Edin Terzic zieht bei Dortmund Schlussstrich
1:32
Emotionaler Abschied:Edin Terzic zieht bei Dortmund Schlussstrich

«Auch wenn es mir gerade brutal weh tut»
BVB-Coach Terzic verlässt den Klub freiwillig

Edin Terzic ist nicht mehr länger Trainer von Borussia Dortmund. Der Klub entspricht einer Bitte des Trainers, den Vertrag per sofort aufzulösen.
Kommentieren
1/5
Ein Abgang mit Knalleffekt: Edin Terzic ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund.
Foto: IMAGO/Ulmer/Teamfoto
RMS_Portrait_AUTOR_939.JPG
Lino DieterleRedaktor Online Sport

Das kommt überraschend: Edin Terzic (41) ist per sofort nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund. Unter seiner Führung gewann der BVB 2021 den DFB-Pokal und zog diese Saison in den Champions-League-Final ein. Wie der Klub bekannt gibt, hat Terzic um die Auflösung seines Vertrages gebeten.

«Auch wenn es mir gerade brutal weh tut, möchte ich euch mitteilen, dass ich mit dem heutigen Tag den BVB verlassen werde», wendet sich Terzic in einem Video an die BVB-Gemeinde. Er habe seinen Traum über die letzten neun Jahre mit einer kurzen Unterbrechung leben können. «Besonders die sechs Jahre im Trainerteam waren für mich eine unvergessliche Reise.»

Er habe nach dem verlorenen Champions-League-Final gegen Real Madrid das Gespräch mit den Bossen gesucht, weil er das Gefühl hatte, «dass der anstehende Neustart von einem neuen Mann an der Seitenlinie begleitet werden sollte. Jeder, der mich kennt, weiss, dass während dieses Entscheidungsprozesses der vergangenen Wochen zwei Herzen in meiner Brust geschlagen haben. Aber auch nach intensiven Gesprächen hat sich mein Grundgefühl nicht geändert.» Er wünsche dem BVB nur das Allerbeste und sage nicht «Goodbye, sondern auf Wiedersehen.»

Der Fan-Coach geht

Terzic genoss und geniesst bei den meisten Dortmunder Fans einen guten Ruf – auch weil er einst selbst regelmässig in der gelben Wand stand. Dem trägt auch Sportdirektor Sebastian Kehl Rechnung: «Edin ist durch und durch Borusse, ein toller, sehr authentischer Mensch und hat sich immer zu 100 Prozent für den BVB eingesetzt.» Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke attestiert Terzic «herausragende Arbeit» und sagt: «Edin und ich werden immer Freunde bleiben.»

Terzic war 2010 erstmals als Scout beim BVB engagiert, abgesehen von Co-Trainer-Positionen bei Besiktas (2013–2015) und West Ham United (2015–2017) war er in verschiedenen Funktionen fast neun Jahre lang beim BVB angestellt. «In allen Positionen war es für ihn ein Privileg, für diesen Verein arbeiten zu dürfen. Viele Gespräche in den letzten Tagen haben diese Liebe und Leidenschaft für den BVB nochmals verdeutlicht», kommentiert der kürzlich zum Geschäftsführer Sport beförderte Lars Ricken Terzics Abgang.

Wegen einer durchzogenen Liga-Saison (Platz 5) galt Terzics Zukunft als BVB-Coach trotz Erreichen des Champions-League-Finals als unsicher. 2021 holte er als Trainer mit dem BVB den DFB-Pokal. Dass er nun seinen Rücktritt bekannt gibt, kommt überraschend. Über einen Nachfolger hat der BVB nicht informiert, Terzic-Assistent und ehemaliger BVB-Profi Nuri Sahin gilt – zumindest interimistisch – laut Kicker als wahrscheinlicher Kandidat.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
34
86
89
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
34
36
73
3
RB Leipzig
RB Leipzig
34
19
65
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
34
22
62
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
34
13
61
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
34
21
59
7
SC Freiburg
SC Freiburg
34
-6
47
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
34
-4
44
9
FC Augsburg
FC Augsburg
34
-16
43
10
FSV Mainz
FSV Mainz
34
-9
40
11
Union Berlin
Union Berlin
34
-14
39
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
34
-11
38
13
Hamburger SV
Hamburger SV
34
-14
38
14
1. FC Köln
1. FC Köln
34
-14
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
34
-23
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
34
-24
29
17
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
34
-31
26
18
FC St. Pauli
FC St. Pauli
34
-31
26
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Meistgelesen