jubeln. Und nach einer Stunde legen die Kosovo-Kicker nach. Florent Muslija schiesst das 3:2 – ebenfalls per Freistoss. Den vierten Treffer erzielt dann Luganos Kreshnik Hajrizi. Die Slowaken stemmen sich aber nochmals gegen die drohende Niederlage, doch das 4:3 durch David Strelec kommt zu spät.
Der Gegner des Kosovo im Final ist die Türkei. Gegen Rumänien reicht ein Geniestreich von Arda Güler, der mit seiner traumhaften Vorlage für Ferdi Kadioglu zum Matchwinner avanciert und die türkischen Fans weiter auf eine WM-Teilnahme hoffen lässt.
Der Sieger dieses Duells spielt bei der WM in der Gruppe mit Gastgeber USA, Paraguay und Australien.
Tschechien – Dänemark
Drama in Prag: Irland führt bereits nach 23 Minuten nach einem Penaltytor von Troy Parrott und einem unglücklichen Eigentor von Tschechen-Goalie Matej Kovar mit 2:0. Tschechien zeigt aber eine Reaktion und Schick verkürzt seinerseits per Elfmeter. Danach gibt es lange wenig Torszenen, erst vier Minuten vor Schluss rettet Ladislav Krejci die Tschechen ins Penaltyschiessen. Weil dort zwei Iren an Goalie Kovar scheitern, trifft Tschechien im Playoff-Final auf Dänemark.
Die Dänen machen in ihrem Halbfinal kurzen Prozess mit Nordmazedonien. Zwar fallen alle Tore erst in der zweiten Halbzeit, doch das Resultat mit 4:0 ist doch sehr deutlich – Damsgaard, zweimal Isaksen und Nörgaard sind die Torschützen.
Bei der WM trifft der Sieger des Finals auf Gastgeber Mexiko, Südafrika und Südkorea.