Mörder vor dem Bett
Bayern-Patron Hoeness spricht über seine Gefängniszeit

In einem Interview mit der «Bild» spricht Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeness über seine Zeit im Gefängnis.
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Uli Hoeness musste wegen Steuerhinterziehug ins Gefängnis.
Foto: imago/Sven Simon

Darum gehts

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  • Uli Hoeness erinnert sich an Haftentlassung 2016
  • Über 5500 Briefe erhielt er im Gefängnis
  • Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung
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Petar DjordjevicRedaktor Sport

Vor beinahe zehn Jahren wurde Uli Hoeness (74) aus seiner Haft entlassen – er war wegen Steuerhinterziehung hinter Gittern. In einem Interview mit «Bild» blickt Bayerns Ehrenpräsident nun auf seine Zeit im Gefängnis zurück.

«Es ist für mich fast unvorstellbar, dass es schon so lange her ist», erinnert sich Hoeness. Am 29. Februar 2016 um Mitternacht verlässt er das Gefängnis als freier Mann. Seine Frau und sein Sohn holen den damals 64-Jährigen ab, zu Hause gibts eine Überraschungsparty. Sogar eine Blaskapelle ist beim Empfang vor Ort. Die Festlichkeiten dauern bis in die frühen Morgenstunden.

«War ein wichtiger Teil meines Lebens»

Hoeness vergleicht seinen Haftantritt mit seiner Anfangszeit bei den Münchnern: «Ich hatte damals auch keine Ausbildung, als ich Manager des FC Bayern wurde. Und so ähnlich hat es sich auch mit dem Haftantritt angefühlt.» Dabei betont er: «Ich kann schlecht sagen, dass ich die Zeit nicht missen möchte, aber sie war schon ein wichtiger Teil meines Lebens.» Er habe einiges für sein Leben mitnehmen können, führt Hoeness aus.

Kontakt zu Mithäftlingen pflegt der Ehrenpräsident keinen. Hoeness: «Mir wurde das auch abgeraten, da ja nicht nur Leute dabei sind, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Da waren schon ein paar Kaliber dabei. Wenn man morgens aufwacht, und ein Mörder sitzt vor deinem Bett und erzählt dir seine Lebensgeschichte, weiss man nicht, ob man das unbedingt erleben will.»

5500 Briefe

Während des Gefängnisaufenthaltes flattern einige Briefe in Hoeness' Zelle. Der 74-Jährige bestätigt im Interview: «Es sind noch alle 5500 da. Ich habe sie in einer grossen Kiste und schaue ab und zu mal rein.» Zu seinen Brieffreunden gehören Legenden aus der Fussballwelt wie der ehemalige ManUtd-Trainer Sir Alex Ferguson (84). Was Hoeness aber richtig überrascht: «98 Prozent der Absender kannte ich nicht. Das war der Wahnsinn.»

Hoeness trat im Juni 2014 seine Haftstrafe an. Der damalige Präsident des FC Bayern musste wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
34
86
89
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
34
36
73
3
RB Leipzig
RB Leipzig
34
19
65
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
34
22
62
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
34
13
61
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
34
21
59
7
SC Freiburg
SC Freiburg
34
-6
47
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
34
-4
44
9
FC Augsburg
FC Augsburg
34
-16
43
10
FSV Mainz
FSV Mainz
34
-9
40
11
Union Berlin
Union Berlin
34
-14
39
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
34
-11
38
13
Hamburger SV
Hamburger SV
34
-14
38
14
1. FC Köln
1. FC Köln
34
-14
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
34
-23
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
34
-24
29
17
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
34
-31
26
18
FC St. Pauli
FC St. Pauli
34
-31
26
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Relegation Play-Offs
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