Smilla Vallotto steht mit dem VfL Wolfsburg nach einem 5:4-Sieg im Penaltyschiessen gegen Carl Zeiss Jena im DFB-Pokal-Final. Dabei verwertet die Schweizer Nati-Spielerin den entscheidenden Penalty souverän (im Video oben).
Rekordsieger Wolfsburg geht als grosser Favorit in den Halbfinal gegen Jena, doch auf dem Platz harzt es zunächst. Das liegt sicherlich auch an der kurzen Erholungszeit. Noch am Donnerstagabend spielten die Wölfinnen das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League in Lyon, wo sie ebenfalls in die Verlängerung mussten und es eine 0:4-Niederlage absetzte. Weniger als 65 Stunden liegen zwischen diesen zwei Spielen, weshalb Trainer Stephan Lerch nach dem Halbfinal auch sagte: «Unvorstellbar, dass wir heute dieses Spiel spielen müssen.»
Zurück zum Geschehen auf dem Platz. Die Führung von Wolfsburg (24.) wird wegen eines Offsides zurückgenommen und nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte verpassen Beerensteyn (71.) und Bergsvand (90.+6) die Entscheidung in der regulären Spielzeit. Nach einer ebenfalls torlosen Verlängerung geht es ins Penaltyschiessen, wo die zweite Schweizerin auf dem Platz, Elena Mühlemann, für Jena zur zwischenzeitlichen 4:2-Führung trifft. Doch ihre Teamkollegin Felicia Strässer behält als fünfte Schützin die Nerven nicht. Sie hat die Gelegenheit, Jena in den Final zu schiessen, scheitert aber an Stina Johannes im Wölfinnen-Tor. Das öffnet die Türe für Smilla Vallotto, welche den Druck souverän annimmt und Wolfsburg ins Final schiesst.
Dort könnte es zu einem weiteren Schweizer Duell kommen. Am Ostermontag steht um 15.30 Uhr der zweite Halbfinal zwischen SGS Essen und Bayern München an. Bei Essen steht Ella Touon unter Vertrag, welche mit ihrem Klub aber als klare Aussenseiterinnen ins Spiel geht.