Nikola Katic (29) wechselte im Winter 2025 auf Leihbasis vom FC Zürich zu Plymouth Argyle in die englische Championship. Der Wechsel stiess bei vielen auf Unverständnis, war Plymouth doch zu diesem Zeitpunkt Letzter in der zweiten englischen Liga. In einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» erklärt der Bosnier nun, wieso er den Schritt dennoch machte. «Aus meiner Sicht war es sportlich eine Verbesserung. Ich wollte, ehrlich gesagt, raus aus der Schweizer Liga. Ich wollte mehr. Die Championship, das weiss ich jetzt, ist die härteste Fussball-Liga der Welt», so der Innenverteidiger.
Zunächst brauchte es aber dennoch Überzeugungsarbeit des damaligen Plymouth-Coachs Miron Muslic. «Als sein Anruf kam, war ich nicht so begeistert. Zum Tabellenletzten? Es ging ja erst mal nicht um eine Leihe, sondern um einen festen Vertrag», schildert der Bosnier. Er habe Muslic dann abgesagt, als jedoch ein Leihangebot auf dem Tisch lag, konnte er nicht mehr ablehnen. «Ich wollte unbedingt zurück auf die Insel», so Katic, der vor seiner Zeit in der Limmatstadt bei den Glasgow Rangers unter Vertrag stand.
Katic und Dzeko kennen sich aus dem Gym
Nach der Rückrunde, in der Katic mit Plymouth im FA Cup den FC Liverpool rauskegelte, musste er zurück zum FCZ. «Ich musste wieder nach Zürich, weil mein Vertrag dort noch lief, aber habe meinen Agenten gesagt: ‹Bitte besorgt mir wieder einen Job in der Championship.›» Eine Rückkehr nach England kam nicht zustande, Katic folgte seinem damaligen Plymouth-Coach Muslic zu Schalke in die 2. Bundesliga.
Dort ist er unangefochtener Abwehrchef und sieben Runden vor Schluss auf Aufstiegskurs. Nach einer erfolgreichen Hinrunde verstärkten sich die Königsblauen im Winter mit Altmeister Edin Dzeko. Beim Königstransfer hatte auch Katic seine Finger im Spiel, wie er verrät. «Ich kenne Edin aus dem bosnischen Nationalteam, im Gym vor den Trainings haben wir uns angefreundet», blickt der ehemalige FCZ-Recke zurück.
Schalke steht vor Bundesliga-Rückkehr
«Nachdem ich zu Schalke gewechselt hatte, hat er wegen mir jedes unserer Spiele verfolgt, und ich habe gewitzelt, er könne doch zu uns kommen, falls es in Florenz für ihn nicht wieder besser laufen würde», erzählt er weiter. Er habe aber nie daran geglaubt, schiebt er nach. «Zwei oder drei Tage nach Weihnachten war ich in Mostar, und er schickte mir eine Nachricht: ‹Sucht ihr noch einen Stürmer?› Mit einem Smiley-Emoji. Ich dachte, er macht einen Scherz. Aber dann haben wir telefoniert, er meinte es wirklich ernst. Ich habe ihm gesagt: ‹Ich rufe sofort den Coach an.›»
Und von dort an begannen die Verhandlungen zwischen dem Traditionsverein und der Sturmlegende. Trotz lukrativen Angeboten aus der Ligue 1 oder Saudi-Arabien entschied sich Dzeko für Schalke. In acht Spielen hat der mittlerweile 40-jährige sechs Tore erzielt und drei weitere aufgelegt. Nach drei Jahren in der 2. Bundesliga will Schalke zurück ins Oberhaus, sieben Runden vor Schluss stehen Katic, Dzeko und Co. an der Tabellenspitze, einen Punkt vor Elversberg und Paderborn. Darmstadt und Hannover lauern dahinter mit zwei beziehungsweise drei Zählern Rückstand.
Füge jetzt den FCZ deinen Teams hinzu, um nichts mehr zu verpassen.
Du folgst bereits deinem Lieblingsverein aus der Super League? Füge zusätzlich auch Teams aus der Challenge League oder aus den internationalen Top-Ligen hinzu, erhalte personalisierte Inhalte und verpasse keine Story mehr. Jetzt followen!
Du folgst bereits deinem Lieblingsverein aus der Super League? Füge zusätzlich auch Teams aus der Challenge League oder aus den internationalen Top-Ligen hinzu, erhalte personalisierte Inhalte und verpasse keine Story mehr. Jetzt followen!

