Tuchel nach Supercup-Pleite komplett bedient
«Als hätten wir vier Wochen nichts gemacht»

Bayern verliert gegen Leipzig den Supercup. Eine Erklärung hat Trainer Thomas Tuchel dafür nicht. Er geht nach dem Spiel mit seinen Spielern hart ins Gericht.
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Ernüchterung statt Jubel: Bayern verliert den Supercup.
Foto: imago/Team 2

Für Harry Kane (30) hätte es der perfekte Einstand werden können. Wenige Stunden nachdem der Transfer von Tottenham zu Bayern München offiziell gemacht worden war, hätte der englische Starstürmer gleich den ersten Titel seiner Karriere gewinnen können. Hätte. Denn so weit kommt es nicht. Bayern taucht im deutschen Supercup gegen Leipzig mit 0:3.

Kane, in der 64. Minute eingewechselt, bleibt damit vorerst titellos. «Es ist ein sehr bitterer Abend für ihn, es tut mir leid», sagt Bayern-Trainer Thomas Tuchel (49) nach der Partie. «Er denkt wahrscheinlich, wir haben vier Wochen nicht trainiert. Es hatte nichts mit dem zu tun, was wir bisher gespielt haben, mit dem, was wir uns vorgenommen haben.»

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«Sobald wir etwas zu verlieren haben, ist das nicht mehr die gleiche Truppe.»
Thomas Tuchel, Bayern-Trainer
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Während er sich bei seinem neuen Star entschuldigt, geht Tuchel mit den anderen Spielern hart ins Gericht. «Es fühlt sich an, als hätten wir vier Wochen gar nichts gemacht, als hätten wir uns gerade erst getroffen», meint er. Für den riesengrossen Unterschied zu den Auftritten in den Testspielen, in denen man zwar gegen ManCity (1:2) verlor, danach aber Liverpool (4:3) und Monaco (4:2) bezwang, hat er keine Erklärung und fasst es in einem Wort zusammen: «erschreckend».

«In allen Bereichen zu wenig»

Tuchel meint zudem, dass er eine so dauerhafte Krise noch bei keinem Klub erlebt hat. «Es ist mental – ich habe keine Erklärung dafür. Ich weiss nicht, ob es ein inhaltliches Problem ist. Es ist die falsche Frequenz, in der wir hier auflaufen», ist er ratlos. «Sobald wir etwas zu verlieren haben, ist das nicht mehr die gleiche Truppe.» Es gebe absolut keinen Zusammenhang zwischen der Verfassung, in der die Mannschaft im Stadion angekommen sei, und dem, was sie dann auf dem Platz zeige. «Das hat nichts miteinander zu tun. Das ist nicht gut, das ist das Schlechteste, was es gibt.»

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Unter dem Strich sei der Auftritt «in allen Bereichen zu wenig» gewesen. Lange Zeit, um den Tritt wiederzufinden und an die Leistungen aus den Testspielen anzuknüpfen, bleibt den Bayern nicht. Bereits am Freitag (20.30 Uhr) starten sie in die Bundesliga-Saison. Auswärts heisst der Gegner Werder Bremen. Ein Klub, der mit dem Out im DFB-Pokal ebenfalls eine erste Enttäuschung zu verdauen hat. (bir)

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
32
81
83
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
32
33
67
3
RB Leipzig
RB Leipzig
32
21
62
4
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
32
23
58
5
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
32
20
58
6
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
32
16
58
7
SC Freiburg
SC Freiburg
32
-8
44
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
32
-3
43
9
FC Augsburg
FC Augsburg
32
-14
40
10
FSV Mainz
FSV Mainz
32
-9
37
11
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
32
-13
35
12
Hamburger SV
Hamburger SV
32
-15
34
13
Union Berlin
Union Berlin
32
-20
33
14
1. FC Köln
1. FC Köln
32
-8
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
32
-20
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
32
-25
26
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
32
-28
26
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
32
-31
23
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