Es gibt ihn, diesen einen Moment, in dem Magdeburg dem Spiel noch einmal einen neuen Dreh geben könnte: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kann Bayern-Keeper Jonas Urbig einem strammen Abschluss von Magdeburgs Baris Atik nur hinterherschauen – doch der Ball prallt an den Pfosten.
So geht der haushohe Favorit mit einer knappen Führung in die Pause. Und baut diese kurz nach dem Seitenwechsel aus, weil Michael Olise einen Penalty cool zum 3:1 ins Tor der Magdeburger lupft. Es ist die dritte Torbeteiligung für den Franzosen, der damit zum überragenden Spieler des Abends wird.
Der andere ist Ismael Saibari, der den geschonten Harry Kane in dieser zweiten Pokal-Runde ersetzt und den frischgebackenen Weltfussballer fast vergessen macht. Schon früh vergibt er eine erste Topchance, dann sieht er auf dem Weg zum 1:0 den mitgelaufenen Torschützen Olise und erzielt den zweiten Münchner Treffer nach einem Traum-Zuspiel seines Sturmpartners gleich selbst.
Gala in Halbzeit zwei
Dazwischen fällt der einzige Magdeburger Treffer an diesem Abend: Mateusz Zukowski zieht von der Strafraumgrenze ab und sieht, dass der Ball von Bayern-Verteidiger Hiroki Ito unglücklich ins eigene Tor abgelenkt wird.
Neben Atiks Pfostenschuss ist es die einzige echte Offensivszene des Unterklassigen an diesem Abend. In der zweiten Halbzeit kommt dann nicht mehr viel. Anders die Bayern: Noch immer ohne Kane setzen sie zur Gala an und stellen bis zum Schlusspfiff dank Alphonso Davies (70.), Nathaniel Brown (73.) und David Santos Daiber (90.+3) auf den Endstand von 6:1.
Der deutliche Sieg ist die zweite positive Bayern-Nachricht an diesem Abend, an dem Trainer Vincent Kompany das Spital nach seiner Hirnhautreizung hat verlassen können.