Celtic doch wieder Meister
Hearts-Märchen endet mit Stich ins Herz

Celtic Glasgow gewinnt den ultimativen Showdown um die schottische Meisterschaft gegen Heart of Midlothian dank zweier später Tore. Damit krönt sich Celtic zum 56. Mal zum schottischen Meister – derweil endet das Hearts-Märchen auf brutale Weise.
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Celtic krönt sich zum 56. Mal zum schottischen Meister.
Foto: Getty Images
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

In Schottland ist es am letzten Spieltag zum ultimativen Showdown um die Meisterschaft zwischen dem zweitplatzierten Celtic Glasgow und dem überraschenden Leader Heart of Midlothian gekommen. Dabei hätte eine 41-jährige Glasgower Dominanz gebrochen werden können: Seit Trainer-Legende Sir Alex Ferguson (84) im Jahr 1985 mit Aberdeen den Titel holte, ging die Meisterschaft ausnahmslos nach Glasgow – entweder an Celtic oder an die Rangers.

Während die beiden Grossklubs in dieser Spielzeit jedoch nicht so dominant wie in den vergangenen Jahren waren, grüsste ein anderes Team fast die gesamte Saison über von der Tabellenspitze: die Hearts. Die Hoffnung bei den neutralen Fans war riesig, dass es in diesem Jahr endlich einen anderen Meister geben würde.

Celtic zum 56. Mal Meister

Vor dem direkten Duell am Samstagnachmittag lagen die Hearts (80 Punkte) einen Zähler vor Celtic (79). Ein Unentschieden hätte den Hearts also zum ersten schottischen Meistertitel seit 1960 gereicht.

Bis zur 87. Minute sieht es auch tatsächlich danach aus: Dann sticht der Japaner Daizen Maeda (28) mit seinem Tor zur 2:1-Führung für Celtic mitten ins Hearts-Herz. Hearts wirft in der Folge alles nach vorne – auch der frühere Bundesliga-Keeper Alexander Schwolow (33) stürmt bei einem letzten Freistoss in der achten Nachspielminute mit in den gegnerischen Strafraum. Dieser ruhende Ball wird jedoch schwach getreten; Celtic stürmt daraufhin in Person von Callum Osmand (20) auf das leere Tor. Dieser macht den Deckel zu und lässt den Celtic Park komplett ausflippen.

Dank dieses 3:1-Erfolgs zieht Celtic am allerletzten Spieltag noch an den Hearts vorbei und feiert den 56. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Auf der anderen Seite endet das Hearts-Märchen auf brutalste Art und Weise – besonders bitter: Zwischenzeitlich lag man noch mit 1:0 in Führung.

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